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WARUM DAS JUDENTUM NACH DER MUTTER GEHT – Parascha Pinchas

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WARUM DAS JUDENTUM NACH DER MUTTER GEHT – Parascha Pinchas

בסייד

Parascha Pinchas (Bemidbar/Numeri 25:10 – 30:1)

“Pinchas” steht im Zeichen der “jiddischen Mamme”. Hier wird ein weiterer Teil des geheimnisvollen Schleiers gelüftet, der die jüdische Mutter umgibt. Es gibt berühmte Sprüche unserer Weisen über die Standhaftigkeit jüdischer Frauen, das Judentum weiterzuführen. Kontinuität ist die oberste Priorität. Wir als jüdisches Volk müssen die Messianische Zeit unversehrt erreichen.

Qualität und Quantität

Nicht nur, dass das jüdische Volk erhalten werden muss, sondern es wäre schön, wenn wir mit ein paar mehr Menschen zusammen wären. Expansionsdrang ist mir fremd – auch weil die Tora selbst sagt, dass wir “die Kleinsten unter den Völkern” sind (Dtn. 7,7) – aber nach all den Verlusten in unseren Reihen während des 20. Jahrhunderts können Sie meinen Herzschrei verstehen: Das Judentum kann Expansion gebrauchen. Ich weiß, es geht mehr um die Qualität, aber in unserer Demokratie zählt jeder Mensch auch quantitativ. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass jeder gehört wird. Und genau das ist es, was in dieser Parscha geschieht!

Content und Kontinuität

Seit den Anfängen der Existenz unseres Volkes haben jüdische Frauen für Kontinuität gesorgt. In Ägypten drohte allen jüdischen Jungen der sichere Tod durch Ertränken im Nil. Amram (Mosche’s Vater) hatte beschlossen, sich von seiner Frau Jocheved scheiden zu lassen. Er wollte keine Kinder, die keine Zukunft haben. Seine Tochter Mirjam (Mosches ältere Schwester, damals fünf oder sechs Jahre alt) schimpfte mit ihrem Vater und sagte, seine Entscheidung sei noch härter als die des Pharaos: “Der Pharao hat beschlossen, nur die kleinen Jungen zu töten, aber wegen deiner Entscheidung wird es keine Mädchen mehr auf der Welt geben”. Amram ließ sich von seiner jungen Tochter belehren, heiratete Jocheved und bekam mit ihr Mosche, der in einem Weidenkorb im Nil versteckt überlebte.

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Mut und Standhaftigkeit

Aber Miriam war nicht allein. Schon die Rabbiner des Talmuds lobten vor rund 2.000 Jahren den Mut aller jüdischen Frauen der damaligen Zeit: “Durch den Verdienst rechtschaffener jüdischer Frauen wurden unsere Vorfahren aus der Ägyptischen Sklaverei befreit” (B.T. Sota 11b).

Als erste auf dem Sinai angesprochen

Das Ziel des Exodus war nicht die uneingeschränkte Freiheit. Es sollte die Freiheit in der Gebundenheit an die Tora sein. Ein ganzes Sklavenvolk sollte in sieben Wochen zu einem Volk des Buches werden. Wer waren die ersten, die angesprochen wurden? Die Damen: “So sollst du den Töchtern Ja’akovs und den Söhnen Israels die Tora verkünden” (Ex. 19,3).

In “Pinchas” setzen sich fünf Frauen, Tselofchads Töchter, für ihre Rechte ein. Sie hatten ein tieferes Verständnis des Erbrechts in Israel und stellten sich gegen die israelfeindliche Haltung vieler Männer. Sie werden daher besonders erwähnt. Das Schaffen einer Nation, Tora, Israel – drei wichtige Säulen des Judentums. Ehre, wem Ehre gebührt. 

Die jiddische Mamme final

Meine Antwort auf die Frage, warum ein Kind nur dann jüdisch ist, wenn er/sie eine jüdische Mutter hat, lautet: Das Judentum schaut vor allem darauf, wie die Dinge auf dieser Erde gestaltet werden. Eine Sukka muss so und so aussehen, ein Schofar muss diese und jene Bedingungen erfüllen, die Tefillin müssen diese und jene Eigenschaften haben, um koscher zu sein. Das Gleiche gilt für ein Baby: Es muss in einer angemessenen jüdischen Umgebung aufwachsen. Dieses Baby wird im Körper einer jüdischen Frau geboren. Nur dann spricht man von einem jüdischen Menschen.

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