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Spirituele Buchhaltung – Parascha Chukat

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Spirituele Buchhaltung – Parascha Chukat

בסייד

Schon beim Propheten Hesekiel (36,23-26) heißt es in G’ttes Disziplinierungsrede gegen das Volk Israel: “Ich werde nicht für euch, das Volk Israel, eingreifen, sondern für Schem kodschi, Meinen heiligen Namen, den ihr unter den Völkern entweiht habt… Ich werde reines Wasser über euch gießen, um euch von allem Unreinen, von all euren Götzen zu reinigen”. Das Thema ist Kiddusch HaSchem, die Heiligung von G’ttes Namen. In der  irdischen Parallelsphäre geschieht dies durch Reinigung mit Wasser, das mit der Asche der roten Kuh vermischt ist.

Irdische und spirituelle Buchführung

Nach Erik Aalbers (23.04.2014 in Beurseffecten) bedeutet mentale Buchführung so etwas wie “die Sammlung kognitiver Handlungen zur Organisation, Bewertung und Verwaltung finanzieller Aktivitäten”.

Die Tora führt jedoch eine spirituelle Buchhaltung und versucht nicht, unsere finanzielle Situation abzubilden, sondern betont die Verwaltung unseres geistigen Zustands.

Wie stehen wir religiös dazu? Haben wir all unsere kleineren und größeren Sünden unter Kontrolle? Haben wir um Versöhnung für alles gebeten und sie erhalten? Haben wir einen Überblick über unsere spirituellen Höhen und Tiefen? Wie können wir die Kontrolle darüber erlangen? Es kommt darauf an, was Ihnen wichtiger ist: Ihre Psyche oder Ihr Portemonnaie!

Ohne Ärger, Stress und Burn-out

Ein etwas nüchterner Umgang mit unseren Finanzen in Verbindung mit unserem spirituellen Leben verbannt eine Menge Ärger, Stress und Burn-out-Situationen aus unserem Leben. Wenn wir unsere materiellen Verluste mit unseren psychologischen Gewinnen vergleichen, wenn wir uns nicht so sehr über die kleinen unsinnigen Dinge in unserem täglichen Leben aufregen, dann haben wir in religiöser Hinsicht eine Menge Fortschritte gemacht.

Die Tora ist sehr präzise in unserer religiösen Betrachtung. Alles muss in Ordnung gebracht werden und “alles wird gut”. Nehmen Sie das schwer verständliche Rezept der roten Kuh.

Die rote Kuh als Sühne

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Die Vorschrift, die rote Kuh außerhalb des Tempels zu verbrennen und ihre Asche auf unreine Menschen zu streuen, ist unverständlich und auch etwas paradox, wie schon der weise König Salomo bemerkte. Wer passiv mit ihrer Asche besprengt wird, wird von unrein zu rein, aber wer das Gebot aktiv ausführt, wird von rein zu unrein. Selbst der weiseste aller Menschen musste sein Haupt in Demut vor der G’ttlichen Weisheit beugen, die das menschliche Verständnis übersteigt.

Gesetz jenseits der Vernunft

In der Jüdischen Literatur wird die Vorschrift der roten Kuh als “chok” bezeichnet, ein Gesetz jenseits der Vernunft. Doch Rabbi Mosche Haddarshan gibt eine Reihe interessanter Erklärungen, die am besten als Reaktionen auf alles, was mit dem goldenen Kalb schiefgelaufen ist, verstanden werden, mit dem Ziel, sich Schritt für Schritt mit dem Allmächtigen ins Reine zu kommen. Die rote Kuh fungiert als Dienerin, deren Sohn den Palast des Königs beschmutzt hat. Die rote Kuh sühnt also für das Kalb. Der spirituelle Buchhalter sagt: Lasst die rote Kuh, die Mutter, kommen und den geistigen Schmutz des goldenen Kalbs, des Kindes, loswerden und neutralisieren. So leistet die rote Kuh Sühne für das goldene Kalb.

Rabbi Mosche Haddarshan sieht die ganze Prozedur der roten Kuh als Sühne für die Verfehlung des goldenen Kalbes. Dabei geht er sorgfältig wie ein Buchhalter allem nach, was mit dem goldenen Kalb schiefgelaufen ist, und zieht sühnende Parallelen, um alles zu neutralisieren und zu sublimieren:

* Als Gegengewicht zum Abwerfen des G’ttlichen Jochs durch den Dienst am goldenen Kalb sollte die rote Kuh niemals ein Joch tragen.

* Da sich das Jüdische Volk um Elazars Vater Aharon, den Hohepriester, versammelt hatte, um das goldene Kalb zu schaffen, musste die erste rote Kuh von Elazar vorbereitet werden, weil Aharon das goldene Kalb gemacht hatte, wenn auch unter Zwang. Ein “Ankläger”, also eine Person, die an einer Straftat beteiligt war, kann in der Regel nicht zum Verteidiger werden. Der Täter ist nicht die richtige Person, um als Vermittler für die Versöhnung zu fungieren.

*So wie die Juden ihre goldenen Nasenringe für das Schmelzen des goldenen Kalbes aus eigener Tasche bezahlten, so sollten sie auch den Kauf der sehr seltenen und teuren roten Kuh aus eigener Tasche bezahlen.

*Es wird betont, dass die Kuh rot sein musste, weil Jesaja sagt (1:18): “Wenn eure Sünden rot wie Scharlach sind, werden sie weiß wie Schnee”. Verfehlungen werden als rot bezeichnet. Dementsprechend muss auch die Kuh rot sein.

*Die Kuh musste auch vollständig rot sein. Das biblische Volk sollte nach Perfektion streben und versuchen, wieder vollkommen zu werden. Durch den Götzendienst waren sie mit geistigen Mängeln behaftet. Eine perfekte rote Kuh musste kommen, um für ihre geistigen Verletzungen zu büßen. Nur so konnten sie wieder vollkommen rein werden und aus ihrem verunreinigten Zustand zurückkehren.

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