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DIE FÜNF BÜCHER DER TORA – PARASCHA DEWARIM

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DIE FÜNF BÜCHER DER TORA

Da wir einen Anfang mit dem fünften Buch der Tora machen, ist es vielleicht doch sinnvoll, die gesamte Tora (im Schnelldurchgang) Revue passieren zu lassen:

· Das erste Buch der Tora heißt BERESCHIT (GENESIS) und dieses Buch wird ab September bis Januar durchgehend gelesen. Das erste Buch der Tora besteht aus zwölf Paraschot und beinhaltet tausendfünfhundertvierunddreißig Psukim (Verse). Es behandelt die Schöpfung der Welt bis zum Entstehen der Hebräischen Familie.

· Das zweite Buch heißt Schemot (Exodus), das wir zwischen Januar und März lesen. Die Zahl der wöchentlichen Unterteilungen von Schemot beträgt elf und die Zahl der Verse tausendzweihundertneun. Es behandelt die Ägyptische Sklaverei, den Auszug aus Ägypten, die Thora-Gesetzgebung am Berge Sinai und den Bau des Tabernakels.

· Das dritte Buch der Tora heißt Wajikra (Leviticus). Wir lesen dieses Buch zwischen März und Mai. Es besteht aus zehn Sidrot und umfasst achthundertneunundfünfzig Psukim. Das Buch beinhaltet die Heiligung des Lebens am Berg Sinai, indem viele Vorschriften beachtet werden.

· Das vierte Buch der Tora heißt Bamidbar (Numeri). Es wird zwischen Mai und Juni gelesen und beinhaltet zehn Paraschot oder Sidrot. Die Gesamtzahl der Psukim (Verse) beträgt tausendzweihundertachtundachtzig. Das Jüdische Volk verlässt den Berg Sinai und zieht durch die Wildnis und wird unterschiedlichen Herausforderungen ausgesetzt.

· Das fünfte Buch, zu dem wir jetzt angekommen sind, heißt Dewarim (Deuteronomium). Dieses wird zwischen Juli und September gelesen und besteht aus elf Sidrot und neunhundertfünfundfünfzig Psukim. Es beinhaltet die letzte Ansprache von Mosche und die Gesetzgebung zur Vorbereitung des Einzuges in das Land Israel.

*Das erste Buch Bereschit umfasst zweitausenddreihundertneun Jahre und beinhaltet die Ereignisse ab der Schöpfung bis zum Tod von Jossef.

*Das Buch Schemot beschreibt hundertundvierzig Jahre ab Jossefs Tod bis zum Bau des Tabernakels.

*Das Buch Wajikra wurde in acht Tagen gegeben und

*Bamidbar behandelt neununddreißig Jahre, ab dem Jahr zweitausendvierhundertneunundvierzig ab der Schöpfung, bis zweitausendvierhundertachtundachtzig.

*Das Buch Dewarim beinhaltet Mosches allerletzte Ansprache und wird während der neun letzten Wochen seines Lebens vorgetragen.

*Das Buch Bereschit spielt sich ab in der Türkei, in Babylonien, Syrien, Ägypten, dem Süden Israels (dem Negev), Sdom, im Land der Philister, Beer Sheva, Kana’an und Edom.

*Das Buch Schemot spielt sich in Ägypten und Midian ab, bis die Juden zum Berg Sinai gelangen.

*Das dritte Buch der Tora, Wajikra (Leviticus), spielt sich komplett am Berge Sinai ab.

*Das vierte Buch der Tora, Bamidbar, erzählt, wie die Juden den Berg Sinai verließen und nach Paran, Kaddesch, Tzin, Moav, Ammon und in das Land der Emmoriter zogen.

*Das Buch Dewarim spielt sich überwiegend im Land Moav ab, an der Ostseite des Jordanbereiches und endigt auf dem Berg Newo, wo Mosche verstirbt.

In den ersten vier Büchern der Tora spricht G“tt durch die Stimme (es heißt: durch die Kehle) von Mosche, aber im letzten Tora-Buch kommt Mosche Rabbejnu persönlich zu Wort. Er hat sich die Thora einverleibt. Dieses kann geschehen, da er sich mit dem Allmächtigen vollständig identifiziert und alle höheren, also wichtigeren Anweisungen und Aussagen eingeprägt hat. Dann heißt die Tora mehr seine Tora da er zur Tora wurde.

DEWARIM/DEUTERONOMIUM

Im letzten Buch der Tora hält Mosche dem Jüdischen Volk eine gehörige Standpauke wegen ihrer Sünden. Er zählt diese jedoch nicht konkret auf. Er beklagt nur alles, was schief gelaufen sei. Unsere Weisen sagen (B.T. Sota), dass man sich selber besser in einen Feuerofen begeben sollte, als dass man jemand anderen öffentlich der Schande preis gibt. Deshalb hatte Mosche die Sünden des Jüdischen Volkes nicht genau bezeichnet nennen wollen.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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