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DIE PARASCHA DER WOCHE FÜR KINDER – Bereschit

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Bereshit בראשית

Grundschule  Erststufe 6-8 Jahre


Teil I

Liebe Kinder, Schalom!

Ich möchte Euch eine wunderbare Geschichte erzählen, die schon sehr, sehr lange zurück liegt, aber bis heute andauert. Sie heißt in Hebräisch BERESCHIT und wurde als Anfang unserer Thora bestimmt. Da Geschichten sich oft in Büchern befinden, besteht die Thora, die Moses oder wie wir ihn nennen: Mosche, uns von HaSchem (G”tt) überbracht hat, aus FÜNF Büchern.

Das erste Buch heißt BERESCHIT und da es das erste Buch ist, beginnt es mit: IM ANFANG.

Also jetzt die Geschichte:



Im Anfang, bevor HaSchem die Welt erschaffen hatte, bevor es Wasser und Luft, Pflanzen, Tiere und Menschen gab, gab es überhaupt nichts. Nichts heißt wirklich nichts! Es gab nur HaSchem



Wie hat G”tt denn alles erschaffen? Hatte ER einen Zauberstab und zauberte, wie ein Zauberer, alles so einfach, still und nur, indem ER sich das alles ausdachte und “FLUPP” war es da? Was meint Ihr?

Richtig, G”tt SPRACH uns das, was ER sprach, war sofort da!



HaSchem sprach: “Es werde Licht”. Und schon war es im nächsten Augenblick sehr hell. Daher nennen wir, wenn es hell ist: wir haben Licht!

HaSchem sah, dass das Licht gut und richtig war, aber immer andauernd nur Licht, das fand HaSchem zu viel. Also nannte er, wenn Licht war, dieses Tag und entschied, dass der Tag vierundzwanzig Stunden haben sollte. Davon sollte jedoch ein Teil

dunkel werden. Und diese dunkele Stunden nannte ER Nacht.

Für diese beiden wichtigen Zeiten war viel Arbeit notwendig. HaSchem schaffte das am Ersten Tag. Aber im Anschluss ging es sofort weiter:


Danach erstellte HaSchem Feuer und Wasser und mischte diese und schuf den Himmel oben und die Wässer unten. Das geschah am zweiten Tag.


Wir sagen doch immer: HaSchem ist im Himmel, aber ER ist auch überall gleichzeitig. Also: wenn es noch davor keinen Himmel gab, wo befand sich dann HaSchem? Versteckt? Auf einem anderen Stern vielleicht? Das wissen wir nicht, aber da HaSchem schon immer da war, sagen wir ganz einfach: HaSchem war einfach schon da!


Dann holte HaSchem alle die vielen Gewässer zusammen, sehr viele Gewässer, und sprach: Ihr werdet ein ganz großes Meer! Und das geschah. HaSchem nannte den trockenen Bereich: Land oder Erde. HaSchem sprach: “Es sollen Gras, Gemüse und Grünzeug, sowie Bäume aus der Erde nach oben wachsen”. HaSchem sah, dass alles gut war und auch gut gelungen, wie HaSchem sich das gewünscht hatte. Dieses erfolgte am dritten Tag.


Danach schuf HaSchem die Sonne und den Mond am Himmel und die Sterne, um das Mondlicht nachts etwas zu unterstützen. So können wir Tage, Monate und Jahre zählen und selbst die Unterteilungen des Jahres: Frühling, Sommer, Herbst und.Winter, richtig.

Wer weiß das? Wie viele Tage hat ein Jahr? Und wie viele Monate hat ein Jahr? Und wie heißen die Monate? Januar, Februar,.

HaSchem sah, dass es gut war. Das geschah am vierten Tag.



HaSchem füllte die Meere und die Flüsse mit verschiedenen Arten von Fischen, den Himmel mit allerlei Vögeln und fliegenden Tieren, wie Bienen, Mücken, Libellen und Schmetterlinge. HaSchem schuf auch allerhand kleine Spinnen und Kriechtiere. HaSchem segnete die Vögel und selbst die Kriechtiere. ER wünschte ihnen, sie mögen sich vermehren und somit viele Nachkommen.

HaSchem sah, dass das gut war und es geschah am fünften Tag.



Hm.etwas schien doch noch zu fehlen. Also setzte HaSchem Seine Schöpfungstätigkeit fort. ER war also mit Seiner Schöpfung noch nicht fertig. ER schuf danach die Tiere, so zum Beispiel die Löwen, die Tiger, die Bären, die Kühe, die Schafe und die Ziegen. Und HaSchem sah, dass es gut war, aber.. Es fehlte noch etwas.

UND WAS FEHLTE??? Richtig, was fehlte, war der Mensch!!



HaSchem nahm Erde aus den vier Ecken der Welt und vom Har Habajit, dem Berg des Zuhauses, tat Wasser hinzu, knetete und vermengte beides mit einander und gestaltete den Menschen. Dann sprach HaShem: “Dieses werde ICH Adam nennen. Da er aus der Adama (Staub oder Erde) kommt, nenne ICH ihn Adam”.



             ERZÄHLUNG !!



Eli: “Die Tiere staunten: was war das denn für ein Tier? Das hieß Adam? Und dazu Mensch? Also, was nun, Mensch oder Adam?

Der Löwe beruhigte die gesamte Tierwelt: Menschen haben Namen. Und die Tiere bewunderten den ersten Menschen sehr. Adam war “im Ebenbild von HaSchem” geschaffen worden und die Tiere sprachen zu einander: “Dieser Mensch ähnelt wohl ein Wenig HaSchem. Lassen wir ihm dienstbar sein”.



Aber Adam sprach zu allen Tieren: “Genau wie Ihr, bin ich durch HaSchem erschaffen worden. Lassen wir eine Einheit bilden, um HaSchem zu dienen”. Und da der Mensch HaSchem geehrte hatte, wollte auch HaSchem dem Menschen die Ehre geben.

Da beteten die Tiere und der Mensch zusammen zu HaSchem, um IHM zu danken.



HaSchem sprach zu den Engeln: “Verbeuget Euch alle vor dem Menschen, denn er ehrt MICH und ICH finde ihn schön und ich liebe ihn”.



Ariella: “Der Satan, der damals noch der Vorgesetzte der Engel war, weigerte sich jedoch, dem Befehl von HaSchem zu befolgen: “Sollen wir, Himmlische Engel, aus HaSchems Glanz geschaffen, uns vor dem Menschen verbeugen, der aus Staub und Erde gemacht ist?”.

Wer war denn dieser Satan? Ein böser Engel oder ein Engel, der auf HaSchem eifersüchtig war? Und wieso hatte HaSchem diesen Satan erschaffen? Und wieso war Satan der Vorgesetzte der Engel?



Batscheva: “HaShem anwortete den Tieren und dem Satan: “Dieser Mensch ist aus Staub durch MICH geschaffen worden.

     Er hat jedoch mehr Weisheit und Verstand als Du, Satan.

Adam kann allen Tieren Namen geben und das kannst Du nicht”.



Frage: Weshalb ist es schwer, Tieren Namen zu geben?

SCHABBAT SCHALOM !!!!!



Teil II

Was genau geschah bei der Erschaffung des ersten Mannes Adam? Der Midrasch erklärt es. Adam wurde am sechsten Tag erschaffen. Haschem versammelte die Erde für die erste Stunde; In der zweiten Stunde mischte Haschem den gesammelten Boden.

Während der dritten Stunde formte er die Arme und Beine Adams. In der vierten Stunde blies er in seine Nase. In der fünften Stunde hob Haschem Adam auf die Füße. Haschem ließ ihn die sechste Stunde einschlafen. In der siebten Stunde formte er Chava (Eva) aus der Rippe Adams und machte sie zu seiner Kalla (Braut).

Adam und Chava wurden als 20-jährige Erwachsene geschaffen. In der achten Stunde brachte Haschem Adam und Chava zum Gan Eden. Haschem verbot ihnen, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen (Etz haDa´at tov vera). In der neunten Stunde kam die Schlange zu Chava.

Während der zehnten Stunde machten Adam und Chava ihre Avera. Sie aßen vom Baum. Sie wurden in der elften Stunde verurteilt und in der zwölften Stunde wurden Adam und Chava aus Gan Eden vertrieben.

Der Mensch war von Anfang an für Avodat Haschem bestimmt, höhere Ziele. Daher wurde die Erde, mit der Haschem den Menschen erschuf, vom Boden genommen, wo später der Bet-Hamikdash stehen würde.

Der Mensch wurde mit besonderer Sorgfalt geschaffen. Während alle Tiere mit einer Hand von Haschem erschaffen wurden, schuf er den Menschen mit beiden Händen.

Chava aß die Früchte. Sie hatte kaum einen kezayt, olivgroße Menge, gegessen, bevor sie der Engel des Todes vor sich sah. Eva fing an zu weinen: “Jetzt werde ich sterben. Dann ist mein Mann allein. Ich werde ihm auch die Frucht geben. Lass ihn mit mir sterben. “

Sie gab die Frucht Adam, der nicht fragte, woher sie sie habe. Er aß es und seine Augen wurden ebenfalls geöffnet. Adam sah, dass er und alle seine Kinder eines Tages sterben würden.

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GESCHICHTE !!

Eli: Am Anfang waren Sonne und Mond gleich groß und hatten das gleiche starke Licht. Beide haben sowohl tagsüber als auch nachts geleuchtet.“

Ariella: Der Mond wurde eifersüchtig. Der Mond konnte das nicht ertragen. Er litt darunter, dass dieselbe Macht neben ihm existieren würde. “

Batsheva: “Der Mond stand vor dem Thron von Haschem und sagte:” Können zwei Könige dieselbe Krone tragen? Wie können zwei gleich starke Lichter im Universum nebeneinander herrschen? Einer muss größer sein als der andere“.

Avigail: “Haschem wurde wütend auf den Mond:” Deshalb wirst du kleiner “, antwortete Haschem ihm,” du, Mond, wirst Licht von der Sonne empfangen. Die Sonne steht also über dir. “”

Elisha: Ja Kinder, es ist so passiert, dass die Sonne das Hauptlicht blieb, aber der Mond ging ein bisschen unter. Es wurde ein sehr kleiner Planet und strahlte nur die Strahlen, die er von der großen Sonne erhielt.“

Eli: “Haschem tröstete den Mond: “Wenn du nachts zum Himmel kommst, werden dich Zehntausende von Sternen als Leibwächter des Königs begleiten. Außerdem berechneten die Bne Jisraeel die Tage und Jahre mit Hilfe Ihres Mondes.“

Frage: Warum gab Chava auch Adam die Frucht?

SCHABBAT SCHALOM !!!



Teil III

Noch bevor diese Welt von Haschem erschaffen wurde, hatte Haschem bereits viele andere Dinge gemacht. Eine davon war die Tora, die in Schwarz auf weißem Feuer geschrieben war.

Als Haschem die Welt erschaffen wollte, sprach er mit der Tora. Die Tora antwortete: “Ribono Schel Olam – Herr der Welt, ein Melech ohne Armee, ohne Lakaien, ein folgenloser König verdient den Namen König nicht. Schließlich gibt es niemanden, der Ihn ehrt.“

Haschem stimmte dieser Antwort zu. So lehrte er alle irdischen Könige durch sein Beispiel, nichts ohne Rücksprache mit ihren Dienern zu beginnen.

Dennoch hatte die Tora Angst, dass der Mensch nach hinten losgehen würde. Die Tora wusste, dass der Mensch die Mitzwot der Tora verletzen würde. Aber Haschem machte den Zweifeln der Tora ein Ende.

Haschem sagte: “Du weißt, dass ich Teschuva erschaffen habe. Für jeden, der Averot macht, ist der Weg offen für Buße. Und der Gottesdienst im Bet Hamikdash wird dem bösen Mann Kappara bringen.

Gan Eden und Gehinom werden die Belohnung und Bestrafung sein. Schließlich wird der Mashiach kommen, um die Welt zu erlösen und alle Averot zu beenden. Diese Welt, auf der wir leben, ist nicht die erste, die Haschem geschaffen hat. Viele Welten wurden von Haschem vor der heutigen Welt geschaffen.

Aber keine dieser Welten mochte Haschem. Erst als er diese Welt erschuf, dachte er, sie sei “sehr gut”. Was ist so gut an dieser Welt? Dass es ein Gleichgewicht zwischen Chessed (Liebe) und Strenge, Weichheit und Härte gibt.

Haschems Plan war es, diese Welt mit strenger Gerechtigkeit (Gevura) zu erschaffen und zu führen. Aber Haschem verstand, dass die Welt nicht nur mit strenger Gerechtigkeit überleben konnte.

Jeder, der etwas falsch machen würde, würde sofort verurteilt. Deshalb fügte Haschem der Gevura Chessed hinzu. Beide zusammen, Liebe und Gerechtigkeit, würden die Welt regieren.

Deshalb haben wir strenge und liebenswerte Menschen auf dieser Welt. Beides ist notwendig (siehe Frage!).

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GESCHICHTE!!

Eli: Adam wurde am sechsten Tag erschaffen:

  • In der ersten Stunde versammelte Haschem die Erde.
  • In der zweiten Stunde mischte Haschem die Erde.
  • In der dritten Stunde des sechsten Tages formte er die Arme und Beine des Menschen.
  • In der vierten Stunde hauchte er in Adams Nase den Lebensodem ein.
  • In der fünften Stunde stellte er ihn aufrecht und Adam konnte laufen.“
  • Ariella: Dann hat Haschem Adam eingeschläfert.
  • In der siebten Stunde des sechsten Schöpfungstages machte Haschem Chava.
  • Er verkleidet sie als schöne Kalla. Adam und Chava waren beide zwei zwanzigjährige Erwachsene.“
  • Batsheva: In der achten Stunde brachte Haschem sie zum Gan Eden. Dann verbot Haschem ihnen, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen.
  • Elisha: Während der neunten Stunde kam die Schlange zu Chava und versuchte sie zu überreden, vom Baum zu essen.
  • In der zehnten Stunde aß Chava vom Baum und Adam und Chava begannen die ersten Avera in der Tora. Sie wurden in der elften Stunde verurteilt und in der zwölften Stunde aus dem Paradies vertrieben.
  • Eines ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Erde, mit der Haschem den Menschen geschaffen hat, aus dem Har Habajit stammt, auf dem der Bet-Hamikdash gebaut werden sollte.“

Frage: Gebt ein Beispiel für die Schwere der Gevura (1) in der Welt und ein Beispiel für Chessed (2).

SCHABBAT SCHALOM !!!!

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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