in

VERWÜSTUNG UND PERSÖNLICHE ENTFALTUNG – Parascha Balak

VERWÜSTUNG UND PERSÖNLICHE ENTFALTUNG - Parascha Balak
image_pdfAls PDF Speichernimage_printDrucken

בסייד

“Wie gut sind deine Zelte, Jaakow, und deine Wohnungen, Israel! (Num. 24:5).

Sonntag, der 17. Juli, ist der 17. Tammuz, der Tag, an dem die drei Wochen beginnen, die ihren Höhepunkt an Tischa BeAw, der Zerstörung des Tempels, finden werden.

spirituelle Zelte

Das Wort “Zelte” wird auf unterschiedliche Weise interpretiert. Es können spirituelle Zelte sein, d.h.

1. das Tabernakel in Silo und

2. der ständige Tempel in Jerusalem, wenn dort Opfer zur Versöhnung dargebracht werden.

Selbst wenn sie verwüstet werden, haben sie etwas Gutes an sich. Denn diese Gebäude von G’tt sind eine Art Sicherheit für das jüdische Volk. Ihre Zerstörung ist eine Sühne, denn G’tt hat seinen Zorn an Holz und Stein abgekühlt und den größten Teil des Volkes verschont. So sah der heidnische Prophet Bileam die zukünftige Beziehung zwischen HaSchem und Am Jisrael. Er war tief beeindruckt und sein Fluch verwandelte sich in eine Beracha, einen Segen.

Es gab keinen Grund, sich ständig mit anderen zu vergleichen

Andere erklären das Wort Zelte wörtlich und betonen, dass Bileam von der Art und Weise, wie die Juden lagerten, begeistert war. Er sah, dass die Eingänge ihrer Zelte nicht einander gegenüberlagen, so dass sie nicht in die Zelte der anderen sehen konnten. Dies war ungewöhnlich, weil es auf eine religiöse und moralische Überlegenheit hinwies. In ihrer Beziehung zum Allmächtigen waren sie sich selbst genug. Es gab keinen Grund, sich ständig mit anderen zu vergleichen. Die Gemeinschaft ist sicherlich wichtig, aber die individuelle Entwicklung darf nicht aus den Augen verloren werden. Die Privatsphäre ist für die Entwicklung der Persönlichkeit notwendig.

HALACHA: DER ZERSTÖRTE TEMPEL

Sonntag ist der 17. Tammuz, wenn auch verschoben. An diesem Tag ereigneten sich fünf Katastrophen:

a) Die ersten Tafeln der Zehn Gebote wurden zerbrochen, als Mosche vom Berg Sinai herunterkam, wie in der Tora beschrieben (Schemot/Ex. 32:19).

b) Das tägliche Schlachtopfer wurde gestoppt.

c) Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels wurde eine Bresche in die Stadtmauer geschlagen. Vor der Zerstörung des Ersten Tempels wurden die Mauern am neunten des Monats durchbrochen, wie es geschrieben steht (Jirmijahu 52): “Im vierten Monat, am neunten Tag des Monats, wurde die Hungersnot sehr schwer in der Stadt … und die Mauer wurde durchbrochen”, aber bei der Zerstörung des Zweiten Tempels geschah es am 17. des Monats. Außerdem wird im Talmud Jeruschalmi erwähnt, dass auch vor der Zerstörung des Ersten Tempels die Mauern am 17. des Monats durchbrochen wurden, aber aufgrund der vielen Leiden wurde das Datum verwechselt.

d) Apostumus verbrannte eine Tora-Schriftrolle.

e) Im Heiligtum des Tempels errichteten schlechte Elemente des Jüdischen Volkes ein Götzenbild. Dies führte zum Fall des Tempels und zu unserem Exil.

Report

What do you think?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

DAS DRAMA VON BILEAM - Parascha Balak

DAS DRAMA VON BILEAM – Parascha Balak

VERSUCHEN ZUR WIEDEREINFÜHRUNG DER SEMICHA - der rabbinischen Ordination - UND DES SANHEDRINDIE - PARASCHA PINCHAS

VERSUCHEN ZUR WIEDEREINFÜHRUNG DER SEMICHA – der rabbinischen Ordination – UND DES SANHEDRINDIE – PARASCHA PINCHAS