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Gerade in Ägypten würde Jaakow zu einem enormen Volk heranwachsen – Parascha Wajigasch

Gerade in Ägypten würde Jaakow zu einem enormen Volk heranwachsen - Parascha Wajigasch
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„Darauf sprach ER: ICH bin der G“tt Deines Vaters; fürchte Dich nicht, nach Ägypten herab zu steigen, denn ICH werde Dich dort zu einem großen Volk machen. Ich steige mit Dir nach Ägypten ab und werde Dich auch zurück bringen“ (46:4).

Ja’akov fürchtete sich nicht so sehr Israel zu verlassen, da auch Avraham, sein Großvater, zu Zeiten der Hungersnot nach Ägypten hinabgestiegen war. (Das kann spirituell gesehen werden und nicht unbedingt aus territorialen Höhenunterschieden. Man verlässt das Land seines Glaubens).

Jitzchak wollte Israel tatsächlich nicht verlassen, aber das kam durch die Akeda, durch die Bindung und „Beinahe-Opferung“, wodurch er ein sehr heiliger Mensch geworden war. Ja’akov befürchtete nur, dass er in Ägypten kein großes Volk werden würde, da Avraham zugesagt war, dass er nur in Israel zu einem großen Volk werden würde:

HaSchem sprach zu Avraham“: „Gehe aus Deinem Land weg, verlasse Dein Geburtsland und Deine Familie und gehe in das Land, dass ICH Dir zeigen werde. ICH werde Dich zu einem großen Volk machen. ICH werde Dich segnen…(12:1-2).

Jetzt glaubte Ja’akov G“tt, dass er gerade in Ägypten zu einem enormen Volk heranwachsen würde.

Die Beisetzung in Israel

Aber dieser Passuk (Satz) beinhaltet noch einen anderen Gedanken. Raschi erklärt: „G“tt versprach Ja’akov mit diesen Worten, dass er im Heiligen Land begraben werden würde“. Raschi muss das wohl erklären, da HaSchem (G“tt) zwei unterschiedliche Aussagen bei SEINER Zusage, mit ihm nach Ägypten herab zu steigen und ihn zurück zu bringen, verwendet.

Es steht da nämlich: „ICH steige mit Dir nach Ägypten herab und ICH werde Dich auch zurück bringen“.

Bei seinem Abstieg (also auf seinem Weg) nach Ägypten ging Ja’akov aus eigener Kraft. Deshalb besagt G“tt, dass ER mit ihm herabsteigen wird. Aber über den Rückweg sagt G“tt: „ICH werde Dich nach oben bringen“. Ja’akov würde also nicht aus eigener Kraft nach Israel zurück kehren. G“tt würde ihn also zurück kehren lassen, um in Israel begraben zu werden. Unsere Verbindung zu Israel bleibt wichtig, selbst nach diesem irdischen Leben.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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