in

KINDERN ZU ERZÄHLEN IST AUCH EINE FORM VON PIRSUM HANES, DER VERBREITUNG DES WUNDERS

KINDERN ZU ERZÄHLEN IST AUCH EINE FORM VON PIRSUM HANES, DER VERBREITUNG DES WUNDERS
image_pdfAls PDF Speichernimage_printDrucken
CHANUKKA 5783

Wir alle kennen die schönen Lichter der Menora an Chanukka.

Das Wort Chanukka hat zwei Bedeutungen. Die erste Bedeutung ist “Einweihung”, denn an diesem Tag wurde der Tempel in Jerusalem aufs Neue eingeweiht, nachdem er von seinen Feinden, den Hellenisten, entweiht worden war.

Man kann das Wort Chanukka auch in zwei Wörter unterteilen: Chanu und Ka. Chanu bedeutet im Hebräischen, dass sie ruhten, während Ka im Hebräischen als Chaf-He geschrieben wird, was 25 bedeutet, also: sie, die Makkabäer oder Chasmonäer, ruhten am 25. vor ihren Feinden.

Mehr Simcha und Tzedaka

Deshalb sagen einige Gelehrte, dass man an diesen Tagen ein wenig mehr feiern sollte als an anderen Tagen des Jahres. Ein weiterer Grund zum Feiern ist, dass der Bau des Mischkan, des mitreisende Heiligtum in der Wüste, ebenfalls in diesen Tagen – vor 3336 Jahren – abgeschlossen wurde, obwohl er erst im Frühjahr, im Monat Nissan, eingeweiht wurde.

Den Kindern erzählen

Das Oberhaupt eines jeden Haushalts sollte seinen Kindern die Geschichte des Wunders erzählen, das unseren Vorfahren in jenen Tagen widerfuhr. Ein Festmahl allein reicht nicht aus, um die Mitzwa (das Gebot) zu erfüllen. Man muss auch HaSchem (G’tt) Loblieder singen.

Es ist Brauch, während Chanukka großzügig Tzedaka (Wohltätigkeit) zu spenden, da dies eine hervorragende Gelegenheit ist, unsere Unzulänglichkeiten zu verbessern. Diese Tzedaka sollte insbesondere zur Unterstützung armer Tora-Gelehrter eingesetzt werden. Denn die Hellenisten haben das Lernen der Tora verboten, damit wir unser Judentum vergessen. Glücklicherweise ist das nicht geschehen, und wir sind auch heute noch gläubige Juden.

Report

What do you think?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

Chanukka als Schlussfest des Herbstmanövers

Chanukka als Schlussfest des “Herbstmanövers”

Die Stärke der Schwachen ist ihre heilige Überzeugung

Die Stärke der Schwachen ist ihre heilige Überzeugung