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Halachot für Kiddusch Levana – Heiligung des Mondes

Halachot für Kiddusch Levana - Heiligung des Mondes
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“Diese Mondeserneuerung sei euch Anfang von Neumonden, er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres” (Schmot Kap.12, Vers 2)

Zu Beginn eines neuen Monats wird die Erneuerung des Mondes “geheiligt” (daher “Heiligung des Mondes”) und es wird ein besonderer Segenspruch (Seite 170 im Judentum.Online-Siddur) gesprochen. Im Talmud (Sanhedrin 42a) wird die pünktliche Heiligung des Mondes mit dem Empfangen der G´ttlichen S´china (Präsenz) verglichen und es ist offensichtlich, dass es sich dabei um eine sehr besondere Prozedur handelt. 

Hier eine Liste der wichtigsten Halachot für Kiddusch Levana:

  1. Kiddusch Levana muss in der Nacht gesagt werden, weil der Mond nachts am stärksten strahlt
  2. Kiddusch Levana sollte unter freiem Himmel stattfinden, unter einem Baum oder Regenschirm ist ebenfalls erlaubt (falls es nicht unter freiem Himmel gemacht werden kann z.B. aufgrund des Wetters, dann kann man es durch ein offenes Fenster machen und im Notfall auch durch ein geschlossenes Fenster)
  3. Der Mond muss sichtbar sein und nicht durch dicke Wolken verdeckt sein
  4. Es ist üblich Kiddusch Levana am Mozei Schabbat (Ausgang des Schabbats) zu sagen, weil man feierliche Kleidung trägt
  5. Kiddusch Levana darf spätestens bis zum 15. Tag nach der Erneuerung des Mondes gesagt werden, weil der Mond danach beginnt sich wieder zu verkleinern
  6. Kiddusch Levana sollte im Beisein eines Minyans gesagt werden, kann aber auch alleine gesagt werden
  7. Während des Segenspruchs soll man in die Gebetsrichtung stehen (in Europa nach Osten) 
  8. Kurz vor dem Segenspruch sollte man auf den Mond schauen, damit sich der Segenspruch darauf bezieht
  9. Es ist üblich nach dem Segenspruch die in den Siddurim gedruckten Psalmen zu sagen und anschließend das “Alenu Leshabeach”  

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Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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