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Wahre und falsche Prophete

Wahre und falsche Prophete
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Die Größe Haschems

Angst vor Haschem hatten, als sie die Tora auf dem Berg Sinai bekamen. Haschem war so überwältigend, dass die Leute es nicht ertragen konnten. Also baten sie Moshe, mit ihnen anstelle von Haschem selbst zu sprechen. Haschem sagte dann zu Moshe: “Das ist eine gute Sache. Von nun an werde ich nicht mehr mit den Bne Jisrael selber sprechen. Ich habe keine Bedenken deswegen. Du wirst für mich mit den Bne Jisrael sprechen.“

Wer ist ein wahrer Prophet?

Nicht jeder, der sagt, er spreche für Haschem, ist auch ein wahrer Prophet. Man müsse einen Navi erproben. Wenn ein Navi sagt, er habe mit Haschem gesprochen, sollten wir sehen, ob es wahr ist. Wenn er etwas vorhersagt und es nicht wahr wird, ist er ein falscher Prophet. Dann sollte niemand auf ihn hören. Aber wenn er ein echter Navi ist, muss man ihm zuhören. Es gibt auch Regeln für den Navi selbst. Wenn Haschem zu ihm spricht, darf er seine Prophezeiung nicht unterdrücken. Er muss tun, was Haschem ihm gesagt hat. Ein Beispiel für einen Navi, der nicht auf Haschems Befehl hörte, war Jona. Jona hörte von Haschem, dass er die Bewohner von Nineve zu warnen hat. Jona sollte sagen, dass die Stadt Nineve zerstört werden würde, wenn sie keine Teschuwa täten.

Das Volk von Ninewe und Tschuwa

Jona spürte, dass das Volk von Nineve Teschuwa tun würden und seine
Prophezeiung nicht wahr werden könnte. Er hatte Angst, dass die Leute ihn als falschen Propheten betrachten würden. Das wollte er nicht.

Jona spürte, dass das Volk von Nineve Teschuwa tun würden und seine
Prophezeiung nicht wahr werden könnte. Er hatte Angst, dass die Leute ihn als falschen Propheten betrachten würden. Das wollte er nicht.

Außerdem sah er, dass die Bne Jisrael nicht gleichzeitig Teschuva machten. Er befürchtete, dass wenn die Einwohner von Nineve Teschuva und die Bne Jisrael keine Teschuva machten, dies negative Auswirkungen auf die Bne Jisrael haben würde. Weil das sehr falsch ist, dass die Bne Jisrael keine Teschuva machen wollen. Wenn andere Völker Teschuva machen und die Bnee Jisrael es nicht tun, ist es noch schlimmer. Deshalb floh Jona, der auch ein Navi war, nach Anatolien. Er hoffte, dass er dann keine Neviut mehr sprechen musste.

Aber Haschem war sehr unzufrieden mit Jona und schickte ihn mit einem großen Fisch nach Nineve zurück. Wie Jona dachte, geschah es. Er sagte, jeder in Nineve sollte Teschuva machen. Andernfalls würde die Stadt zerstört. Alle haben Teschuva gemacht, weil sie sich sehr schlecht fühlten. Am Ende wurde die Stadt nicht zerstört. Aber niemand hielt Jona für einen falschen Propheten. Glücklicherweise!

Wusstest du

… Es gab drei Are Miklat in Israel?
… Es gab auch drei Are Miklat in Jordanien?
… An jeder Kreuzung gab es alle Arten von Verkehrszeichen, die besagten: Dies ist die Richtung des Ir Miklat?
… Die Are Miklat waren Städte der Levi’im?

Geschichte

Eli: „Wenn jemand mit seinem Freund in einen Wald geht, um Holz zu fällen, muss er sehr vorsichtig sein, damit die Äxte nicht aus dem Hände-Griff fliegen. Denn wenn die Äxte aus dem Griff schießen, kann es vorkommen, dass eine solche Axt jemand anderen tötet. Auch wenn er versehentlich seinen Freund getötet hat, muss er dennoch zu einer Ir Miklat gehen.“

Ariela: „Wenn wir, G-tt behüte, versehentlich jemanden getötet haben, mussten wir früher zu einer Ir Miklat gehen. Wir waren im Ir Miklat in Sicherheit, weil die Bluträcher kein Recht hatten, jemanden dort zu töten. Wir wurden im Ir Miklat beschützt. Im Ir Miklat waren wir gut aufgehoben. Weil man dort als Mörder warten musste, bis der Kohen Gadol starb. Die Mutter des Kohen Gadol war natürlich nicht glücklich mit all den Menschen, die den ganzen Tag in einem solchen Ir Miklat daventen (baten), dass der Kohen Gadol sterben sollte. Deshalb hat sie immer leckere Kuchen für alle Menschen gebacken, die wegen Totschlags dorthin geflohen sind.“

Batsheva: „Sie durften nur in eine Zufluchtsstadt gehen, wenn jemand versehentlich jemanden getötet hatte, zum Beispiel beim Holzhacken im Wald. Aber wenn man jemanden hasste und aus Versehen nicht so zufällig sowas geschah, konnte man nicht in eine solche Stadt der Zuflucht gehen. Selbst wenn man zu einem solchen Ir Miklat geflohen war, wurde man herausgebracht wenn man sich des vorsätzlichen Mordes schuldig gemacht hat.

Dann musste man auf sich selbst aufpassen. Die Tora zeigt deutlich, dass man es sehr wichtig findet, dass die Menschen sehr darauf achten, nicht versehentlich jemand anderen zu töten. Könnet ihr euch vorstellen, wie wichtig es ist, dass Menschen hinter dem Lenkrad darauf achten, niemanden zu überfahren? Wir wissen selbst, dass sich ein Unfall an jeder kleinen Ecke befindet. Deshalb müssen wir überall sehr vorsichtig sein, um uns nicht gegenseitig zu verletzen oder zu schlagen. Sei also ein Gentleman im Verkehr und sonst auch!“

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

Segen erhalten wir, wenn wir die Tora beachten

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