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Baruch Hamakom und Die vier Söhne (Teil 3)

Baruch Hamakom und Die vier Söhne (Teil 3)
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Sequenzschema:

Hagada-Ordnung:        Tora-Ordnung:

1. Chagam (weise)          2. Rasha (Ex 12:26)

2. Rascha (böse)              4. Sche’eno jode’a lishol (Ex 13: 8)

3. Tam (einfache)            3. Tam (Ex 13:14)

4. Sche’eno jode’a lishol    1. Chacham (5. Mose 6:20)

(kann noch keine Fragen stellen)

Ordnung in der Bedeutung

1. Chacham (weise)

3.Tam  (einfache)

4. Sche’eno jode’a lishol (kann noch keine Fragen stellen)

2. Rasha (böse)

vier Arten von Erwachsenen 

Die vier Söhne sind eigentlich vier Arten von (erwachsenen) Menschen. Der Chacham ist der Jude, der die Kraft der Tora von G-tt lernen und erkennen will. Der Tam ist der einfache, aber gehorsame und treue Jude, der nicht viel weiß, aber den Anweisungen des Chacham folgt. Der Rasha rebelliert gegen die Autorität seiner Lehrer, der Tora und G-ttes. Er glaubt selbst entscheiden zu können, was gut und was schlecht ist. Der Sche’eno jode’a lishol macht seinen eigenen Weg, er muss niemanden etwas fragen.

Chacham: “Der weise Sohn, was sagt er?”

Die Antwort an den weisen Sohn lautet: “Man sollte nach dem Pessach-Lamm nichts mehr essen.” Das Pessach-Lamm ist das Symbol unserer geistigen Befreiung. Daher sollte der Geschmack der spirituellen Errungenschaften so lange wie möglich bei uns bleiben. Natürlich werden wir von allen möglichen irdischen Sorgen abgelenkt. Trotzdem erkennen wir, dass wir unsere spirituellen Schätze dafür nicht aufgeben können. Wir brauchen eine ständige Erinnerung an den Auszug aus Ägypten.

Was sagt der Chacham? Was sagt der Chacham anders als der Rascha?

Der Chacham sagt: “ma ha’edot vehachukim vehamishpatim asher tsiwa Hashem Elokenu etchem”. Seine Frage scheint fast die gleiche zu sein wie die Frage des Rascha!

Es gibt jedoch drei Unterschiede zwischen der Frage des Chacham und der Frage des Rasha:

1) etchem bedeutet: du, mit mir dort;

2) er spricht über HaSchem Elokenu, unseren G-tt;

3) er spezifiziert es so, dass er zeigt, dass er es gut gelernt hat, edot, chukim und mishpatim.

von einem historischen Ereignis zeugen

Edot sind Gesetze, die von einem historischen Ereignis zeugen: Das Essen von Matsot ist ein Zeugnis dafür, dass wir mit großer Geschwindigkeit aus Ägypten gerettet wurden, so dass der Teig nicht aufgehen konnte.

Chukim sind unverständliche Gesetze, wie beim Pessach-Opfer, dessen Knochen nicht gebrochen werden dürfen.

Mishpatim (die sozialen Gesetze) sind auch im Seder zu sehen, zum Beispiel, wenn jeder am Anfang „kol dichfin jete vekraol“ einlädt, kann jeder, der hungrig ist, kommen und essen.

Alle drei Aspekte sind im Seder vorhanden und daher fragt der Chacham, was Edot, Chukim und Mishpatim sind.

“Weaf ata emor lo” – die Eltern müssen noch die Antwort ergänzen, die an den Chacham in der Tora gerichtet ist (Dewarim/Deut. 6:21) und die man wissen soll. “Weaf ata” nicht nur die Tora, sondern auch du musst ihm “kehilchot Pessach” sagen.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

Baruch Hamakom und Die vier Söhne (Teil 2) (2)

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Pessach 5780

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