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CORONA LEHRT UNS, WER DIE WELT FÜHRT!

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Alle stellen sich die große Frage: Warum brachte G´tt CORONA über unsere Welt?

Noch vor einigen Monaten war alles in Ordnung und plötzlich hat sich unser Leben drastisch verändert. Wenn uns jemand noch vor einem halben Jahr gesagt hätte, dass bald eine Pandemie ausbrechen wird, welche die WHO zwingen wird, den internationalen Gesundheitsnotstand auszurufen und den Finanzmarkt in den Ruin treiben wird, dann hätten wir diese Person ausgelacht, aber jetzt ist uns nicht zum Lachen zumute.

Ein Land nach dem anderen erklärt den gesundheitlichen Notstand und manche Länder (wie zum Beispiel Italien) sind vollkommen überwältigt und der Herausforderung nicht gewachsen. Krankenhäuser sind überfüllt und die Ärzte machtlos. Wir müssen zusehen, wie sich das Virus in der Welt verbreitet und sich immer mehr Menschen infizieren. Forscher aus der ganzen Welt sind rund um die Uhr damit beschäftigt sind, eine Impfung gegen COVID-19 zu entwickeln, aber bis es soweit ist und für die Bevölkerung verfügbar sein wird, kann es noch Monate dauern. 

Die Situation verschlimmert sich jeden Tag und Panik breitet sich zwischen den Menschen aus, aber wir dürfen nicht vergessen, dass alles von G´tt kontrolliert wird und nichts von allein passiert. Niemand kann mit Sicherheit sagen, warum G´tt dieses neuartige Virus in unsere Welt gesetzt hat, aber wir sind davon überzeugt, dass G´tt alles zu unserem Guten tut. Was uns bleibt, ist ihm zu vertrauen und aus den aktuellen Geschehnissen zu lernen:

In unserem Zeitalter ist die Menschheit sehr stolz und das nicht umsonst: Medizin, Technologie und Wissenschaft sind auf dem höchsten Stand und finanziell ist bzw. war die Situation sehr stabil. Wenn wir so klug sind und es allen so gut geht, braucht dann jemand noch G´tt? 

Menschen planen, organisieren und arrangieren und sind sich sicher, dass es so kommen wird. Aber wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht und vergessen, wer wirklich die Stricke der Welt in den Händen hält. Mit einer winzigen Kreatur, für welche man ein Mikroskop braucht, um sie zu erkennen, hat uns G´tt bewiesen, dass er der wahre Führer der Welt ist und nicht der Weltmarkt oder ähnliche Institutionen, welche von heute auf morgen zusammenbrechen können. 

In Talmud (Traktat Gittin 56b) wird über Titus, den römischen Heerführer und späteren Kaiser, berichtet, welcher den 2. Tempel zerstört hat. Nachdem er die kostbaren Gefäßer geplündert und in die “Parochet” (Vorhang, zwischen dem Kodesch und Kodesch Kodaschim) eingewickelt hatte, bestieg er ein Schiff nach Rom, um sich dort feiern zu lassen. Während der Fahrt begann plötzlich ein Sturm, welcher das Schiff zu versenken drohte und Titus verstand, dass es kein natürlicher Sturm ist. Er schrie zum Himmel: “G´tt, bist du nur auf dem Meer stark? Pharao in Ägypten hast du im Meer versenkt und Sisra hast du im Fluß ertränkt, komm aufs Land und ich werde dort mit dir kämpfen!” Der Talmud fährt fort, dass anstatt Titus auf der Stelle für diese Frechheit zu töten, schickte G´tt, sobald dieser das Land betrat, eine Mücke und sage “Hier ist die kleinste Kreatur in meiner Welt, mal sehen wie du gegen sie kämpfen wirst…” Die Mücke gelang durch Titus Nase in dessen Gehirn und saugte sieben Jahre lang sein Blut bis dieser schließlich an den Folgen starb.

Wir sehen, dass G´tt keine Blitze oder sonstige gewaltigen Waffen braucht, um dem Menschen zu beweisen, dass er die Welt regiert und ein winziger Virus ausreicht, um diese Welt ins Chaos zu versetzen. Die Wege G´ttes sind uns verborgen, aber diese Lektion können wir sicherlich aus der aktuellen Situation lernen, dass es nur einen Herrscher auf dieser Welt gibt und ihm die coronam (Krone auf Latein) gebührt!   

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Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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