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Hallel – TEXT HAGADA – Teil 27

Hallel - TEXT HAGADA - Teil 27
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Nepotismus?

In Hallel wird auf die Spaltung des Roten Meeres und die Offenbarung auf dem Berg Sinai verwiesen. Der Midrasch erzählt, dass die Engel G-tt fragten, warum er die Juden über die Ägypter am Roten Meer stellte, da die Israeliten auch Götzendienst praktizierten. G-tt antwortete: “Die Juden haben es unter Zwang getan, während die Ägypter es aus freiem Willen getan haben.”

Heute entschuldigen wir uns für schlechtes Benehmen, indem wir auf die Umstände und die unglückliche Kindheit des Täters hinweisen. Es ist jedoch bekannt, dass Rückfälle – die auf das alte schlechte Verhalten zurückgreifen – bei Menschen häufig sind, die sich unsozial oder asozial verhalten.

Selbst nachdem sie die Gelegenheit hatten, ihr Verhalten zu verbessern, und unter psychologische Anleitung gestellt wurden, um die Unterscheidung zwischen Gut und Böse zu lernen, kehren viele zu unsozialem Verhalten zurück.

Bedauern Sie die Vergangenheit, gute Absichten für die Zukunft

Die Antwort an die Engel, die die Umstände milderten, unter denen die Juden in den Götzendienst fielen, ist also nicht so relevant, wenn die Juden die Tora danach nicht begeistert angenommen und sich ganz einem spirituellen Leben gewidmet hätten. Die Macht von Teshuwa ist enorm, aber wenn Reue überzeugen soll, müssen wir klarstellen, dass wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben und jetzt mit völlig anderen Prinzipien weitermachen.

Deshalb antwortete G-tt auf Mosches Frage, mit welchem Sechut (Verdienst) das jüdische Volk aus Ägypten befreit wurde: “Sie werden mir auf dem Berg Sinai dienen” (Schemot/Ex. 3:12). Es reicht nicht aus, die Vergangenheit einfach abzulehnen. Wir müssen eine völlig neue Gewohnheit annehmen.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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