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Der ‚Tikkun HaKlali‘ – Tehillim #77

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Jeder der 10 Psalmen des ‚Tikkun HaKlali‘ (16, 32, 41, 42, 59, 77, 90, 105, 137, 150) beinhaltet sehr viele Lektionen. Es ergibt Sinn, sich jeden Tag zumindest eine dieser vorzunehmen und darüber nachzudenken um so, nach und nach, eine spirituelle Schutzweste zu errichten und die Barrieren niederzureißen, die uns von „der allumfassenden Korrektur“ und der Erfüllung unseres Potenzials trennen.

In Tehillim #77 stellt der Autor ein paar Fragen, im Angesicht von Exil und dem Schmerz darüber, mit denen auch wir uns häufig identifizieren können, haben wir das Gefühl, dass unser Leben in diesem Moment den Bach herunterläuft: 

„Verwirft der Herr auf immer, wird er niemals wieder gnädig sein? Ist denn auf immer seine Güte zunichte, zu Ende die Verheißung für alle Zeit? Hat HaShem die Gnade ganz vergessen, im Zorn verschlossen sein Erbarmen? Selah.“ 

(Tehillim 77, 8-10) 

Dann kommt er auf eine Antwort, die auch für uns höchste Relevanz hat: 

„Und ich sagte: “Das soll mich erschrecken (חלותי), die Veränderung der rechten Hand des Allerhöchsten.“ (Vers 11) 

Dazu kommentiert Rashi: 

„Meine Gedanken sagen mir: “Das ist nur, um mich zu erschrecken und mich zur Rückkehr zu Ihm zu zwingen.” 

Denkt der Autor vor dieser Erkenntnis über HaShem nach, dann in Trauer darüber, dass dieser im Moment, so anders handelt, als vorher. Nach der Erkenntnis jedoch, denkt er zwar ebenso über das Vergangene nach – dem Auzug aus Ägypten – aber hat jetzt eine komplett gegenteilige Emotion. Seine Trauer löste sich in Erkenntnis auf und verschwand. 

Der Schmerz, die Sorgen, der Stress – sie alle sind Geschenke von HaShem, damit wir uns, durch sie, wieder an das erinnern, was im Leben wirklich zählt, und wer wirklich die Autorität und die Quelle unseres Wohls ist.

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Written by Daniel Ben Noach

Mein Name ist Daniel, ich bin 32 Jahre alt (ich werde diesen Monat 33) und befasse mich seit 2015 aktiv mit jüdischen Themen und insbesondere auch den noachidischen Geboten.

Mein Hauptaugenmerk ist dabei vor allem auf die Mussar-Lehre des Judentums gerichtet, also alles was mit Moral, Ethik und Charakterentwicklung zu tun hat, und wie das Thema von den jüdischen Weisen schon Jahrtausende gelehrt wird, und wie geschrieben steht:

"Höre, mein Kind, die Disziplin (Mussar) deines Vaters und verlasse die Lehre (Torah) deiner Mutter nicht." (Mishlei 1,8)

Es steht ebenso geschrieben (Kohelet 12,13):

"Die Summe aller Dinge, wenn alles bedacht ist: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das ist die ganze Pflicht des Menschen."

Was ist Gottesfurcht?

Sie ist der Schatz, wie es in Yeshaya 33,6 heißt. Und diesen gilt es zu heben, so wie geschrieben steht:

"...Wenn du nach ihr strebst, wie nach Geld, sie suchst wie verborgende Schätze - dann wirst du die Furcht Gottes verstehen..."

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