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DIE TSITSIT: DIE VERBINDUNG ZWISCHEN DEN KUNDSCHAFTERN UND KORACH – Parascha Korach

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DIE TSITSIT: DIE VERBINDUNG ZWISCHEN DEN KUNDSCHAFTERN UND KORACH – Parascha Korach

DIE TSITSIT: DIE VERBINDUNG ZWISCHEN DEN KUNDSCHAFTERN UND KORACH

Kennen Sie den Unterschied zwischen Immanent und Transzendent? Wenn wir uns über das Sein des Wesen G“ttes befassen, gibt es zwei (anscheinend) paradoxe Ist-Zustände:

Ha’Schem (G“tt) befindet sich in der Welt, hat Zeit, Raum und Materie geschaffen und gibt dieses Leben und einen Platz in Seinem Universum. Ha’Schem „kleidet Sich“, so wie der Tenach es ausdrückt, in dieser Welt und offenbart sich an und in dieser Welt. Ha’Schem hinterlässt Seine Spuren in dieser Welt, wie das der Psalmist regelmäßig besingt. Dieses ist das Immanente von Ha’Schem.

Gleichzeitig entsteigt Ha’Schem diesem Universum und steht darüber. Dieses nennen wir das Transzendente.

Auch unsere Neschama (unsere Seele) befindet sich teilweise in unserem Körper, entsteigt aber aus unserem Körper gleichzeitig. Im Judentum sind die Zustände von immanent und transzendent komplimentair und ergänzen sich gegenseitig.

*Der immanente Teil unserer Seele befindet sich unserem Wissen nach in den Einschränkungen unseres Körpers aus Fleisch und Blut „gefangen“.

*Der transzendente Teil unserer Seele entsteigt allen diesen irdischen Einschränkungen und ist ein Hort von Inspiration für denjenigen Teil unserer Neschama, die durch unseren Körper umgeben ist. Einige nennen das die „Aura“.

Das Judentum bestätigt laufend die Wichtigkeit dieses alles entsteigenden Teiles unserer Persönlichkeit, das laufend neue Impulse dem irdischen Leben verschafft, ob es um eine neue Erfindung handelt oder um ein Gefühl der Verbundenheit mit Ha’Schem oder das Überirdische im Allgemeinen.

Nehmen wir zum Beispiel die Mitswa der Tsitsit (der Schaufäden) am Ende der vorigen Parascha. Die Tsitsit sind EINE dieser Kennzeichen, die das Äußerliche eines Jüdischen Mannes bestimmen.

Das Sefer Hachinuch (Mitswa 386) meint, dass „nichts so viel zur Erinnerung an unseren Auftrag bei trägt als das ununterbrochene Tragen eines Abzeichens unseres Herrn und Meisters“.

Wir umhüllen uns insgesamt mit unserem Gebetsumhang (ibid.I:8:2) wie in ein uns umhüllendes Licht.

Die Kabbala

Der Kabbalist Arisal erklärt die Mitswa (den Auftrag) der Tsitsit laut Immanent und Transzendent. Der uns umhüllende Tallit (Gebetsumhang) symbolisiert das uns entsteigende, transzendente Licht. Das ist das alles umfassende G“ttliche Licht, das in unsere Seele leuchtet und die Gesamtheit der Thora und alle Mitswot umfasst.

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Daher kann die Thora behaupten, dass wir durch das Sehen der Tsitsit „uns an alle Gebote von Ha’Schem erinnern werden und sie befolgen“.

Das transzendente Licht sorgt durchgehend für erfrischende Anregung und bildet den „Vorratsspeicher“ des immanenten Teiles unserer Seele. Das transzendente Seelenlicht sorgt weiter für eine „Hubschraubersicht“, lenkt unser eingeschränktes Blickfeld auf die höhere Welt von Spiritualität und abstrakter Geistigkeit und erhöht unseren Widerstand gegen alle irdischen Versuchungen.

Die herunterhängende Fäden, die wir die Tsitsit nennen, zeigen, dass wir die höher sich befindliche Energie nach unten lenken müssen zu dieser irdischen Wirklichkeit und dieser materiellen Welt, um diese Welt zu einem Wohnort für Ha’Schem zu machen.

Die Kundschafter und Korach

Deshalb erscheint die Mitswa der Tsitsit am Ende der Parascha über die Kundschafter und verbindet diese Episode mit den Bericht über den Aufstand von Korach.

Die Kundschafter spionierten das Jüdische Land aus, schauten jedoch nur nach dem Äußerlichen der Dinge und sahen die spirituellen Aspekte des Landes Israel nicht. Sie hatten überhaupt keinen Blick für das Transzendente, für den G“ttlichen Charakter von Israel.

Sie ließen sich durch das Äußere der materiellen Erscheinungen blenden und durch den Eindruck, die diese Welt auf uns macht, wobei sie komplett an den transzendenten Geist von Ha’Schem vorbei gingen, der sich hinter dem Land Israel verbirgt.

Die Transzendenz der Priesterschaft

Auch Korach scheiterte an diesem Übel. Er vergaß, dass hinter allen Geboten der Thora ein enormes Reservoir an unsichtbarer geistiger Energie schlummert, die die Basis der „Spitze des Eisberges“ bildet, der äußerlichen Erscheinung der Gebote.

Korach zankte sich mit Mosche über die Kehuna, die Priesterschaft und meinte, dass dieses allein eine spirituelle Machtposition sei, die Mosche aus „Nepotismus“ seinem Bruder Aharon zugeschoben hatte. Er warf Mosche vor, dass er sich selber „zum König gekrönt hatte“ und die höchste geistliche Machtposition Ahron hätte zuerkannt.

Korach vergaß, dass es sich bei der Kehuna um eine spirituelle Dienstverleihung, also Beauftragung, handelt, die den Rest des Volkes eindringlich inspirieren sollte. Korach vergaß die transzendente Bedeutung und Dienstbarkeit der Kehuna.

Deshalb belastete er Mosche mit Argumenten aus den Tsitsit und der Mesusa, wobei er für die tieferen transzendenten Aspekte dieser Mitswot und dem Judentum und der Welt als Ganzes keinen Weitblick hatte. Mosche jedoch hatte das wohl….

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