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Die Uneinigkeit zwischen Kain und Hewel war im Grunde genommen einem ideologischen Streit – Parascha Bereschit

Parascha Bereschit/Genesis (I: 1-6:8)

Die Uneinigkeit zwischen Kain und Hewel war im Grunde genommen einem ideologischen Streit

 „Und dann stand Kain gegen seinen Bruder Hewel auf und tötete ihn“

(4:8)

Die Uneinigkeit zwischen Kain und Hewel (Abel) war im Grunde genommen einem ideologischen Streit. Beide hatten über die Aufgaben und Pflichten des Menschen in dieser Welt nachgedacht.

Kain meinte, dass diese Welt nicht nur so ohne weiteres ein physisches Universum bildet. Der Mensch kann und darf davon sofort genießen – carpe diem – pflück den Tag! – und erst danach soll er G“tt für seine Güte danken.

Diese Sicht auf das Leben wird im Pasuk beschrieben: „Aber nach Ablauf von Jahren erbrachte Kain von den Früchten der Erde“ (Gen. 4:3). Nachdem er von den irdischen Erzeugnissen genossen hatte, erbrachte er eine Opfergabe als Dank. Kain opferte bewusst gerade Erdfrüchte, um klar zu stellen, dass auch das Grundnahrungspaket ein Himmlisches Geschenk sei.

Opfern noch bevor man von dieser Welt genießt

Sein Bruder Hewel dagegen meinte, dass kein wesentlicher Unterschied zwischen Ruchniut und Gaschmiut (Spiritualität und Körperlichkeit) bestehen würde. Noch bevor man von dieser Welt genießt, hätte man schon an G“tt zu opfern. Deshalb steht da geschrieben, dass „auch Hewel von den Erstgeborenen seines Kleinviehs als ein Opfer für HaSchem erbrachte“ (Gen. 4:4).

Hewel erbrachte sein Opfer nicht nach Ablauf des Genusses – wie Kain – sondern gerade, bevor er von dieser Welt genoss. Hewel opferte die prächtigsten Tiere, um G“tt für das Irdische zu danken, dass sofort bei seiner Verwendung in Spiritualität umgewandelt zu werden hat. Deshalb beeilte er sich und opferte sofort, damit alles, was hinterher kommen würde, klar und deutlich im Dienste der Religion stehen würde.

Bereits sofort auf das Himmlische ausrichten 

G“tt akzeptierte die Ansicht von Hewel. Bei den Genüssen dieser Welt sollte man sich bereits sofort auf das Himmlische ausrichten. Deshalb sprach ER zu Kain: „Ist es nicht so, dass wenn Du Gutes tust, es eine Steigerung gibt und wenn Du nicht Gutes tust, am Anfang die Sünde lauert; Du hast eine Sehnsucht nach ihr, aber Du wirst über sie herrschen“ (Gen. 4:7). Indem Du Dich a-priori und andauernd auf den Willen G“ttes ausrichtest, gibt es in der Tat eine Steigerung: das Irdische wird auf eine höhere Ebene gesteigert.

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Negative Energie positiv steuern 

Aber wenn wir nicht Gutes tun und das Irdische wie eine gesonderte Einheit, losgelöst vom Himmlischen, betrachten – dann lauert dort die Sünde. Die physischen Gelüste und Leidenschaften lassen uns bis zur Öffnung des Grabes sündigen. „Nach denen ist deren Verlangen“ bedeutet, dass wir diesen irdischen Vergnügungen nach jagen, aber „Ihr werdet über sie herrschen“ zeigt auf, dass wir die negative Energie positiv steuern können, wenn wir immer Leschejm Schamajim – mit den Augen zum Himmel – anklicken.

Körper und Geist: zwei getrennte Welten

Kain fand, dass der Körper und der Geist zwei getrennte Welten bilden und Spiritualität zu den Höheren Sphären gehöre. Deshalb meinte er, dass wenn er seinen Bruder ermorden würde, er ihm nur einen wirklichen Gefallen machen würde, indem dadurch seine Seele die Freiheit erhielte, nach Gan Eden zurück zu kehren, dem Paradiesischen Ursprung des Geistes. DORT sei der Ort der Spiritualität!

Deshalb meinte Kain, dass die Ermordung von Hewel kein Verbrechen sei. Hewel war vollständig geistig weg getreten oder hatte die irdische Realität verlassen und er gehörte, als sein zu Hause, in eine Höhere Welt.

Hewel war vollständig geistig weg getreten

Als G“tt ihn (Kain) fragte: „Wo ist Hewel, Dein Bruder?“, antwortete Kain, dass er das nicht wüsste: „Bin ich denn meines Bruders Hüter?“. Natürlich wusste Kain, dass er Hewel ermordet hatte. Aber Kain dachte, dass er sich nicht darum zu kümmern hätte, dass sein Bruder in dieser irdischen Wirklichkeit behütet werden sollte und am Leben bleiben. Der Ort für Menschen, die sich geistig entfernt hätten, sei in Höheren Welten.

Diese Welt erträgt keinen Mord

G“tt antwortete ihm: „ Die Stimme des Blutes Deines Bruders schreit aus der Erde zu Dir“ (Gen. 4:10). Diese Welt erträgt keinen Mord. Deshalb war die Strafe: „ Die Erde wird Dir ihre Kraft nicht mehr geben. Du wirst über die Erde umher ziehen“. Kain würde keine Quelle gesicherter Einkünfte mehr haben und immer zu G“tt für sein tägliches Brot Dawwenen (beten oder flehen) müssen.

Hiermit zeigte G“tt dem Kain unmissverständlich, dass ER die Art des G“ttesdienstes oder der G“ttesverehrung von Hewel mehr schätzte. Auch in dieser physischen Welt sollten selbst das Essen und das Trinken zu einem Opfer an G“tt gesteigert werden. Bei allem soll man Leschejm Schamajim, für G“tt, tätig sein.

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