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VORBEUGEMITTEL GEGEN ASSIMILATION: EINEN KUSS UND EINEN BISS – Parascha Wajischlach

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VORBEUGEMITTEL GEGEN ASSIMILATION: EINEN KUSS UND EINEN BISS – Parascha Wajischlach

Parascha Wajischlach (Bereschit/Genesis 32:4 – 36:43)

„Sage zu meinem Herrn Esaw: „So sagt Ihr Diener Ja’akow: Bei Lawan habe ich als Fremdling gewohnt (garti) und dort bin ich bis jetzt geblieben“

(Gen. 32:5).

Verhinderung von Assimilation

In seiner Erläuterung besagt Raschi, dass das Wörtchen „garti“ den Zahlenwert 613 hat. Ja’akow teilte Esaw mit, dass er zwanzig Jahre beim schlechten Lawan gewohnt (gelebt) hatte, trotzdem die 613 Mitzwot eingehalten hat und nichts von seinem schlechten Benehmen übernommen hat“. Diese allein ist schon der Mühe des Erwähnens wert. Die Assimilation in und an das Umfeld ist ein natürlicher, schleichender und fast unvermeidlicher Vorgang. Um nicht in die Umwelt mit ein zu bringen und an den Jüdischen Traditionen fest zu halten, ist schon eine Leistung an sich. Viele Jüdische Gemeinden bemühen sich sehr, die Verhinderung von Assimilation, heutzutage mehr unter dem Begriff „kiruw“ bekannt: Menschen näher zu ihren Wurzeln zu bringen – zu erreichen. Wir bleiben immer ein Wenig anders, als unsere mehrheitliche Umwelt, da wir nun mal andere Ideale und abweichende Auffassungen, Gewohnheiten und Ideen haben.

EIN KUSS UND EIN BISS

„Und Esau fiel ihm um den Hals und küsste ihn“ (33:4). Oberhalb der Wörter „und küsste ihn“ stehen im ursprünglichen Thoratext Nekudot (Punktierungen). Diese Punktierungen ändern die Bedeutung der Wörter.

nicht wirklich gemeint

Der Kuss war kein echter, also kein richtiger Kuss. Entweder nicht wirklich gemeint oder nicht von lange anhaltender Bedeutung. Deshalb erläutert Raschi in erster Linie, dass Esau seinen Bruder nicht aus ganzem Herzen küsste – da er ihm die Wegnahme des Segens nie verziehen hatte. In zweiter Linie besagt Raschi, dass er ihn WOHL voller Überzeugung küsste, aber nur bei diesem Wiedersehen nach 20 Jahren. Normalerweise war Esau gegenüber seinem jüngeren Bruder Ja’akow nie so herzlich gewesen. Unsere Weisen gehen selbst so weit, dass sie behaupten, dass es „eine Halacha sei, dass Esau Ja’akow hasst“.

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Halacha: die Bedeutung

Halacha kann man auf unterschiedliche Weisen übersetzen: Auftrag/Anweisung, Lebensweg oder „unser Weg durch die Geschichte“. Unsere Vorschriften sind nicht nur Anweisungen. Weshalb ist dieses eine Halacha (eine Vorschrift)? Es scheint eher eine erzählende Hintergrundinformation, eine Lehre in Lebensweisheit und einen Gang in die Tiefe zu sein: das Judentum lehrt uns, durch die Fassade des Scheins zum tatsächlichen Kern der Dinge hindurch zu schauen. Es lehrt uns zum Beispiel mit der Aggression aus der Welt um uns herum um zu gehen. Rabbejnu Bachja ibn Pakuda (1050-1120) bespricht in „Chowot halewawot“, seinem Buch über die Herzenspflichten, dass unsere emotionalen Pflichten genauso wichtig, wie unsere halachischen „körperlichen Pflichten“, die Mitzwot, sind.

Auch Agada und Mussar sind unsere Halachot

Laut Raw Wolbe ersehen wir hieraus, dass auch Agada (erzählende Hintergrundinformation) und Mussar (die Sittenlehre) unsere Halachot sind, Richtlinien, die unser Leben bestimmen. Halacha kommt vom Wort „gehen“, im Sinne von Richtlinie oder Richtschnur. Raw Wolbe erbringt hierfür verschiedene Beweise:

1.    Rabbi Jitzchak Alfassi, der „Rif“ (1013-1103) hat ein Werk geschrieben, das Sefer Hahalachot oder den Talmud Katan, in dem er den „Gesetzen entsprechenden“ Teil (die Halachot) des sehr umfangreichen Talmudes zusammenfasste. Trotzdem hat er auch dort agadisch (erzählendes) Material einbezogen. Die andauernden Mitzwot (Gebote) von Liebe und Ehrfurcht vor HaSchem sind Gefühlspflichten und keine strikt körperlichen Pflichten. Man kann die grundlegenden Vorschriften erst gut umsetzen, wenn auch das Herz und „der Verstand“ da mitmachen.

2.    Jeder sollte tagtäglich einen Teil Mussar (Sittenlehre) lernen. Raw Jisraejl Salanter (1810-1883) wurde einst gefragt, was man lernen sollte, wenn man nur zehn Minuten je Tag Zeit für das Thora-Lernen hätte. Raw Salanter antwortete, dass man den Mussar lernen sollte, da man sich nach 10 Minuten bewusstwürde, dass man dem Judentum mehr Zeit widmen sollte.

Die richtige, gute Erfüllung unserer Mitzwot (Gebote) erfordert neben der üblichen Übung den vollständigen Einbezug unseres Herzens und unseres Kopfes.

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