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REUVEN FINDET LIEBESÄPFEL – Parascha Wajeze

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REUVEN FINDET LIEBESÄPFEL – Parascha Wajeze

LEA GEBÄHRT JAAKOWS SECHSTEN SOHN.

RACHEL BEKOMMT JOSEPH

JAAKOW MÖCHTE NACH ISRAEL ZURÜCK.

Ruven hatte Pflanzen gefunden und gab sie seiner Mutter Lea. Die Tora nennt diese Pflanzen DUDAIM. Rachel besteht jedoch darauf, dass auch sie etwas von den Pflanzen bekommt. Lea weigert sich jedoch: „Reicht es nicht schon aus, dass Du mir meinen Mann ausgespannt hast, musst Du jetzt auch noch die Pflanzen (Dudaim) meines Sohnes haben?“.

Rachel jedoch lässt nicht locker und ist selbst bereit, ihrer Schwester Lea ihre Nacht mit Jaakow ab zu treten, als Tausch für die von ihr begehrte Pflanze.

Lea ist mit dem Tausch einverstanden und kommt Jaakow, der abends von den Feldern zurück kehrt, begeistert entgegen. Ein fünfter Sohn – Jissachar (Issachar) – wird gezeugt.

Bei genauerer Betrachtung scheint es hier um mehr zu gehen, als nur um einen Streit über welche Pflanzen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier nämlich um eine Pflanze, von der man dachte, sie hätte einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit (vergleiche Ibn Esra, Nachmanides).

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Rachel, die noch keine Kinder hatte, wollte diese DUDAIM gerne haben. Die Pflänzchen hatten den gewünschten Effekt. Nach der Kontroverse über die DUDAIM erzählt die Tora dann etwas später im Text, dass auch Rachel endlich schwanger wurde, mit dem ersten Sohn, während ihre Schwester Lea schon sechs Jungens hatte.

Was waren nun diese DUDAIM genau? Im Hohelied lesen wir: „Die DUDAIM duften schon“, aus dem jedenfalls zu entnehmen ist, dass es sich um eine Pflanze mit einem sehr angenehmen Geruch handelt. Auch die Übereinstimmung zwischen dem Namen der Pflanze – DUDAIM – und dem Wort für Geliebte – „DOD“ – verstärkt die Annahme, dass es sich um eine Pflanze mit einer liebevollen Wirkung handelt.

Weiterhin finden wir im Talmud einen Hinweis, dass die Blumen dieser Pflanze violett oder purpurfarbig sind. Viele vermuteten aufgrund dieser Angaben, dass mit den DUDAIM die Alraune gemeint war, eine Pflanze, der man allerlei besondere Wirkungen zuschrieb.

Dieses ist eine Pflanze mit einer dicken braunen Wurzel und kurzstieligen Blättern, die ein Wenig denen von Brennnesseln ähneln. An der Pflanze wachsen Früchte und violette Blümchen. Die Orange-roten Früchte ähneln kleinen Tomaten und werden auch „Liebesäpfel“ genannt. Die Anziehungskraft der Pflanze wurde durch die besondere Form der Wurzel inspiriert. Diese war nämlich in vielen Fällen gegabelt und mit Auswüchsen behaftet. Mit etwas Fantasie sah man in ihr die Form eines Menschen.

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