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DIE SPIEGEL UND DER ALTAR – Parascha Wajakhel-Pekude

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DIE SPIEGEL UND DER ALTAR – Parascha Wajakhel-Pekude

Bevor die Priester (Kohanim) das Heiligtum betraten, wuschen sie sich die Hände und Füße. Das Waschgefäß wurde mit den Spiegeln abgedeckt, die die Frauen verwendeten, um sich in Ägypten für ihre Männer schön zu machen. G“tt sagte Mosche, dass IHM das am Wichtigsten sei, da die Frauen in Ägypten sich aus sich selber heraus dazu entschieden, am Fortbestand des Jüdischen Volkes bei zu tragen, während ihre Männer verzweifelt waren.

Dank der Verdienste der mutigen Frauen blieb das Jüdische Volk bestehen, trotz der Unterdrückung. Später gaben die Frauen ihre Spiegel freiwillig als Beitrag zur Erstellung des Mischkan ab.

Awraham Ibn Esra (1092-1167) nennt diesen Beitrag einen Sieg des Geistes über den Körper. Die Jüdischen Frauen dienten G“tt dadurch, dass sie gute Taten über ein attraktives Äußerliches stellten. Sie spendeten ihre Spiegel. Kann so etwas Profanes, dass nur auf das Äußerliche ausgerichtet ist, wohl ein Gegenstand für Kedduscha (Heiligkeit) werden?

nur auf das Äußerliche ausgerichtet? 

Dieses war tatsächlich die Frage, die Mosche beschäftigte: „Die Jüdischen Frauen benutzten die Spiegel, um sich selber zu verschönern. Passt denn so etwas mondaines überhaupt in den Tabernakel“? Als Mosche diese Gaben verwarf, da sie auf Leichtsinn deuten könnten, sagte G“tt: „Nimm sie entgegen, denn die Spiegel sind MIR wichtiger, als was auch immer“.

Den körperlichen Teil nicht zu schnell entfernen

Den körperlichen Teil unseres Bestehens sollten wir nicht zu schnell entfernen oder verweigern. Die Eheschließung heißt im Judentum Kudduschin, vom Wort „Kaddosch“ (heilig)! Die Fortsetzung des Judentums durch die Erschaffung einer neuen Generation ist EINE der höchsten Ebenen, die ein Mensch erreichen kann. Wenn ein Spiegel dazu helfen kann, gibt es keinen Grund, diesen bei der Entstehung des Mischkan aus zu schlagen.

Diese Frauen erfüllten ihre Mission in Ägypten

Die Angelegenheit geht noch etwas tiefer. Der Midrasch verfasst die Liebe G“ttes zu diesen Spiegeln mit sehr bemerkenswerten Sätzen: „Mittels dieser Spiegel erfüllten diese Frauen ihre Mission in Ägypten. Als ihre Männer von der schweren Arbeit erschöpft nach Hause kamen, gaben sie ihnen zu Essen. Die Frauen nahmen dann die Spiegel und betrachteten sich selbst, mit ihren Männern, darin. Die Frauen verführten dann ihre Männer mit den Worten: „Ich bin schöner als Du“. So wurde das Jüdische Volk zahlreicher“.

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Wir sind mehr, als was der Spiegel widerspiegelt

Es gibt jedoch noch EINE tiefer gehende Bedeutung. Das Hebräische Wort für Spiegel „mar’a“ hat die gleichen Buchstaben wie „mar’e“, äußerlich. Wir verstehen, dass wir mehr sind, als was der Spiegel widerspiegelt. Der Spiegel kann jedoch nichts von unseren Empfindungen, Gedanken, Erinnerungen, Träumen oder Vorhaben verraten, an Andere vermitteln.

Jedes Mal, wenn ein Kohen (Priester) die Hände waschen und in den Spiegel schauen sollte, würde er inspiriert werden, nicht nur sein Äußerliches zu analysieren, sondern bevorzugt sein Inneres. Auch diejenigen, die zum Kohen zur Sühne in das Bejt haMikdasch (den Tempel) kamen, sollten auf die gleiche Art ins Gebet genommen werden.

Welche kamen am Meisten in den Tempel?

Menschen, die auf der Suche nach Aussöhnung mit dem Allmächtigen waren mittels der Erbringung eines Schuld- oder Sühneopfers. Wie schnell würde ein Kohen das Individuum hinter dem Sühneopfer nicht verurteilen? Wie einfach ist es, zu vergessen, dass derjenige, der eine Sünde begeht, nicht notwendigerweise ein Sünder sei?

EINE der wichtigsten Lehren der Spiegel ist, dass Menschen nicht nur das sind, was sie äußerlich zeigen. Gleich einem Kohen, der versteht, dass das Gesicht im Spiegel nicht seine gesamte Persönlichkeit ist, kann er auch seine Pilger nicht verurteilen, indem er sie allesamt als Verfehlende betrachtet.

Aufopferungsbereitschaft 

Ist das nicht die tiefer gehende Botschaft hinter den Spenden der Frauen? Ihre Standhaftigkeit und ihre Mesirut Nefesch (Aufopferungsbereitschaft) wurden von einem tiefen Glauben in die Zukunft des Jüdischen Volkes gespeist. Wenn der Prophet beschreibt, wie der Maschiach die Menschen beurteilen und einschätzen wird, betont er, dass „Er nicht nach dem, was seine Augen sehen werden, urteilen wird“ (Jesaja 11:3).

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