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Tora-Lernen in der Nittel-Nacht (Nacht des 25.Dezembers)

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Tora-Lernen in der Nittel-Nacht (Nacht des 25.Dezembers)

Es gibt einen alten Brauch in der Nittel-Nacht (Nacht des 25.Dezembers) keine Tora zu lernen. Entsprechend diesem Brauch wird ab Sonnenuntergang (nach manchen Meinungen ab Nachteinbruch) bis nach Mitternacht keine Tora gelernt und stattdessen beschäftigt man sich mit Wissenschaften oder anderen produktiven Beschäftigungen (manche spielten in dieser Nacht Schach).

Es verschiedene Erklärungen zum Ursprung dieses Brauches und die Frage, ob dieser heutzutage aktuell ist, hängt vom Ursprung dieses Brauches ab:

Im Werk “Taamei HaMinhagim” (Seite 500) wird gebracht, dass die Juden aus Angst vor Pogromen und Übergriffen in dieser Nacht nicht in die Synagogen gingen und stattdessen Wache standen. Die meisten Menschen hatten damals keine eigenen Lehrbücher und so kam es dazu, dass in dieser Nacht keine Tora gelernt wurde.

In der chassidischen Tradition wird die Erklärung gegeben, dass in dieser Nacht die Kräfte des Götzendienstes verstärkt sind und das Tora-Studium “in die falschen Hände” geht.

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Eine weitere Erklärung ist, dass wir in dieser Nacht die Opfer des fanatischen Christentums (Kreuzzüge, Pogrome etc.)  betrauern und einem “Avel” (Trauernden) ist es verboten, Tora zu lernen. 

Laut der mystischen Erklärung der Chassidim und der Trauer-Erklärung wäre dieser Brauch auch heutzutage noch aktuell, während laut dem Taamei HaMinhagim heutzutage keine Gefahr mehr besteht, in dieser Nacht in die Synagogen zu gehen und auch ohnehin die Meisten auch zu Hause Bücher zum Lernen haben.

Rav Mosche Sternbuch (Tshuvot veHanhagot Band 1:551) schreibt, dass dieser Brauch in Litauen (Ursprung der “litwischen” Bewegung) nicht bekannt war und ähnlich schreibt auch Rabbi Ovadya Yosef (Yabia Omer Band 7:20), dass dieser Brauch bei den sefardischen Juden nicht praktiziert wird.        

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