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Wie erkennen wir, was alles erlaubt ist? – Parascha Wajakhel

Wie erkennen wir, was alles erlaubt ist - Parascha Wajakhel
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Es gibt eine Talmudische Aussage, die vermerkt, dass alles, was G“tt uns in der Tora verboten hat, ER auch wieder ein Wenig erlaubt hat. Als Mosche sagte, dass man keine Götzenbilder machen durfte, wurde ihm gleichzeitig mitgeteilt, dass er wohl zwei Cherubine anfertigen sollte.

Etwas ähnliches finden wir auch im Bereich des Inzest. Man darf die Frau eines Bruders nicht heiraten, aber wenn dieser kinderlos verstorben ist, ist es eine Mitzwa (ein Gebot), die Schwägerin zu heiraten – um Kinder mit dem Namen des verstorbenen Bruders zu bekommen (indem man das möchte).

 

Es steht, dass wir keine Wolle und Leinen – Scha’atnejs – als eine Einheit in unserer Bekleidung verarbeitet, tragen dürfen, aber gleichzeitig ist das bei den Tsitzit wohl erlaubt. Einerseits steht, dass es verboten sei, an Schabbat Arbeit zu verrichten, aber andererseits schreibt die Tora vor, dass wir im Tempel täglich zwei Schäfchen opfern sollen.

Wir können G“tt nur kennen durch G“tt Selber. Deshalb ist für uns nur gültig, was die Tora uns erlaubt.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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