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Die drei Wunder des Mosche und unsere größten Probleme in der Galut, dem Golus, und dem ...

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Die drei Wunder des Mosche und unsere größten Probleme in der Galut, dem Golus, und dem ...

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Parascha Schemot (Schemot/Ex. 1:1-6:1)

Trotz aller Wunder des Auszugs aus Ägypten finden wir nirgends, dass die Annahme der Tora eine Voraussetzung für die Befreiung war. Die Juden haben die Tora freiwillig und ohne Vorbedingungen angenommen – weder von Seiten G’ttes noch von Seiten des Jüdischen Volkes.

Die Annahme der Tora ist die Grundlage unseres Glaubens. Wir glauben nicht an das Judentum aufgrund der Wunder, sondern weil wir die Tora als Grundlage unseres Glaubens akzeptiert haben. Wozu also die ganzen Wunder? Um die Juden aus Ägypten zu befreien, war es notwendig, sie vorübergehend mit Wundern zu überzeugen, aber das kann niemals die Grundlage für eine ewige Emuna (Glauben) sein. Die Tora ist unser Glaube, die Wunder sind es nicht.

Die drei Wunder waren:

1      der Stock, der sich in eine Schlange verwandelte und wieder

        zu einem Stock wurde;

2      die Hand, die aussätzig und wieder gesund wurde und

3      das Wasser, das sich in Blut verwandelte.

Diese drei Wunder vermittelten, dass G’tt der Einzige ist, der Menschen leben und sterben lassen kann.

a      Ein Stock hat keinen Lebensgeist. Doch auf G’ttes Befehl hin

        verwandelte sich der tote Stock in ein lebendiges Tier.

b      Eine Hand ist lebendig, aber durch den Willen G’ttes wird sie

        aussätzig, zu etwas, das als tot angesehen wird. Mosche floh      

        vor der Schlange, weil sie lebendig zu sein schien und

        Schaden anrichten konnte. Aber die Schlangen der

        Sterndeuter und Magier des Pharaos hatten kein Leben. Die

        Schlange der Chartumim (Sterndeuter) des Pharaos wurde

        auch ‘Tanin’ (Monster) genannt. Aber die Schlange, die

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        aus Mosches Stab kam, war lebendig.

        Die Schlange Mosches war eine echte Schlange. Die sogenannte        Schlange der ägyptischen Magier war nur eine Illusion. Wenn

        man das erste Wunder nicht glaubte, würde ein zweites

        Wunder folgen. Die Heilung von Lepra ist fast unmöglich.

        Und doch geschah es.

G’tt Selbst und nicht ein Engel würde uns befreien

Nach einer anderen Erklärung wollte G’tt mit den drei Wundern deutlich machen, dass Er das Jüdische Volk selbst befreien und dies nicht einem Engel überlassen würde. Ein Engel kann nicht zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen, während G’tt Widersprüche miteinander vereinen, kann: “Ich rette und ich heile gleichzeitig”. Alle drei Wunder machten deutlich, dass G’tt nur dies tun würde: 

-Der Gedanke “Ich töte und Ich gebe Leben” wurde im ersten Wunder zum Ausdruck gebracht. Tote Materie wurde zum Leben erweckt und in tote Materie zurückverwandelt.

-Der Gedanke “Ich rette und Ich heile” erfolgte aus dem zweiten Wunder. Die gesunde Hand verwandelte sich in eine leprakranke Hand und wurde wieder zu gesundem Fleisch.

-Der dritte Gedanke, “Niemand kann aus Meiner Hand gerettet werden”, zeigte sich im dritten Wunder: Das Wasser verwandelte sich in Blut und blieb so, ohne sich jemals zu verändern.

Mosche stellte drei Fragen: Können wir der Assimilation und Unterdrückung widerstehen?

Andere sagen, dass die drei Wunder Antworten auf drei Fragen von Mosche Rabbenu waren.

-Die erste Frage bezog sich auf die Anpassung an die Umwelt (soziologische Assimilation) und lautete: “Wie können wir aus den Händen eines so mächtigen Pharaos gerettet werden, der die Welt kontrolliert und dessen Land ein eiserner Schmelztiegel für alle Menschen und Völker ist?”

-Außerdem stellte er eine Frage nach der religiösen Assimilation: “Wie können sich die Juden von der Unreinheit Ägyptens befreien, um Teil der wahren Befreiung zu werden?”

-Schließlich fragte er nach dem Status der unterwürfigen Sklaven: “Wie können die Bnei Jisrael, die verfolgt und unterdrückt werden, vor den Ägyptern fliehen?” Diese drei Fragen werden durch die drei Wunder beantwortet.

-Das Wunder der Schlange und des Stabes symbolisiert das Ende des Pharaos und seiner irdischen Macht. Der Pharao stammte nicht aus einer adligen Familie, sondern hatte sich das Königtum angeeignet, genau wie der Stab, der zur Schlange wurde und vor dem Mosche Rabbenu floh. Aber am Ende war er wieder nur ein Stab, ohne Zukunft. 

-Das Wunder der aussätzigen Hand symbolisiert das Schicksal des Jüdischen Volkes im Galut (Exil). In ihrem Heimatland waren sie rein geblieben, aber als sie in ein anderes Land zogen, assimilierten sie sich und verloren ihre spirituelle Erhabenheit. Erst wenn sie in ihre Heimat zurückkehren, können sie sich geistig wieder reinigen.

-Das Wunder, dass sich das Wasser in Blut verwandelte, symbolisiert das Ende Ägyptens, das im Jam Suf, dem Schilfmeer, blutig ertränkt wurde. Die Gebieter waren verschwunden, und mit ihnen waren die Sklaven freie Menschen, die nun G’tt und nicht mehr dem Pharao dienten.

So wurden wir auf unserer Reise durch die Galut, die Goles, das Exil unter den Völkern geschult. Unsere größten Probleme dort sind Antisemitismus und Assimilation. Darauf waren wir schon im ersten Galut in Ägypten vorbereitet!

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