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BARUCH HAMAKOM – TEXT HAGADA – Teil 13

BARUCH HAMAKOM - TEXT HAGADA - Teil 13
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BARUCH HAMAKOM

Gelobt wird Haschem, der sein Versprechen gehalten hat; Er hat das Versprechen gehalten, dass die jüdische Tradition über Jizchak nach Jisrael (dh. Ja’akov) über Ja‘akov fortgesetzt wird. Also nicht so sehr für das jüdische Volk, sondern viel mehr für Ja’akov; dass G‘tt Ja’akov und nicht Esav wählte.

Beracha der Fortsetzung

Jizchaks Sympathie ging tatsächlich an Esav. Esav war ein heuchlerischer Bösewicht; es gelang ihm, Jizchak den Eindruck zu vermitteln, dass er sich sehr bemühte, sehr fromm zu leben, weil Jizchak ihm den Segen geben wollte. Jizchak hatte ihm die meiste Aufmerksamkeit geschenkt, meistens in ihn investiert, weshalb er ihn so sehr liebte. Esav war das “Sorgenkind” für Jizchak, in das er viel investiert hatte und mit dem er viel mehr Probleme hatte. Jizchak hatte das Gefühl, dass Esav die ganze Zeit mit seiner Jetzer Hara (schlechte Neigung) kämpfte. Ja’akov hatte es leicht: “Er hatte keine Jetzer Hara, er lernt und wir müssen uns darüber keine Sorgen machen.” Deshalb wollte Jizchak Esav die Beracha geben, weil er diese Beracha auch brauchte. Das war die Vision von Jizchak.

Doch die Beracha, die die jüdische Tradition fortsetzte, ging schließlich an Ja’akov. Dafür sind wir im nächsten Abschnitt dankbar.

“Ursprünglich waren unsere Vorfahren Götzendiener”

Warum sollte unsere Hagada mit den (Vorfahren) von Avraham Avinu beginnen und sich auf Ereignisse lange vor dem ägyptischen Exil beziehen? Götzenanbetung ist sich nicht so sehr, das Verbeugen vor Holz-, Metall- oder Tonstücken. Es ist unvorstellbar, dass Menschen glauben, dass diese toten Objekte, die sie selbst hergestellt haben, echte Götter sind, die übernatürliche Kräfte besitzen.

Autorität ohne Anforderungen

Der Götzendienst ist im Talmud wie folgt motiviert: “Die Juden wussten, dass all diese Figuren nichts bedeuteten, aber sie missbrauchten den Götzendienst, um verbotene Beziehungen zuzulassen” (B.T. Sanhedrin 63b). Jemand, der die Wünsche seines Herzens rechtfertigen und seine Schuld besänftigen will, sucht nach einer einfachen Lösung. Er ernennt selbstermächtigt eine Autorität über ihn, die die Zügel frei lässt, damit alles durchgehen kann. Und wenn diese Autorität genug Prestige hat, ist fast alles erlaubt. Was könnte besser als “G-tt” dienen als eine Statue, die ethische Standards vorschreibt, die wir uns selbst ausgedacht haben? Der Unterschied zwischen Tora und Götzendienst ist sehr grundlegend. Nach der Tora schuf Gott den Menschen und wies ihn an, sich ordentlich zu verhalten. In der Welt des Götzendienstes erschafft der Mensch seine eigenen Götter und diktiert sich selbst, was er hören möchte.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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