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Warum ist Ribbit (Zins) im Judentum verboten? – Parascha Behar

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Warum ist Ribbit (Zins) im Judentum verboten? – Parascha Behar

In unserem Wochenabschnitt Behar (Vaikra Kap. 25:36-37) steht, dass wenn ein Mensch Geld verleiht, er dafür kein Ribbit (Zinsen) nehmen darf. Wenn man es dennoch tut, dann übertritt der Gläubiger bis zu fünf verschiedene Verbote. Im Talmud (Baba Mezia 75b) wird dieses Verbot auch auf den Schuldner und die Zeugen des Darlehens erweitert, dass sie ebenfalls das Verbot von Ribbit übertreten.

Es stellt sich die offensichtliche Frage, was ist an diesem Verbot so besonders, dass jeder der daran beteiligt ist, das Verbot von Ribbit übertritt? 

Nicht nur, dass der Schuldner für das Darlehen bezahlen muss, dazu kommt noch, dass er das Verbot von Ribbit übertritt!?

Würden wir sagen, dass ein Mensch, welcher zum Beispiel bestohlen oder auf jegliche Art von jemandem zu Schaden gebracht wurde, zusätzlich noch irgendein Verbot übertritt?

Auch die Schuld der Zeugen des Darlehens ist nicht verständlich, machen sie denn etwas außer die Existenz der Anleihe zu bezeugen, damit der Schuldner später nicht leugnen kann, keine Anleihe genommen zu haben?

Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zuerst verstehen, warum es überhaupt verboten ist, Zinsen für eine Anleihe zu nehmen und worin unterscheidet sich diese Tätigkeit von allen anderen Dienstleistungen, für welche man Geld nehmen darf?

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Die Kommentatoren (siehe Kli Yakar) geben dafür folgende Erklärung: Zinsen sind eine sehr leichte und sichere Art und Weise ist, Geld zu verdienen. Ohne jegliche Anstrengung und mit sehr wenig Risiko (bei Juden geht man davon aus, dass sie die Schulden begleichen werden) verdient man viel Geld.

In jeder anderen Tätigkeit, besteht stets die Gefahr, dass etwas schief läuft und man ohne Unterhalt bleibt. Deswegen bleibt dem Menschen nichts anderes übrig, als sich auf G´tt zu verlassen und zu glauben, dass er ihm die nötigen Mittel schicken wird.

Im Gegensatz dazu hat ein Mensch, welcher dank Ribbit so leicht zu Geld kommt, keinen Grund mehr, sich auf Haschem zu verlassen und ihn um Hilfe zu bitten.

(Unter anderem) aus diesem Grund hat es die Tora verboten Zinsen zu nehmen, damit jeder Mensch einen Grund hat, sich auf Haschem verlassen zu müssen. 

Jetzt können wir auch verstehen, warum auch der Schuldner und die Zeuge dieses Verbot übertreten:

Dadurch, dass der Schuldner Zinsen bezahlt und die Zeugen dies sicherstellen, sind sie ebenfalls dafür verantwortlich, dass der Gläubiger keine Emuna (Glauben) und Bitachon (Vertrauen) in G´tt haben muss und dafür verdienen sie es, bestraft zu werden! 

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