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Verbot von Blutvergießen

Noach Kuzari
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Ben Noach: Wo wird das beschrieben?

Rabbi: Dies wird in der Tora in 1. Mose 9:6 klar ausgedrückt: “Wer das Blut des Menschen vergießt, dessen Blut wird vergossen werden, denn nach dem Bilde G´ttes hat er den Menschen gemacht.” Dies schließt auch Selbstmord, sinnlose Abtreibung (nach 40 Tagen Schwangerschaft) und Sterbehilfe ein.

Das Mordverbot umfasst auch das Verbot der Abtreibung. Selbst wenn man eine schwangere Frau angreift und dadurch ihr Baby verliert, ist dies Mord, wenn sie mindestens vierzig Tage schwanger war. Wenn sie weniger als vierzig Tage schwanger war, handelt es sich nicht um einen Mord, sondern um eine Samenvernichtung. Dies wird nicht vom Gericht bestraft, sondern vom Himmel.

Sterbehilfe oder jede andere Form, jemanden zu töten, der bereits stirbt, ist gleichbedeutend mit Mord.

Indirekt den Tod einer Person zu verursachen, ist Mord. Das Zurückhalten von Lebensmitteln fällt unter diese Kategorie.

Selbstmord ist verboten.

Wenn einer beabsichtigt, einen anderen zu verletzen, ihn aber versehentlich tötet, ist dies Mord. Wenn man in Lebensgefahr ist, kann man alles tun, um das eigene Leben zu schützen. Es ist jedoch nicht gestattet, eine andere Person zu töten, die der Gefahr für das eigene Leben ausgesetzt ist (“wenn man die andere Person nicht tötet, wird man getötet”). Tötet man einen anderen unter lebensbedrohlichem Zwang, um das eigene Leben zu retten, wird man als Mörder bestraft.

Es besteht Uneinigkeit darüber, ob Noachiden einen Fötus töten dürfen, um die Mutter zu retten. Es ist definitiv verboten, die Mutter zu töten, um den Fötus zu retten.

Wenn einer jemanden beauftragt, einen anderen zu töten, werden sowohl der Klient als auch der Täter wegen Mordes bestraft.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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