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Weshalb der Name Mosche und nicht Maschuji – Parascha Waera

Weshalb der Name Mosche und nicht Maschuji - Parascha Waera
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“Und G“tt – Elokim – sprach harsch zu Mosche und sagte zu ihm: ICH bin HaSchem“ (6:2).

Rabbi Efraim Luntschits (Prag, achtzehntes Jahrhundert) geht auf die überflüssigen Wörter „und sagte zu ihm“ ein. Darüber hinaus rückt er die unterschiedlichen G“ttesnamen in ein anderes Licht oder Betrachtung.

Rabbiner Luntschits beginnt mit der Frage, weshalb Mosche nicht Maschuji hieß. Batja, die Tochter des Pharao, nannte ihn „aus dem Wasser gezogen“. Buchstäblich übersetzt, hätte das Maschuji lauten müssen.

Batja wusste dass er die Juden befreien würde

Aber er hieß Mosche, was „der Heraus Zieher“ oder „Heraus Reißer“, sogar „der Erlöser“ bedeutet. Sie (Batja) sah voraus – unbewusst – dass er die Juden befreien würde. Hätte Mosche die gleiche prophetische Sichtweise oder dieses Empfinden verspürt, dann hätte er nie ausgerufen, dass seine Mission misslungen sei. Manchmal kann man aus seinem Namen oder Fähigkeiten heraus hören, was seine Aufgabe im Leben ist.

Etwas von der Ewigkeit in sich selber entdecken

Aber was das „Befreiungstalent“ betrifft, hätte Mosche aus seinen Fähigkeiten wenig Hoffnung schöpfen können. Er war ein äußerst schlechter Redner. Deshalb hatte HaSchem mit ihm Mitleid.

Der Eröffnungssatz hat deshalb etwas Doppeltes, sowohl was die Verwendung von Wörtern wie den G“ttesname betrifft.

Der G“ttliche Name für Vergeltung (Elokim) sprach harsch zu Mosche: aus Deinem Namen hättest Du wissen sollen, dass Du für Deine Mission oder Aufgabenstellung vorbestimmt warst. Ein zeitlich eintretender Gegenwind tut hier nicht zur Sache.

Aber danach steht „wajomer Elaw“ – Er sprach freundlich zu ihm selbst. Was sich selbst betrifft – sein Unvermögen, sich zu äußern – konnte G“tt seine Verzweiflung mit empfinden.

Etwas von dieser Ewigkeit hatte er in sich selber bewahrheitet

Mosche erhielt die größte Aufgabe, die für einen Menschen bereit gestellt wurde. Mosche war der Größte aller Propheten. Er würde einen neuen Begriff oder Verständnis für das G“ttliche in die Welt bringen.

Mosche würde das übermitteln und so auch selbst zeitlos werden. Sein Name würde für immer bekannt bleiben. Etwas von dieser Ewigkeit hatte er in sich selber bewahrheitet.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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