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Die Jüdische Ehe – Parascha PINCHAS

Die Jüdische Ehe

Pinchas führt uns zwangsweise an die Tatsachen heran. Unzucht steht in Kontrast zu Keduscha, Heiligkeit. Die Jüdische Ehe bleibt für viele ein Problem. Was ist der Nutzen der Ehe im Allgemeinen und von der Chuppa ganz besonders? Viele finden heiraten altmodisch. Was versäumen wir wenn wir uns entscheiden, nicht zu heiraten?

Rav A. Moss besagt, dass die Eheschließung heutzutage wichtiger ist als jemals. Da alle klassischen Gründe, zu heiraten, aus der Mode gekommen sind, bleibt nur EIN echter Grund übrig, um zu heiraten und man kann dann endlich wegen des RICHTIGEN GRUNDES in das Boot der Ehe einsteigen.

Die Gründe, die früher genannt wurden, um die Ehe zu wählen, sind schon längst überholt, so Rabbiner Moss. Früher heiratete man schon mal, um die Beziehung zu stabilisieren. Ich finde das ein zu hinterfragendes Argument. Auf jeden Fall klingt es nicht sehr romantisch. Es scheint eher eine Vorsorgemaßnahme gegen das Verlassen durch den Partner zu sein. Zum Schluss erwähnt Rabbi Moss die oft gehörte Begründung, dass die Heirat die Beziehung „offiziell“ legitimiert.

Du kannst das (eheähnliche) Zusammenleben auf vier verschiedenen Ebenen betrachten:

Die Körperliche,

Die individuelle,

Die Gesellschaftliche und

Die Religiöse.

Für die individuelle Bedarfsbefriedigung ist nur eine individuelle Entscheidung erforderlich. Maimonides verfasst das treffend in seinem Kodex: „Früher war es so, dass man zusammen zog, wenn man einander nett fand“. Wenn eine Ehe gesellschaftlich beim Standesamt besiegelt wird, beginnt man zu begreifen, dass das Zusammensein nicht nur eine individuelle Angelegenheit ist, sondern auch gesellschaftliche Folgen haben kann. Aber das Judentum deutet einer Ehe einen größeren Wert zu.

Ohne Chuppa gibt es sicherlich Liebe und Miteinander. Du kannst eine Familie gründen. Aber es fehlt ein Aspekt. Deine Verbindung ist nicht heilig. Nur durch die Eheschließung nach (jüdischer) Tradition machst Du Deine Beziehung heilig. Du besiegelst Deine Liebe mit dem G“ttlichen Stempel.

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Gesetzt den Fall, dass Du aus individuellen oder gesellschaftlichen Gründen nicht heiraten möchtest,

Was bleibt dann noch übrig? Nur EIN Grund. Judentum ist auf Keduscha, Heiligkeit, ausgerichtet. Die Jüdische Hochzeit lässt eine Beziehung heilig werden: „Heiraten bedeutet, dass es etwas gibt, das größer als Ihr Beiden, dass Euch zusammen bringt“. G“tt wird Teil Deiner Beziehung. Dieses kannst Du auf keine einzige andere Weise erreichen.

Rabbiner Moss behauptet, dass eine Chuppa die Verbindung über die menschliche Einschränkungen erhebt. Die Segenssprüche, die unter der Chuppa ausgesprochen werden, machen G“tt als den wahren dritten Partner in der Ehe. Du heiratest nicht nur, weil Du Dich selber dazu gewählt hast. Du heiratest, da G“tt es so gewollt hat.

Die Tora beinhaltet sechshundertunddreizehn Mitzvot (zweihundertachtundvierzig Ge- und dreihundertfünfundsechzig Verbote). Es sind zweihundertachtundvierzig Gebote, die mit den zweihundertachtundvierzig menschlichen Körperteilen übereinstimmen.

Die dreihundertfünfundsechzig Verbote entsprechen den dreihundertfünfundsechzig Tagen des Sonnenjahres. Das Judentum vermittelt tiefere Inhalte an unser Leben und an unsere Zeit.

In Kabbalistischen Quellen wird auch eine Verbindung zum Tzelem Elokim, dem G“ttlichen Bildnis, gelegt, nach dem der Mensch erschaffen wurde. Obwohl wir G“tt keinen Körper oder Form bei messen, spricht der Sohar trotzdem in „menschliche“ Begriffe über das G“ttliche Prinzip – Bestätigung einer Ausstrahlung, eines unerfassbaren Lichtes, die diese Welt lenkt.

Jede Mitzwa ist mit einem Teil des menschlichen Körpers verbunden, hat aber auch einen Anknüpfungspunkt im Himmel. Heiraten kann als rein physisch beschrieben werden. Die Heirat kann auch als die spirituelle Verbindung zweier Personen gesehen werden: einer äußerst glücklichen kleinen Familie. Man kann sie auch als ein soziales Ereignis beschreiben.

Die Gemeinschaft ist wieder um ein Jüdisches Haus reicher geworden und dadurch kräftiger. Es wird den Ketten von Generationen wieder ein neues Glied hinzu gefügt. Die Chuppa fügt noch eine Dimension hinzu: den G“ttlichen Aspekt in der Beziehung zwischen Mann und Frau, der der Jüdischen Hochzeit ihre Keduscha verleiht.

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