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Einblicke in Raschi – DER RICHTIGE UMGANG MIT MISCHPATIM – Parascha Mischpatim

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Einblicke in Raschi – DER RICHTIGE UMGANG MIT MISCHPATIM – Parascha Mischpatim

“Dies aber sind die Rechtsordnungen, die du ihnen ausführlich auseinandersetzen sollst.”

(Schmot 21:1)

Raschi, 21:1: sv. Dies aber sind die Rechtsordnungen: “Wann immer es heißt: ‘dies’, schließt es aus, was vorher war; (wenn es heißt) ‘dies aber‘, kommt es hinzu, was vorher war; so wie das, was vorher war, vom Sinai war, so waren auch diese vom Sinai: Und warum wurde der Abschnitt über die Geldgesetze mit dem Abschnitt über den Altar verbunden? Um euch zu sagen, dass ihr einen Sanhedrin (jüdisches Gericht) neben den Tempel stellen sollt.”

Parascha Mischpatim behandelt größtenteils monetäre und zivile Gesetze – Raschi schreibt, dass die Tora mit den Worten “dies aber” den Inhalt der Parascha mit der Übergabe der Tora in der vorherigen Parascha verbindet. Es geht darum zu lehren, dass so wie die Zehn Gebote am Berg Sinai gegeben wurden, so wurden auch die Mischpatim (Gesetze) (siehe 1. unten) der Parascha am Berg Sinai gegeben. Die offensichtliche Frage ist, warum die Tora betonen muss, dass von allen Mizwot die Mischpatim im Besonderen am Sinai gegeben wurden? In der Tat wissen wir, dass die ganze Tora am Sinai gegeben wurde (siehe 2. unten), warum gab also die Notwendigkeit zu betonen, dass auch die Mischpatim dort gegeben wurden?

Um dies zu beantworten, ist es wichtig, die unterschiedliche Art und Weise zu verstehen, in der Menschen die Gesetze betrachten, die Bein Adam LeMakom (zwischen Mensch und G-tt) sind, im Gegensatz zu denen, die in die Kategorie von Bein Adam Lechaveira (zwischen Mensch und Mensch) (siehe 3. unten) fallen. Es kann eine Tendenz geben, die Gesetze, die Bein Adam LeMakom sind, als von einer göttlichen Quelle stammend zu betrachten. Gesetze, die Bein Adam Lechaveira (siehe 4. unten) sind, wie z.B. Geld- und Zivilgesetze, entstammen jedoch dem menschlichen Intellekt. In der Tat führt jede Gesellschaft, unabhängig von ihren religiösen Überzeugungen, solche Gesetze ein, um eine funktionierende Gesellschaft zu erhalten. Dementsprechend hielt es die Tora für wichtig zu betonen, dass, so wie die Zehn Gebote rein aus der göttlichen Weisheit stammen, so stammen auch die Geld- und Zivilgesetze rein aus der gleichen Quelle, auch wenn sie oft mit menschlicher Logik übereinstimmen.

Auf diese Lektion wird auch im zweiten Teil von Raschi angespielt, wo er ableitet, dass der Sanhedrin (siehe 5. unten) neben dem Tempel sein muss. Der Sanhedrin urteilt über alle größeren geldlichen und zivilen Streitigkeiten, die entstehen. Die Tora will damit betonen, dass Geldgesetze genauso in den Bereich der Spiritualität gehören wie die Gesetze, die den Tempel betreffen.

Die Frage bleibt, warum ist dies eine so wichtige Lektion, dass die Tora zwei Anspielungen darauf im ersten Wort der Parascha macht? Es scheint, dass, wenn eine Person die monetären und zivilen Gesetze auf eine andere Weise betrachtet als die Bein Adam LeMakom Mizwot, dann wird es einen großen Einfluss darauf haben, wie er sich in diesen Bereichen verhält. Das erste Ergebnis dieser Einstellung ist, dass er mit beträchtlicher Yiras Schamayim (Furcht vor dem Himmel) in den mehr direkt “G-tt-bezogenen” Mizwot wie Schabbos und Kaschrus handeln kann. Dies zeigt sich in seiner Bereitschaft, über diese wichtigen Mizwot zu lernen und um halachische Führung zu bitten, wenn es irgendeine Frage des Zweifels gibt. Wenn es jedoch um monetäre Fragen geht, ist es weit weniger üblich, dass jemand den gleichen Ansatz verfolgt. Eine Person kann, zumindest unbewusst, solche Fragen als außerhalb des Geltungsbereichs der Tora betrachten. Die Folge davon ist, dass er an diesem Aspekt seiner Avodat HaShem (G-ttesdienst) nicht mit der gleichen Anstrengung arbeiten wird wie an anderen Bereichen. In diesem Sinne bezeugte eine bekannte halachische Autorität, dass ihm im Vergleich zu anderen Bereichen des jüdischen Rechts selten Fragen zu Geld- und Zivilgesetzen gestellt werden.

Raschi zeigt in seinen beiden Kommentaren, dass diese Herangehensweise höchst fehlerhaft ist – im Grunde sollte eine Person die Mischpatim (eine Kategorie der Gesetze) genau so angehen, wie sie alle anderen Aren der Tora angeht. Der Rabbiner, der uns mehr als jeder andere in den letzten Generationen daran erinnert hat, war Rav Yisrael Salanter zt”l. In der Tat bezeugte sein großer Schüler, der Alter von Kelm zt”l, folgendes: “Unser Meister, gesegneten Andenkens, erleuchtete die Augen des Exils mit seiner Untersuchung und seinem Wissen in den Gesetzen von Geld, Diebstahl und Schadenersatz. Darin war er einzigartig in diesen Generationen”. (siehe 6. unten) Dies ist eine besonders bemerkenswerte Aussage, da Rav Yisrael vor allem dafür bekannt war, eine ganz neue Bewegung zu initiieren – nämlich das Konzept des Mussar-Lernens. Dennoch betonte der Alter die Einzigartigkeit Rav Yisraels in seiner Betonung der Geldgesetze.

Sogar innerhalb seines Mussar-Ansatzes betonte er die Arbeit an der Ehrlichkeit auf die gleiche Weise wie die Arbeit an anderen Bereichen des spirituellen Wachstums. An einem Erew Jom Kippur verbrachte er sechs Stunden am Stück damit, mit enormer Inbrunst den Spruch der Chazal zu lernen: “Von einem Sack voller Sünden ist Diebstahl der erste, den man anklagt.” (siehe 7. unten) Er tat dies, weil er erkannte, dass ein Mensch kein wahrer Eved HaShem (G-ttes Sklave) sein kann, wenn er nur an solchen Bereichen wie Tora-Lernen, Gebet und Schabbos-Einhaltung arbeitet. Natürlich sind sie essentiell für die eigene Avoda (Dienst/Arbeit), aber wenn eine Person in diesen Bereichen überragend ist, aber gleichzeitig lax mit dem Geld oder dem Eigentum anderer Leute umgeht, dann fehlt es ihr sehr.

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Wie es oft der Fall ist, ist der erste Schritt, um sich in diesem wichtigen Bereich zu verbessern, das Erlernen der Gesetze und der Haschkafa (Anschauung), die sich darauf beziehen – dazu gehört der Respekt vor dem Eigentum anderer Menschen, die Vorsicht beim Bewachen von geliehenen Gegenständen, Ehrlichkeit in Geldangelegenheiten und das Vermeiden jeder Andeutung von Diebstahl. Auf diese Weise kann eine Person ein erhöhtes Bewusstsein für diesen wichtigen Teil der Tora entwickeln.


Quellen aus dem Text:

1) Der Begriff Mischpatim bezieht sich im Allgemeinen auf Geld- und Zivilgesetze.

2) Traktat Brachot, 5a.

3) Übersetzt als “zwischen Mensch und G-tt” (“Makom” ist einer von G-ttes Namen). Dies bezieht sich auf Gesetze wie das Gebet, die Gesetze des koscheren Essens und die Gesetze der Familienreinheit.

4) Übersetzt als “zwischen Mann und seinen Freund”.

5) Das höchste jüdische Gericht, das es zu Zeiten des Tempels gab.

6) Buch „Funken von Mussar“, Rav Chaim Ephraim Zaitchik, S.32.

7) Ebd.

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