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BRIT BEJN HABETARIM: G“tt schloss einen Bund mit der Menschheit – Parscha Lech Lecha

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G“tt schloss mit Awraham den Bund zwischen den Stücken und sagte Verbannung in und Exodus aus Ägypten voraus.

Von Bereschit/Genesis 15:9 sind verschiedene Übersetzungen möglich: „Und HaSchem, G“tt sprach zu Awram:

        *Bringe mir eine dreijährige Kuh und eine

         dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder

         und eine Turteltaube und eine junge Taube“.

·         Man kann das auch übersetzen mit „drei Kühe, drei Ziegen und drei Widder usw.“.

Awram musste die Tiere in Stücke schneiden. Was war die Bedeutung dieser Verbindung zwischen den Stücken? Es gibt da verschiedene Erklärungen.

Erklärung 1: Sühne oder Versöhnung mittels Opfer(ungen)

Mit der Verbindung zwischen den Teilen oder Stücken versprach G“tt Awram ein System für Opferungen, mit denen die künftigen Sünden verziehen werden könnten.

Den drei Kühen stehen dem Opfer an Jom Kippur gegenüber, dem Opfer, wenn ein Bejt Din (ein Gericht) einen Fehler begangen haben sollte und dem Kalb, dessen Nacken gebrochen wurde, wenn jemand tot aufgefunden wird und der Mörder unbekannt ist.

Drei Ziegen symbolisieren die Ziegenopfer an Jom Kippur und das separate Sühneopfer, wenn ein Individuum gesündigt hat.

Die drei Widder standen für das Schuldopfer eines Jemanden, der bestimmt gesündigt hatte, das Schuldopfer von demjenigen, der zweifelte, ob er gesündigt hatte und das Sühneopfer für eine persönliche Verfehlung. In diesem Kontext werden die Taube und die Turteltaube nicht in Stücken geschnitten.

Erklärung 2: künftige Weltenreiche

HaSchem gewährte in der Vision bei der Verbindung zwischen den Teilen auch einen Einblick, wie ihre künftigen Verfolger aussehen würden. ER versprach, das Jüdische Volk zu verstreuen, aber es auch wieder ein zu sammeln und ihre Beulen zu glätten.

Laut dieser zweiten Übersetzung und Erklärung handelte es sich nicht um jeweils drei Tiere, sondern um dreijährige Tiere. Diese symbolisierten künftige Weltenreiche, die über das Jüdische Volk herrschen würden. Die Tiere mussten drei Jahre alt sein.

Dieses symbolisiert, dass Israel drei Mal besetzt werden würde:

     *durch jedes Reich gesondert, und

     *durch unterschiedliche Bundgenossenschaften

      zwischen den Reichen.

    *In dritter Instanz werden alle Völker gemeinsam

      gegen den Maschi’ach auftreten.

+ Edom ist Rom, die wie eine Kuh alles in ihrer Umgebung zerstampft und die ganze Welt sich zum Untertan machen würde.

+ Der Bock symbolisiert das Griechische Reich. Alexander der Große würde über Israel herrschen.

+ Mit dem Widder wird das Reich der Meder und Perser symbolisiert.

+ Der Stier steht für das Arabische Reich und

+die Taube ist Israel. So steht es auch im Hohelied: „ EINE ist meine Taube, mein vollständiger Partner“.

Awraham schnitt die Tiere in zwei Teile. Damit schwächte er die weltlichen Mächte. Nur die Taube, das Symbol des Jüdischen Volkes, schnitt er nicht durch.

Zwei gegen zwei

Genesis 15:11 „Und die wilde Vogelschar setzte sich auf das Aas nieder; aber Awram verjagte sie“.

In seiner Vision sah Awram einen großen Raubvogel, der all diese Tiere verschlang. Dieses war ein Symbol für den Maschi’ach. Es erschien ein Feuer zwischen den Stücken. G“tt ließ Awram vier wichtige künftige Feuerereignisse sehen:

    *Die Offenbarung am Sinai (Tora),

    *Das Bejt Hamikdasch (den Tempel),

    *Die grossen Weltmächte,

    *Gehinnom (die Hölle).

HaSchem (G“tt) versprach, dass wenn die Bnej Jisarejl sich mit der Thora und mit dem Tempel beschäftigen würden, die Weltmächte und das Gehinnom (die Hölle) machtlos sein würden. Aber sobald das Jüdische Volk die ersten Beiden links liegen lassen sollten, würden das Gehinnom und die großen Reiche über das Jüdische Volk herrschen.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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