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Auch eine Beracha eines einfachen Menschen dürfen wir nicht als zu unbedeutend betrachten – Parascha Ree

Unsere Weisen besagten, dass „eine Beracha einer einfachen Person in Deinen Augen nicht als zu unbedeutend sein dürfe“. Im Talmud (B.T. Ta’anit 23b-24a) werden unterschiedliche Beispiele von Fällen erwähnt, bei denen die Gebete von Tzaddikim (fromme, heilige Menschen) nichts bewirkten und die Tefillot von einfachen Menschen wohl. Rabbi Mosche Feinstein leitet hieraus ab, dass auch Berachot und Tefillot von einfachen Mitmenschen im Himmel akzeptiert werden.

eine Beracha von jedem kann im Himmel einen Effekt haben

Unsere Weisen haben ebenfalls eingeführt, dass jeder den anderen, also dass wir einander, mit dem Wort „Schalom“ grüßen oder begrüßen, der unter anderem einer der Namen G“ttes ist. Dieser Gruß erfolgt mit einem der heiligen Namen G“ttes, da eine Beracha von jedem im Himmel einen Effekt haben könnte.

 

Das Gleiche gilt für die Mitzwa von Bikur Cholim, das Gebot, Kranke zu besuchen (B.T. Nedarim 40a). Bestandteil dieses Gebots ist, für das Wohlsein des oder der Kranken zu Davvenen. Diese Mitzwa gilt für jeden, auch für weniger gute Menschen. Rabbi Mosche Feinstein leitet hieraus ab, dass die Tatsache, dass man sich um den oder die Kranke Sorgen macht, eine Äußerung der Erfüllung des Gebots „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ sei. Dieser Verdienst für sich allein genügt schon, dass seine oder ihre Gebete erhört werden.

zwei Ebenen von Gebeten

In den Psalmen (Tehillim 148) steht: „G“tt ist in der Nähe aller, die sich an IHN wenden, für alle, die sich im Emmet (Wahrheit) an IHN wenden“. In diesem Passuk (Satz) sind die letzten Wörter anscheinend überflüssig. Aber es gibt zwei Ebenen von Gebeten. Für sehr fromme und heilige Menschen gilt, dass sie, selbst bevor sie gedavvent (gebetet) haben, bereits beantwortet wurden.

 

Für die einfachen Menschen gilt, dass auch ihnen zugehört wird, aber sie müssen sich etwas mehr bemühen. Ihnen wird erst während des Gebets zugehört.

Der berühmte Kabbalist, der Arisal, besagt, dass mit den Worten „alle, die sich in Emmet (Wahrheit) an IHN wenden“ Menschen gemeint werden, die in der Tat intensiv und mit voller Kavvana (Inbrunst) davvenen.

Kavvana, Imbrunst

Dass die (oft mangelnde) Andacht, gerade heutzutage, bei den Gebeten ein enormes Problem darstellt, ist bereits schon allein im Schulchan Aruch, dem Jüdischen Kodex, dem Werk, in dem alle Vorschriften, auch für und über das Davvenen, genau beschrieben sind, nachlesbar.

zumindest einer Beracha

Im Talmud (B.T. Berachot 34b) steht das auch ausdrücklich, meiner Ansicht nach unter dem Gesichtspunkt des Achtzehner-Gebets, von dem die erste Beracha (Segensspruch) Awot (Erzväter) heißt, da darin an die „Founding fathers“ des Jüdischen Volkes verwiesen wird:

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„Wenn man davvent, muss man während aller achtzehn Berachot die Andacht einhalten. Gelingt das nicht, hat man die Aufgabe, zu versuchen, bei zumindest einer Beracha die Andacht ein zu halten“.

Laut dem Talmud ist hier die erste Beracha des Achtzehner-Gebets gemeint, die Beracha über die Awot (Erzväter). Awudraham, aus dem dreizehnten Jahrhundert, erklärt, dass diese Beracha so ausdrücklich benannt wird, da in dieser Beracha über unsere Erzväter gesprochen wird, über den „großen, mächtigen und Ehrfurcht erweckenden G“tt“, was vermuten lässt, dass der Beter weiß und versteht, dass er vor G“tt steht.

heutzutage muss niemand mehr wegen Mangel am Kavvana aufs Neue beten

Rabbi Mosche Isserles (fünfzehnhundertzwanzig bis fünfzehnhundertsiebenundsiebzig) schreibt in Orach Chaim (101:1) im Namen des Tur (dreizehntes Jahrhundert), dass wir heutzutage niemand mehr wegen Mangel am Kavvana (Imbrunst) aufs Neue beten lassen.

In den Birchej Jossejf (ibid. 2) schreibt Rabbi Chaim Jossejf David Asulay, dass Rabbi Jossejf Karo die Ansicht des Tur geläufig war, er aber trotzdem anders paskente (entschied), da er der Meinung war, dass man sich – auch heutzutage – während eines einzigen Segenspruches minimal zu konzentrieren bräuchte, wenn man das wirklich wollte und seine Sinnen darauf gerichtet hatte.

 

Diese letztere Betrachtungsweise ist jedoch heutzutage  nicht mehr aktuell. Dieses kommt daher, dass man glaubt, dass auch eine Tefilla (Gebet), die ohne viel Andacht ausgesprochen wird, nachträglich gültig und annehmbar sei. Obwohl man sich a priori bewusst werden sollte, dass Davvenen ohne Kavvana (Inbrunst) ein Gebet ergibt, dass wie ein Vogel ohne Flügel ist und wenig erhebende Wirkung ergibt.

Weiter schreibt der Tur, dass man, und das hebt er hervor, bei den letzten Worten jeder Beracha der achtzehn Berachot der Schemonej Esrej (dem Achtzehnergebet) viel Inbrunst haben sollte.

Bei der Entstehung des Mischkan (des tragbaren Tabernakels in der Wüste) steht der Satz achtzehn Mal, dass die Bnej Jisraejl (die Juden) das genau befolgten, was G“tt Mosche beauftragt hatte.

Die neunzehnte Beracha (die vor ungefähr zweitausend Jahre gegen die Ketzer und Verräter innerhalb des Volkes aufgenommen wurde) steht dem „alles zusammenfassenden“ Passuk (Satz) gegenüber: „Und Mosche sah die ganze Arbeit, und sehe, sie hatten diese ausgeführt, wie G“tt das beauftragt hatte, so hatten sie es geschafft“.

die Erstellung des Tabernakels: 113

Die Zahl der Wörter, die die Erstellung des Tabernakels beschreibt, ist hundertunddreizehn. Alle Wörter am Ende der Berachot des Achtzehnergebets sind zusammen gezählt auch hundertunddreizehn. In der gesamten Tora kommt das Wort „Lev“ – Herz – auch hundertunddreizehn mal vor.

Kavvana bedeutet auch „sich ausrichten“

Hiermit wird verdeutlicht, dass unser Gefühl und unsere Liebe einen integralen Bestandteil der Errichtung eines Heiligtums bilden, das G“tt im physischen Sinne galt, aber auch einen außerordentlich wichtigen Gegenstand unserer Gebete bedeutet. Kavvana bedeutet Inbrunst, aber auch „sich ausrichten“, sich auf den Allmächtigen ausrichten und sich mit G“tt verbinden. Und dieses ist letztendlich die Quelle aller Beracha (Segen).     

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