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Wir leiden unter Corona, aber die messianischen Merkmale Israels werden immer deutlicher

Wir leiden unter Corona, aber die messianischen Merkmale Israels werden immer deutlicher
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Ich war wegen der Corona-Probleme schon lange nicht mehr in Israel, aber in den guten alten Zeiten, als wir noch reisen konnten, kam ich immer überrascht und erstaunt zurück. Was für ein Land! Die vielen Wahlen waren nicht die beste Zeit. Hin und wieder werden harte Worte gesagt. In den Vereinten Nationen werden ständig Resolutionen gegen Israel verabschiedet und Berichte mit den grausamsten Anschuldigungen veröffentlicht.

Biblische Orte und Ereignisse erhalten klare Dimensionen

Glücklicherweise nimmt unser heiliges Land allmählich messianische Züge an. Die religiöse Bedeutung und Erfahrung wird immer intensiver. Zum Verständnis der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur ist viel Hintergrundwissen erforderlich. Glücklicherweise ist Geschichte überall angesagt. Die Ausgrabungen erwecken alte Daten aus der Bibel wieder zum Leben. Biblische Orte und Ereignisse erhalten klare Dimensionen.

Die Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft

Mein Sohn Shraga kommt mit einem Text aus Nechemia herein, der die Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft, die Zeit von Esra und Nechemia (vor ungefähr 2.400 Jahren) beschreibt. Es wird in Düften und Farben über die enorme Opposition beim Wiederaufbau Jerusalems erzählt. Eifersucht, Neid, Verrat, Hass und falsche Nachrichten (fake news) waren an der Tagesordnung. Heute erleben wir die gleichen Bedingungen wie zuvor. Die Parallelen sind zu klar.

Das Land zu bewohnen und zu kultivieren

Das Schöne an Tenach, der hebräischen Bibel ist, dass sie nicht nur eine hoffnungsvolle Perspektive bietet, wenn wir an der jüdischen Verheißung und dem Gebot festhalten, das Land zu bewohnen und zu kultivieren, sondern, weil es auch eine messianische Perspektive bietet. Bitte lesen Sie mit mir aus Kapitel 3 von Nechemia. Ich gebe es sehr kurz wieder.

Eine sichere heilige Stadt bauen

Als die Mauer von Jerusalem wieder aufgebaut wurde, kam die Arbeit gut voran, weil die Menschen mit aller Kraft eine sichere heilige Stadt bauten. Aber Sanballat, Tovia, die Araber und die Ammoniten hörten vom Erfolg des Wiederaufbaus. Sie wurden wütend und planten, die neue jüdische Siedlung anzugreifen und alle in Panik zu versetzen. Die Juden beteten zu G-tt und wurden rechtzeitig gewarnt, die tückischen Angriffe abzuwehren. Jeder war bewaffnet und mutig. G-tt hatte ihre Angriffspläne vereitelt und verhindert, dass sie getötet wurden. Die Arbeit wurde wieder aufgenommen. Aber von da an wurden die Menschen in Soldaten und Arbeiter aufgeteilt.

Viele soziale Missbräuche korrigiert

Die Bauarbeiter arbeiteten von früh morgens bis spät abends. Nechemia regierte die Menschen und kümmerte sich um die Armen. Viele soziale Missbräuche wurden während seiner Regierungszeit korrigiert. Es folgen verschiedene Geschichten über Bedrohung und Einschüchterung. Die Feinde schlugen vor, dass es Neuigkeiten gäbe, dass die Juden gegen den König von Persien rebellieren wollten und dass Nechemia der neue König werden wollte. Aber Nechemia ließ sich nicht entmutigen und hielt sich tapfer.

Alle haben Buße getan

Die jüdische Geschichte und die Tora-Vorschriften wurden dem Volk vorgelesen. Alle haben Buße getan. Es wurde versprochen, das Gesetz der Tora zu halten. Nechemia beschrieb ein zyklisches Muster, das den immer wiederkehrenden geistigen Niedergang des jüdischen Volkes kennzeichnet: Der Wohlstand der Juden führte sie zur Rebellion gegen G-tt, sie missachteten die Tora. Die Warnungen der Propheten wurden ignoriert. Erst als sie sich wieder G-tt zuwandten, erlangten sie ihre Unabhängigkeit zurück und die Dinge verbesserten sich geistig und körperlich.

Jerusalem ist das geistige Auge des Universums

Wir lernen aus dieser Geschichte, dass wir niemals aufgeben sollten, wenn wir aufrichtig G-ttes Wege folgen und schließlich von der bitteren und ungerechten Kritik und demütigenden Verfolgung in messianischen Zeiten befreit werden, in denen G-tt sein Königreich auf Erden und wieder für alle errichten wird. Es wird sichtbar sein. Die Menschheit wird sich an G-ttes Vorschriften halten. G-ttes Lehren werden von Zion aus fortgesetzt. Der Dritte Tempel wird eine Quelle des Segens für die ganze Welt sein. Jerusalem ist das geistige Auge des Universums und der physische Nabel der Welt, von dem aus G-ttes Wort und Segen auf der ganzen Welt verbreitet werden.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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