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Die innere Sehnsucht erwecken

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Der Ramchal lehrt uns im Mesillat Yesharim (Kapitel 7) eine sehr kraftvolle Idee und Technik, den Eifer betreffend. Wie überall in seinem Buch klingen seine Worte auf den ersten Blick einfach, offenbaren aber, betrachtet man sie wieder und wieder, ungeahnte Tiefen und eine große Durchschlagskraft. Und um diese geht es wortwörtlich iim Folgenden, wo er schreibt:

Du weißt bereits, dass das, was im Dienst G-ttes, möge Sein Name gesegnet sein, am meisten gewünscht wird, das Verlangen des Herzens und die Sehnsucht der Seele ist.

Diesbezüglich lobte König David seinen Anteil, indem er sagte (Tehillim 42:2):

“Wie eine Hindin lechzt nach Wasserquellen, so lechze ich nach dir, o G-tt.”

…Aber was einen Menschen angeht, in dem diese Sehnsucht nicht so brennt, wie sie sollte, für ihn ist es ein angemessener Rat, dass er durch Willenskraft mit Eifer handle, damit dies ein inneres Erwachen dieser Sehnsucht in seiner inneren Natur bewirkt.

Denn die äußere Bewegung liegt mehr in seiner Macht als die innere. Wenn er also das ausübt, was in seiner Macht steht, wird dies dazu führen, dass er auch jenes erlangt, das nicht in seiner Macht steht.

Die Kraft des äußerlichen, durch den freien Willen, feurigen Handelns, wird eine innere Freude in ihm erwecken und ein Verlangen und eine Sehnsucht. Dies ist es, was der Prophet sagte (Hoshea 6:3):

“…lasst uns nachjagen der Erkenntnis des Ewigen.”

Was hier erst einmal nach einem einfachen Ratschlag klingt, sich etwas schneller zu bewegen, damit man “in Fahrt kommt” ist in Wahrheit ein Trigger, der, mit der richtigen Intention, zu einer kompletten Umwälzung in spirituellen Welten führt.

So kommentiert Shaarei Tzion 149 :

“eine innere Freude wird in ihm erwachen” – das ist so, weil ein winziger Riss (in) der Grobheit des physikalischen, der durch Eifer erzeugt wird, den Schleier von der Sehnsucht der Seele entfernt und ihr Durst (dadurch) durchbricht und aufsteigt, um sich dem gesegneten Schöpfer zu nähern.

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Written by Daniel Ben Noach

Mein Name ist Daniel, ich bin 32 Jahre alt (ich werde diesen Monat 33) und befasse mich seit 2015 aktiv mit jüdischen Themen und insbesondere auch den noachidischen Geboten.

Mein Hauptaugenmerk ist dabei vor allem auf die Mussar-Lehre des Judentums gerichtet, also alles was mit Moral, Ethik und Charakterentwicklung zu tun hat, und wie das Thema von den jüdischen Weisen schon Jahrtausende gelehrt wird, und wie geschrieben steht:

"Höre, mein Kind, die Disziplin (Mussar) deines Vaters und verlasse die Lehre (Torah) deiner Mutter nicht." (Mishlei 1,8)

Es steht ebenso geschrieben (Kohelet 12,13):

"Die Summe aller Dinge, wenn alles bedacht ist: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das ist die ganze Pflicht des Menschen."

Was ist Gottesfurcht?

Sie ist der Schatz, wie es in Yeshaya 33,6 heißt. Und diesen gilt es zu heben, so wie geschrieben steht:

"...Wenn du nach ihr strebst, wie nach Geld, sie suchst wie verborgende Schätze - dann wirst du die Furcht Gottes verstehen..."

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