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10 Plagen in Ägypten und die Wissenschaft

Der hoffnungslose Versuch G´ttes Existenz zu leugnen
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Es scheint bei den Wissenschaftlern beliebt zu sein, die 10 Plagen in Ägypten als natürliche Phänomene zu relativieren und zu erklären, warum es keine Wunder gewesen sind. Sie denken sich immer wieder Theorien aus, wie diese “Katastrophen-Kette” zustande gekommen gewesen könnte. 

Eine besondere und seltene Art von Algen (Alexandrium fundyense) hätte demnach eine Kettenreaktion ausgelöst, bei welcher sich zuerst der Nil rot verfärbte. Aufgrund der toxiden Dämpfe dieser Algen, verließen die Frösche die Gewässer und überfluteten das Land. 

Die Abwesenheit der Frösche in den Wässern hatte eine unkontrollierte Verbreitung von Insekten zur Folge und dies führte zur Läusen-Plage. Zufällig fand auf der Santorini-Insel (800 km von Ägypten entfernt) zeitgleich ein gewaltiger Vulkanausbruch statt, dessen Asche sich mit Regen vermischte und in Form von einer Feuer-Wasser-Mischung niederschlug und als Hagel wahrgenommen wurde. 

Eben diese Asche bildete eine Aschewolke, welche die Sonne verdeckte und somit die Dunkelheit verursachte. Alternativ war eine normale Sonnenfinsternis, welche “zufällig” damals stattfand, der Auslöser. 

Als Beweis bringen die Wissenschaftler ähnliche Vorfälle von Verfärbungen von Gewässern infolge dieser Alge und sogenannten “Frosch-Regen” im Jahre 1873 in Amerika und 2010 in Griechenland. Ähnliches Aussterben des Viehs wurde im 18. und 19. Jahrhundert in Afrika und Asien dokumentiert.

Obwohl ähnliche Vorfälle im Laufe der Geschichte vorgekommen sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie alle zufällig zeitgleich in Ägypten passierten, ohne die “Hand G´ttes” in Spiel

Diese Argumentation wird durch das heuristische Forschungsprinzip der Scholastik “Ockham´s Rassiermesser”, das Sparsamkeitsprinzip (law of parsimony), bestätigt. Dieses Prinzip besagt, dass so wenig wie möglich Theorien benutzt werden sollen, um ein Ereignis zu erklären. Wenn wir eine einfache Erklärung für eine Abfolge von Ereignissen haben, dann ist dies wahrscheinlicher, als mehrere, komplizierte Annahmen.

Die Beschreibung der 10 Plagen durch die Tora wird von den Wissenschaftlern anerkannt und sogar als Basis genommen, denn wenn man an der Wahrhaftigkeit dieser Beschreibung bezweifelt, dann können die 10 Plagen gänzlich geleugnet werden und müssen nicht wissenschaftlich erklärt werden. Und schon aus der Tora allein haben wir einen Beweis, dass es keine normalen Naturkatastrophen gewesen sind:

“Nehmet euch eure beide Hände voll Russ aus dem Kalkofen und Mosche werfe ihn zum Himmel vor Pharaos Augen.”

Schmot  Kap.9, Vers 8

Der Sforno (1475-1550, italienischer Kommentator der Tora) erklärt, dass es vor Pharos Augen gemacht werden musste, damit Pharao die Beulen nicht auf eine natürliche Ursache zurückführen kann, sondern G´ttes Macht darin erkennt. G´tt wusste, dass Pharao versuchen wird, die Geschehnisse auf natürliche Art und Weise zu erklären, um G´ttes Existenz nicht zugeben zu müssen, genauso wie es die Wissenschaftler heutzutage tun.

Der Drang der Wissenschaftler die 10 Plagen als Naturphänomen zu relativieren und dabei die Grenzen der Logik zu überschreiten und die Prinzipien des Argumentierens zu missachten, ist nur ein weiterer hoffnungsloser Versuch, G´ttes Existenz zu leugnen und nicht die Suche nach der Wahrheit, was sich die Wissenschaft eigentlich zum Ziel gemacht hat.  

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Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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