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Jeder Mensch macht einen Unterschied! – Parascha Nasso

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Jeder Mensch macht einen Unterschied! – Parascha Nasso

Die Tora geht in der Regel sehr sparsam mit dem Gebrauch von Worten um und jedes scheinbar überflüssiges Wort hat stets eine besondere Bedeutung. Zahlreiche Ereignisse und Ge-und Verbote werden aus einem Wort entnommen und manchmal sogar aus einem einzigen Buchstaben. 

Der Versuch Avraham zu verbrennen, dafür dass er den Götzendienst ablehnte, wird in der Tora nicht explizit erwähnt und nur mit einem Wort angedeutet. Die Pflicht des Schächtens steht ebenfalls nicht ausdrücklich in der Tora und wird von der Schächtung der Opfergaben  gelernt (dennoch haben auch diese Ge-und Verbote denselben Status, wie auch die Gesetze, welche in der Tora stehen)

Wenn das so ist, warum macht sich die Tora die Mühe in unserem Wochenabschnitt Nasso so ausführlich zu beschreiben, welches Opfer jeder Fürst im Tempel gebracht hat, insbesondere dass alle Fürsten genau dasselbe Opfer gebracht haben!

Wäre es nicht genug zu schreiben, dass jeder Nasi so und so viel brachte und zusammen es so und so viel ist?

Weit wichtigere Dinge werden aus einem einzigen Wort gelernt und für die Nesim “verschwendet” die Tora mehr als 70 Verse?

Es scheint, dass sich dahinter eine sehr wichtige Lehre verbirgt und es obliegt uns zu verstehen, welche wichtige Botschaft wir daraus entnehmen sollen:

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Viele Menschen denken: “Was sind meine Mitzwot und mein Tora-Studium schon wert, ich bin doch nur einer von tausenden und wer weiß ob G´tt meine guten Taten überhaupt zur Kenntnis nimmt? 

Doch die Mischna in Sanhedrin (4:5) lehrt uns, dass diese Einstellung nicht richtig ist: “Jeder Mensch muss sagen, dass die Welt für ihn geschaffen wurde”

Wie Adam HaRischon, dessen Taten einen Einfluss auf die Welt hatten (in seinem Fall einen negativen Einfluss, denn die Menschheit ist wegen seiner Sünde sterblich geworden) und sicherlich von G´tt zur Kenntnis genommen wurden, weil er der einzige Mensch auf der ganzen Welt war, so ist es auch mit jedem Menschen zu jeder Zeit (obwohl die Weltbevölkerung momentan ca.7,7 Milliarden Menschen zählt, Stand 2020)

Das gibt einem Menschen nicht das Recht eingebildet zu sein und sich egoistisch zu verhalten, weil in Wirklichkeit ist er nicht der einzige Mensch auf der Welt ist, aber bezüglich dem Gewicht und der Auswirkung seiner Taten, muss er sich dessen bewusst sein, dass sie einen großen Unterschied machen.

Möglicherweise schonte die Tora aus diesem Grund keine Worte und schrieb ausführlich welches Opfer jeder Fürst brachte, obwohl es bei allen Fürsten genau dasselbe war, um uns zu lehren, dass G´tt jeden Fürst so betrachtete und schätzte, als wäre er der einzige, welcher ihm ein Opfer bringt.

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