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Müllmann im Dienst des Königs – Parascha Tasria

Müllmann im Dienst des Königs - Parascha Tasria
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Der Autor ist Zeev Grinwald
Originaltext auf Russisch finden Sie hier

“Alle Tage, solange der Schaden an ihm ist, soll er unrein sein, unrein ist er. Abgesondert soll er bleiben, ausserhalb des Lagers ist sein Sitz.” Wajikra, 13:46

“Abgesondert soll er bleiben.” Damit die Unreinen (Träger anderer Verunreinigungen) nicht bei ihm sind . Unsere Weisen sagten: „Wie unterscheidet er (der Aussätzige) sich von anderen unreinen, um getrennt zu leben? Da er mit seiner bösen Zunge (Bemidbar, 12, 10) Zwietracht zwischen Ehemann und Ehefrau, zwischen einem Mensch und seinem Nächsten gesät hat, muss er selbst weggerissen und getrennt werden (von anderen Menschen) “. (Raschi)

Maschal (Parabel)

Es war einmal ein Mann, der beauftragt wurde, dem König selbst zu dienen. Jeden Tag, nachdem er seinen Dienst im königlichen Palast beendet hatte, zog er sich Alltagskleidung an und ging nach draußen, um Müll aufzuheben und zu fegen.

Der König erfuhr davon und wurde sehr wütend. Er hat sagte:

„Du hast durch dein Verhalten gezeigt, dass die Ehre, die ich dir zuteil wurde, indem ich die die Gelegenheit gab, im Palast zu dienen und für mich zu arbeiten, in deinen Augen nichts bedeutet, seit du dich bereit erklärt hast, die Drecksarbeit zu erledigen. Also, mein Lieber, zieh deine reichen Kleider aus, denn von nun an hast du die Gelegenheit verloren, mein Diener zu sein und bist es nicht wert, bei mir zu sein.”

Nimschal (Die Moral von der Parabel)

Wenn wir beim Beten in der Synagoge vor G-tt sind, werden unsere Seelen mit Engeln verglichen, zusammen mit denen wir den Namen des Allmächtigen preisen.

נקדש את שמך בעולם כשם שמקדישים אותו בשמי מרום …

“Wir werden Deinen Namen auf Erden heiligen, so wie Engel Ihn im Himmel heiligen”..

Und das ist unser höchster Dienst.

Aber wenn wir die Synagoge verlassen und in die gewöhnliche Welt des Trubels eintreten, können wir viele schlechte Dinge tun.

Wenn uns jemand außerhalb der Synagoge beleidigt, wird dieses Vergehen unser Herz davon abhalten, G-tt zu dienen. Wir können wütend werden und viele schlechte Dinge sagen – Verleumdung (Laschon Hara), Klatsch (rehilut) verbreiten, täuschen und lügen.

Die Zeit vergeht und wir gehen wieder zur Synagoge. Einige Stunden nach dem Anfall der Verleumdung kehren wir zum Beit Midrasch zum Nachmittagsgebet der Mincha zurück und preisen erneut den göttlichen Namen wie Engel und steigen wieder auf die Ebene höherer Kreaturen und himmlischer Schöpfungen auf.

Solch ein Mensch verwandelt sein erhabenes Gesicht mehrmals am Tag in ein unhöfliches Gesicht, bewegt sich auf und ab, zuckt und springt hin und her: von der Erfüllung der Mission eines heiligen Engels bis zum Arbeiter-Müllmann und einem niederen Mann.

Er ist wie ein Diener, der für den König arbeitete, umgeben vom Luxus des Palastes, und plötzlich (allegorisch) zum Müllsammler sank.

Jeder sollte sich der Ernsthaftigkeit seiner Handlungen bewusst sein und darauf achten, sich nicht zu demütigen.

Wir müssen unser Bestes geben, um im Dienst des Königs zu bleiben, zu dem wir berufen wurden, als wir das Recht bekamen, vor dem Allmächtigen zu stehen, und unsere Würde den ganzen Tag über zu bewahren und unseren Mund vor verbotenen Worten zu schützen, die unsere Seelen verschmutzen und unsere Herzen kühlen.

Und das ist unser höchstes Ziel.

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Written by Ariela Guseva

Wurde in Ukraine geboren. Seit 2007 lebt in Deutschland. Unterstützt Judentum Online mit folgenden Leistungen: Übersetzung verschiedener Artikeln von Englisch und Russisch auf Deutsch, Bearbeitung von schon existierenden und bevorstehenden Artikeln.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch.

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