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Jedes Jahr erklimmen wir die spirituelle Leiter – Rosch Haschana

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Jedes Jahr erklimmen wir die spirituelle Leiter – Rosch Haschana

ROSCH HASCHANA 5784

Jedes Jahr erklimmen wir die spirituelle Leiter

Jedes Jahr durchlaufen wir einen Zyklus der Vorbereitung, um immer ein wenig höher zu gelangen

Jedes Jahr durchschreiten wir wieder einen neuen Zyklus an Vorbereitungen. Er fängt an

1.      Im Sommer mit Tischa be’Aw, dem Nationalen Trauertag. Dann machen wir Tschuwa, aus Herzschmerz.

2.      Anschließend schreiten wir durch den Monat Ellul zu Rosch Haschana und wir machen Tschuwa aus Befürchtung. Befürchtung vor dem Himmlischen Urteil.

3.      An Jom Kippur machen wir Tschuwa aus Achtung vor dem Allmächtigen.

4.      Danach erreichen wir Sukkot, das Laubhüttenfest, wo wir Tschuwa aus Liebe und Einheit tun.

5.      Zu Simchat Thora machen wir letztendlich alles mit Freude und mit Tanz.

Melodien und Nahrung

Aber alles benötigt Vorbereitung und Begleitung. Ohne diese können wir alle diese erhabenen Empfindungen nicht in uns einsaugen. Diese Vorbereitungen bestehen aus geistigen Bewegungen und geweihte Melodien, die uns hierzu verführen, aber können auch Gestalt annehmen in Form von Essen, von Speisen. Denn alle diese geistigen Vorgänge werden von kulinarischen Spitzenleistungen begleitet.

    An Tischa be’Aw essen wir aus Herzschmerz überhaupt nichts.

    Die Furcht im Ellul äußert sich dadurch, indem wir alles mit einer Vor- und Danach-Beracha essen, mit Segensprüchen, durch die das Essen eine höhere Bestimmung und Bedeutung erhält.

Essen Leschem Schamajim

Jüdisch zu essen ist das Essen Leschem Schamajim, um für das Judentum Energie zu erreichen. Jüdisch essen erfolgt mit Tiefgang und Bedeutung. Jüdisches Essen ist Symbolik von geistigem Wachstum gemäß einer geweihten Haltung. Ich zeige einige Beispiele der Symbolik koscherer Tiere auf:

Symbolik koscherer Tiere

Soll ein Tier koscher sein, dann sollte es in erster Linie Hufe haben. Hufe verweisen auf unsere Einstellung dem Materiellen gegenüber. Wir sollten da einigermaßen darüberstehen, das Relative davon erkennen. Wir stehen mit unseren beiden Beinen (fest) auf dem Boden. Prima! Wenn das auch dabeibleibt. Heiligkeit ist weit weg zu suchen, wenn auch unser Kopf durch das Irdische vollkommen in Beschlag genommen wird.

Die Hufe sollten gespalten sein – wir sollten wählerisch sein. Mit der rechten Hand sollten wir den Mitmenschen zur Thora bringen, mit der linken Hand das Böse bekämpfen oder verhindern.

wir sollten wiederkauen

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Das Tier sollte seine Nahrung wiederkauen – wir sollten wiederkauen. Bevor wir uns in den „struggle of life“ stürzen, täten wir gut daran, bei uns selber nachzusehen, ob unser Judentum nicht in Gefahr gerät. Haben wir dann einen Beruf oder ein Geschäft oder Unternehmen, dann sollten wir uns bei jeder Zeitplanung selber fragen ob hier keine andere Entscheidung passender gewesen wäre. Eine Stunde als Überstunde oder eine Stunde für Thora lernen. Ein neues Auto oder mehr Wohltätigkeit.

Daneben ist Schechita gefordert. Das Schlachten erweitert die tierische Lebenskraft. Oft sehen wir uns bei geschäftlichen Vorhaben vor die moralische Wahl gestellt: wie ein „Mensch“ handeln und vollständig ehrlich sein oder dem Gewinnstreben nachgeben.

    Rosch Haschana äußert sich auf konsumierende Art in Form der Challot, Brote und allerhand Simanim, Zeichen, mit denen wir nonverbal ein gutes und süßes Jahr abschmecken. Die Challot symbolisieren drei Dinge:

        Runde Challot erinnern uns an die komplette Herrschaft von G“tt, die ohne Anfang oder Ende ist. Sie symbolisieren auch eine Krone, als Zeichen von G“ttes Souveränität über das All. Weiterhin denken wir hierbei an den zyklischen Charakter unseres Lebens und sprechen hiermit den Wunsch aus, dass das kommende Jahr ungebrochen sein möge, ohne jegliche Tragödie.

        Andere machen die Challot in der Form eines Vogels. Hiermit sprechen wir nonverbal die Hoffnung aus, dass unsere Gebete ohne Umwege den Himmel erreichen mögen, wie Vögel nach Oben wegfliegen.

        Und dann gibt es noch den

dritten Minhag, den Brauch, Challot in Form einer Leiter zu erstellen, womit wir verdeutlichen, dass wir es begreifen, dass an Rosch Haschana entschieden wird, wer (auf)steigen und wer absteigen wird.

Im Monat Ellul aßen wir noch passiv mit allerhand Symbolik. Aber zu Rosch Haschana essen wir aktiv mit Simanim, mit Anzeichen. Diese Simanim sind als Stimulierende angedacht, die uns zu Wachstum und zu Tikun, Läuterung, anregen. Dieses ist aktives, wachsendes essen.

Aus der Synagoge nach Hause zurückgekehrt, essen wir an Rosch Haschana einen süßen Apfel mit Honig. Zu allererst, da dieses ein gutes Zeichen ergibt, aber gleichzeitig, da dieses auf das kabbalistische „Äpfelfeld“ hin verweist, das Symbol für eine Sphäre der Hingabe an das Höhere. Der Honig bezieht sich auf das süße Recht des Allmächtigen. Der alte Minhag, der Brauch, war, um an der Abendmahlzeit das Fleisch eines Schafkopfes zu essen. Dabei wurde der Wunsch ausgesprochen, dass wir „der Kopf und nicht zum Schwanz“ sein sollten.

1.            An Jom Kippur machen wir Tschuwa aus Achtung vor dem Allmächtigen. Wir essen – und selbst das ist eine Mitzwa, ein Gebot – am Tag vor Jom Kippur und fasten an Jom Kippur. Dieses Fasten ist nicht die Verweigerung des Essens aus Bitterkeit, sondern das nicht-zu-essen, da wir an diesem Tag die Ebene von Engeln erreicht haben.

Das Essen am neunten Tischri, am Tag vor Jom Kippur, steht eigentlich auf einer noch höheren Ebene, als das Fasten am zehnten Tischri, an Jom Kippur. Am Tag vor Jom Kippur essen wir leschejm Schamajim, für HaSchem, um an Jom Kippur das Gebot aus der Thora, zu fasten, erfüllen zu können. Das schafft das menschliche Konsumieren auf eine Himmlische Ebene.

    2.  Anschließend erreichen wir Sukkot, das Laubhüttenfest, wo wir Tschuwa aus Liebe und Einheit machen. Die Einheit äußert sich im Feststrauß mit seinen vier Arten, die unterschiedliche Menschentypen symbolisieren, die doch die Einheit finden können, um einvernehmlich G“tt zu dienen. Aber wir sitzen auch in der Sukka, in der Laubhütte, wo alles, was wir machen, eine Mitzwa, ein Gebot ist.

         Das Essen und das Schlafen werden auf einmal zu einer Verbindung mit dem Allmächtigen. Die Sukka wird mit einer Chagiga, einem Feieropfer im Tempel, verglichen. Unser Essen wird wie ein Korban, ein Opfer in Dienst von G“tt.

         Unser Tisch, an dem wir Gäste einladen, ist wie ein Altar. Unser Essen ist wie eine Opfergabe, erfüllt von Weihe und Erfüllung.

3.      An Simchat Thora machen wir letztendlich alles mit Freude und Tanz. Wir entsteigen dem Irdischen durch den Tanz. Wir trinken einander „Lechaim“ zu und gelangen in höhere Sphären. Wir tanzen wie kleine Kinder. Mit den Füßen sind wir alle gleich. Die Thora bleibt geschlossen. Alle intellektuellen Unterschiede zwischen den Menschen verschwinden wie der Schnee in der Sonne.

Dieses ist die ansteigende Einkehr und Tschuwa- Berührung von Tischri.

Ich wünsche Ihnen/Euch ein gutes und süßes Jahr, mit der Hoffnung, dass wir alle baldigst nach Jeruschalajim zu einer vollständigen körperlichen und geistigen Erlösung werden ziehen dürfen.

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