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Der ‚Tikkun HaKlali‘ – Tehillim #41

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Jeder der 10 Psalmen des ‚Tikkun HaKlali‘ (16, 32, 41, 42, 59, 77, 90, 105, 137, 150) beinhaltet sehr viele Lektionen. Es ergibt Sinn, sich jeden Tag zumindest eine dieser vorzunehmen und darüber nachzudenken um so, nach und nach, eine spirituelle Schutzweste zu errichten und die Barrieren niederzureißen, die uns von „der allumfassenden Korrektur“ und der Erfüllung unseres Potenzials trennen.

Tehillim # 41 krönt die Tugend der Wohltätigkeit. Hast du in dem Psalm vorher, Psalm 32, deine Übertretungen benannt und ausgesprochen, so geht es jetzt darum, damit aufzuhören, egoistisch zu sein. Du kannst keine Korrektur erlangen, ohne dem Egoismus zu entsagen! Es geht nicht nur darum, die Übertretungen zu gestehen, sondern auch ihre Wurzeln heraus zu reißen – und diese liegen in der Selbstbezogenheit.

Und so wie in dieser, die „Hand von HaShem“ (siehe Psalm 32) schwer auf einem lastet, so ändert sich ihr Modus Operandi, verändert man seinen spirituellen Status. Gestern warst du noch ein selbstbezogener Ego-Mensch und heute bist du eine Quelle der Wohltätigkeit – und somit ändert sich auch das Dekret, entsprechend deinem Status! So lesen wir:

„Lobenswert ist der, der sich um den Armen (hebr. Dal) kümmert. Am Tage des Bösen wird ihn HaShem erlösen. HaShem wird ihn behüten und am Leben erhalten, er wird glücklich gepriesen im Lande; und Du (HaShem) wirst ihn nicht der Begierde seiner Feinde preisgeben. HaShem wird ihm auf dem Krankenbett beistehen; Selbst wenn er krank ist, kümmerst Du dich ihm und wendest sein Krankenlager.“ (Tehillim 4,2-4) 

Wohltätigkeit beinhaltet nicht nur Geld. Auch das Wissen um die „10 Psalmen“ kann und darf gerne geteilt werden. Jede Weisheit, und jede gute Tat, die du hier in dieser Welt gibst, wird, indem du sie gibst, zu einem spirituellen Schatz, den du mit in die zukünftige Welt nimmst. Und du wirst, wie der Ramban so schön in seinem Brief schreibt, schon in dieser Welt, das Leben der kommenden Welt leben.

Möge HaShem allen, die den Tikkun HaKlali nutzen, und das Wissen um ihn verbreiten, Erfolg, Gesundheit und ein langes Leben schenken. Amen.

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Written by Daniel Ben Noach

Mein Name ist Daniel, ich bin 32 Jahre alt (ich werde diesen Monat 33) und befasse mich seit 2015 aktiv mit jüdischen Themen und insbesondere auch den noachidischen Geboten.

Mein Hauptaugenmerk ist dabei vor allem auf die Mussar-Lehre des Judentums gerichtet, also alles was mit Moral, Ethik und Charakterentwicklung zu tun hat, und wie das Thema von den jüdischen Weisen schon Jahrtausende gelehrt wird, und wie geschrieben steht:

"Höre, mein Kind, die Disziplin (Mussar) deines Vaters und verlasse die Lehre (Torah) deiner Mutter nicht." (Mishlei 1,8)

Es steht ebenso geschrieben (Kohelet 12,13):

"Die Summe aller Dinge, wenn alles bedacht ist: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das ist die ganze Pflicht des Menschen."

Was ist Gottesfurcht?

Sie ist der Schatz, wie es in Yeshaya 33,6 heißt. Und diesen gilt es zu heben, so wie geschrieben steht:

"...Wenn du nach ihr strebst, wie nach Geld, sie suchst wie verborgende Schätze - dann wirst du die Furcht Gottes verstehen..."

MIT EINEM BISSCHEN WENIGER EGO KOMMEN WIR VIEL WEITER - Parascha Pinchas

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