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KORACH UND DER MIDRASCH – Parascha Korach

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KORACH UND DER MIDRASCH – Parascha Korach

„Korach, der Sohn von Jitshar, der Sohn von Kehat, der Sohn von Levi, und Datan und Awiram, die Söhne von Eliav und On, der Sohn von Pelet, die Söhne von Ruben namen…“ (Numeri/Bemidbar 16:1).

Ich möchte diese Woche Erklärungen des Midrasch zu Korachs Hochnäsigkeit oder Überheblichkeit durchgehen. Aber hierfür sind zunächst ein gutes Verständnis der Ziele und das in die Tiefe gehende der Midrasch-Literatur erforderlich.

1.      Die Verwendung des Wissens: in Midrasj geht es nicht um fernes Wissen. Der Midrasch möchte uns zur Tora mit einbeziehen. Jahrhunderte alte Werte und Normen werden im Hinblick auf das hier und jetzt (Aktualisierung) übersetzt und in die Praxis umgesetzt, indem diese Werte und Normen in der alltäglichen Realität (Realisierung) praktiziert werden.

2.      Das Ziel des Wissens: hierbei geht es dem Schüler letztendlich um die Heiligung des Lebens. Die Verantwortung gegenüber G“tt und dem Mitmenschen steht im Mittelpunkt.

 3.      Die Gemeinschaftsbedeutung des Wissens: Midrasch ist nicht, sich „mit einem Büchlein in eine Ecke verkriechen“. Es handelt sich um das gemeinschaftlich erarbeitete und erlangte Wissen, dass zusammen mit Anderen erlebt und praktiziert werden sollte.

4.      Die Seele des Wissens: die Halacha bildet die Strukturen der Jüdischen Glaubenswelt, aber der Midrasch vermittelt hiervon die Seele und das in die Tiefe gehende.

5.      Die Vervollständigung der Welt durch das Wissen um G“tt: beim Lernen des Midrasch handelt es sich um ein holistisches, harmonisches Gesamtes von G“ttesempfinden, nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet, sondern vom Empfinden der Verantwortung für die Messianische Vervollständigung der Sinn der Welt durchzogen.

6.      Sanftmut und Bescheidenheit: Das Studium des Midrasch ist als Charakterverbesserung und Veredelung des Geistes des Schülers bezweckt.

Buchstabe und Geist

Das Judentum kann als eine „Weltreligion“ bezeichnet werden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die meisten Grundsätze des Judentums, für die Lebensweisen des täglichen Daseins, auf juristischer und gesetzlicher Art ausgearbeitet. Die Methode, mit der hier umgegangen wurde, war die Talmudische Hermeneutik (die Auslegungs- oder Erläuterungsweise). Kommt vom griechischen Hermeneuma. Aber der Geist des Gesetzes wurde hierdurch keinesfalls untergraben.

Midrasch bedeutet auswählen, erforschen

Das Hebräische Wort für Hermeneutik heißt Midrasch  von der Wurzel D-R-Sch, was „Nachforschen oder Erforschen“ bedeutet. Der Midrasch kann als ein integriertes Informationssystem betrachtet werden, dass uns dazu befähigt, die Tora-Information des Berges Sinai in immer wieder neuen Lebensumständen im Licht der Zielsetzungen und der Normen der Tora, zu verarbeiten.

Die Betonung beim Midrasch liegt auf der richtigen Lebensweise, der Halacha (vom Stamm H-L-CH, was „gehen“ bedeutet). (Die Halacha wird auch als „Der Weg“ bezeichnet, womit der „richtige“ Weg gemeint wird). Anhand des Midrasch versuchen wir, „der Tora und Tradition“ die richtige Lebensart zu entnehmen, sie dort ab zu lesen.

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Aber es gibt auch einen mehr erzählenden Midrasch, den Midrasch Aggada, der die Hintergründe und die tiefere, sittliche Bedeutung erklärt von zum Beispiel den Geschichten in der Tora.

Die Suche nach der Tiefe

Der Midrasch, im gesetzlichen oder erzählenden Sinn, bleibt die Suche nach der Tiefe. Dieses Forschen – eine lebenslange Arbeit – ist manchmal ein subjektives, manchmal ein objektives Geschehen. Manchmal wird hauptsächlich auf den Buchstaben oder auf den Gesetzestext geachtet, in anderen Fällen herrschen der Geist und der tiefere Sinn vor. Die Gesamtheit an Informationen, die die Juden beim Berg Sinai erhielten, kann im Begriff Tradition zusammengefasst werden. Tradition hat meistens eine negative Begleiterscheinung: altmodisch, konformistisch, althergebracht, oder „immer schon wieder“.

Inspiration und Leitung

Für uns ist Tradition keine statische, sondern eine dynamische Gegebenheit: keine nahtlose Überlieferung und Übernahme von bestimmten Gegebenheiten, sondern eine Fortsetzung von Erfahrungen, die das Volk im Laufe der Geschichte durchlaufen  und in denen sich die religiöse Kreativität eines ganzen Volkes  entfaltet hat und sich noch immer zeigt, durch eine „Unsichtbare Hand“ von G“ttlicher Inspiration gestützt und geleitet (vergl. B.T. Pessachim 66a).

Angaben aus dem Midrasch von Rabbiner Tobias Tal

Bescheidenheit: das Basisgewürz einer jeden Religion

Korach sündigte, da er hochmütig war. Einfachheit und Bescheidenheit sind die größten Jüdischen Tugenden.  Im Talmud (Sota 4b, 5a und 5b) werden zwei ganze Seiten komplett der Bescheidenheit gewidmet. Ich greife hier und da eine einzige Bemerkung heraus:

Raw Awira sagte oft in seinen Unterrichten: „Jeder Mensch, der einen übermütigen Geist besitzt, geht seinem ewigen Untergang entgegen“.

Raw Huna und Raw Chisda besprachen einst den Vers Jesaja 57:19. Laut diesem Prophetenwort, sagte der eine, wird G“tt die bescheidenen Menschen zu Sich hinauf erheben. Oder, sagt der andere, G“tt wird Seine Herrlichkeit an ihre Seite stellen.

Den Beweis dafür: bei der Gesetzgebung der Tora ging G“tt an alle diese hohen Berge und mächtigen Hügel vorbei. G“tt wählte den relativ niedrigen Sinai und stieg darauf hinunter.

Lasse jeden Menschen, rief damals Raw Jossejf aus, für sich aus dem G“ttlichen Gedanken eine Lehre ziehen, Der an allen hohen Bergen vorbei ging, um auf den bescheidenen Sinai hinab zu steigen, und alle hohe Bäume stehen ließ, um am niedrigen Dornbusch Mosche zu erscheinen.

Korach war stolz

Stolz ist komplett Fehl am Platze: R. Elasar sagte: Wer stolz ist, wird an der Techijat Hametim, an der Auferstehung der Toten, keinen Anteil haben.

Raw Chija bar Aschi zitierte einen Ausspruch von Raw: für einen Gelehrten gehört es sich, ein Achtel eines achten Stolz zu haben. Nein, sagte Raw Nachman bar Jitzchak darauf, auch das nicht! Selbst ein Wenig Stolz ist schon verkehrt. Es steht doch deutlich geschrieben (Sprüche 16:5): „Ein Gräuel für den Ewigen ist der, der hochmütig ist?“

Der Stolz gleich einem Götzenanbeter

R. Jochanan sagte: Wer stolz ist, ist einem Götzenanbeter gleich. Er ist auch einem G“ttesleugner gleich. Das beweist die Tora bereits (Deut. 8:14): „Wenn Dein Herz hochmütig werden wird, und Du den Ewigen, Deinen G“tt vergessen wirst“.

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