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WANN SETZEN WIR UNSER LERNEN FORT?

WANN SETZEN WIR UNSER LERNEN FORT
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Das Thora-Lernen ist in der Jüdischen Tradition eines der wichtigsten Lebensziele. Im Talmud (B.T. Kidduschin 29b) wird die Pflicht, Thora zu lernen, wie folgt abgeleitet: „Aus welchem Grund wissen wir, dass wir Thora zu lernen haben? Da dort geschrieben steht: „und Du sollst sie Deinen Kindern bei bringen“. Wenn der Vater nicht mit seinem Kind entsprechend lernt, ist das Kind verpflichtet, sich selber um diesen Unterricht zu kümmern, wie geschrieben steht: „Und Ihr werdet sie lehren und darauf achten, dass sie das machen“.

Zuerst der Sohn und der Schüler, dann selber

Im Gesetzbuch von Maimonides (1135-1204) wird die Unterrichtspflicht einigermaßen anders beschrieben: „Ein Vater ist verpflichtet, seinem Kind Thora bei zu bringen, wie es geschrieben steht: „Und Du wirst sie Deinen Kindern lehren“. Danach schreibt Maimonides, dass es für jeden Gebildeten ein Gebot sei, seine Schüler zu unterrichten, wie es geschrieben steht: „Und Du sollst sie Deinen Kindern einschärfen – Deine Kinder sind Deine Schüler“. Erst danach besagt Maimonides, dass wenn man selber von den Eltern keinen Unterricht erhalten hat, man verpflichtet sei, sich selber zu unterrichten, wenn man dazu im Stande ist, so wie geschrieben steht: „Und Du wirst sie lernen und beachten, um sie (die Thora) zu vollziehen“ (Jad, Hilchot Talmud Tora I:1-3).

Sich nicht mit einem Buch verkriechen und absondern

Auffallend ist, dass unsere Gelehrten die Pflicht, zu lernen, mit der Verpflichtung eröffnen, andere zu unterrichten. Dieses ist kein Zufall oder die Folge einer ungenauen Formulierung. Dieses ist eine Lebensphilosophie. Die Thora kommt erst zu ihrer Geltung, wenn wir uns nicht zurückgezogen und nur mit uns selbst beschäftigt, die Thora nur für uns selbst lernen. Das Studium der Thora erfolgt erst dann richtig, wenn wir auch andere damit beauftragen und es mit ihnen teilen.

Die Thora ist aus dem Himmel gekommen

Die Thora soll gelernt, gelehrt und gelebt werden. Sobald sich neue Erkenntnisse auftun oder neue Techniken erfunden werden, werden unsere Weisen mit Stimmenmehrheit entscheiden müssen, wie man da laut den Richtlinien der Thora gegenüber zu stehen hat. Kein Wunder oder Orakel, selbst keine Stimme aus dem Himmel können den Menschen von dieser Verantwortung entbinden. Im Judentum gibt es keine göttliche Lehre im Sinne einer späteren göttlichen Offenbarung, in der die göttliche Absicht dann weiter präzisiert und erklärt wird.

Die Thora ist „aus dem Himmel“. Seit dem Berg Sinai ist sie dem Menschen gegeben worden. Die weitere Verantwortung obliegt dem Menschen. Die Chachamim (die Weisen) entscheiden mit Stimmenmehrheit. Meinungen von Minderheiten werden bei der Entscheidung berücksichtigt.

Die Dynamik des Lernen und des Unterrichten

Die Offenbarung auf dem Berg Sinai war einmalig, aber G“tt „baute“ in die Thora dynamische Elemente ein, die Krönchen oberhalb der hebräischen Buchstaben, die wie „Antennen“ den statischen Text mit der fließenden Quelle der Inspiration verbanden.

Selbst Mosche Rabbejnu begriff im Anfang nicht genau, wie diese Dynamik in den nachfolgenden Generationen funktionieren würde. In einer bekannten Geschichte im Talmud wird erzählt, was Mosche erfuhr, als er mit einer prophetischen Vision mehr als tausendfünfhundert Jahre später einen Einblick in das Lehrhaus von Rabbi Akiwa (erstes Jahrhundert nach der Zeitrechnung) erhalten konnte.

Aus der Gestaltung der Buchstaben und der Form der Krönchen

Rabbi Akiwa war im Stande, eine Praxisentscheidung (Halacha) nach der anderen aus den im Thora-Text entschiedenen Andeutungen – der Gestaltung der Buchstaben und der Form der Krönchen – ab zu leiten. Mosche verstand diese Dynamik am Anfang nicht und beruhigte sich erst, als ihm klar wurde, dass Rabbi Akiwa alles der beinhaltende G“ttlichen Inspiration entnahm, die in den Buchstaben und in den Krönchen eingebettet war. Sie bildeten die Basis für jede Praxisentscheidung, die Rabbi Akiwa unterrichtete, aus derselben G“ttlichen Inspiration, derer auch Mosche teilhaftig geworden war, obwohl er sich darüber so nicht schon eher bewusst wurde.

Zwischen der Lebenspraxis und dem Wille G“ttes

Was der Talmud uns eigentlich mitteilen möchte ist, dass Mosche verstehen oder wissen wollte, wie die Sinngebung, die verständliche Umsetzung der Erklärung, erfolgen würde. Mosche wollte wissen, wie man in den nachfolgenden Generationen die alltäglichen Vorgehensweisen aus dem Text würde entnehmen können. Damals und dann wurde ihm klar, dass die Thora als Medium zwischen der Lebenspraxis und dem Wille G“ttes funktionierte. Die Nutzung der Thora erfolgte erst nach Interpretierung, nach Erklärung, oder Auslegung im Sinne von „was ist damit gemeint?“. Die Thora bildet eine Brücke zwischen höheren und niedrigeren Welten, zwischen G“tt und dem Menschen. Das Alef-Bejt hilft uns weiter.

Das Alef-Bejt

Das Hebräische Alphabet allein schon an für sich betrachtet, ist ein Studien-Gegenstand. Die Gestalt und Form eines Buchstabens, sein Zahlenwert und Stelle im Alphabet sind mit G“ttlicher Weisheit erfüllt. Die Wichtigkeit eines jeden Buchstabens wird mit der halachischen Forderung betont, dass in einer Thora-Rolle jeder Buchstabe auf perfekte Art geschrieben zu sein hat und von Pergament umgeben. Nichts darf da fehlen und kein Vertun ist erlaubt. Das Jüdische Volk hat den Thora-Text immer mit großer Sorgfalt gehütet und aufgehoben.

Jede Seele wurzelt in einem Buchstaben

Im Sohar Chadasch (Schir haSchirim) steht geschrieben, dass die Thora 600.000 Buchstaben beinhaltet. Dieses entspricht der Zahl von 600.000 Männern zwischen 20 und um die 60, die aus Ägypten ausgezogen waren. Aber stehen tatsächlich 600.000 Buchstaben in der Thora? Bei sorgfältiger Zählung scheint es etwas mehr als 300.000 zu sein. Wie kann der Sohar dann behaupten, dass es 600.000 Buchstaben sind?

Viele Buchstaben bestehen aus Einzelbestandteilen

Hierfür gibt es viele Erklärungen. Der Chatam Sofejr (Rabbi Mosche Sofejr, achtzehntes Jahrhundert) antwortet, dass verschiedene Buchstaben des Hebräischen Alphabets Kombinationen aus anderen Buchstaben bilden. So ist das Alef eine Kombination/Zusammenstellung eines Jud rechts oben und einem Jud links unten, die durch einen diagonales Waw (W-Klang) verbunden werden. Wenn man alle diese Einzelteile der Buchstaben zusammen rechnet, ergibt das eine Gesamtzahl von 600.000 Buchstaben. 

die Essenz des Glaubens

Die Philosophie des Alef kann als die Essenz des Glaubens bezeichnet werden. Das Jud oben steht für den ersten Buchstaben des Tetragrammes, des aus vier Buchstaben bestehenden Name G“ttes, den wir nicht aussprechen dürfen. Das Jud unten steht für den Menschen, der unten auf Erden mit dem kleinen „Pünktchen“ an Weisheit gesegnet wurde (das Jud symbolisiert in der Mystik das Aha-Erlebnis, der plötzlichen Einsicht, die wir Chochma (Weisheit) nennen).

Religion bedeutet Verzahntheit 

Religion bedeutet Verzahntheit, sich dazu zu zählen. Die Verbundenheit mit G“tt ist die erste Lehre im Hebräischen Alphabet. Auffallend ist, dass der Buchstabe Alef, der aus zwei Mal einem Jud und einem Waw besteht, einen Zahlenwert von 26 hat, was auch der Zahlenwert des aus vier Buchstaben bestehenden Name G“ttes ist. Der Glaube an G“tt und der Monotheismus sind die Basis der Hebräischen Alphabets, die Basis des Jüdischen Glaubens und der Wissenschaft.

Die Verbreitung und verschiedene Erklärungen ohne Punktierung

Zurück zur Frage die 600.000 Buchstaben betreffend. Der Pnej Jehoschu’a, ein Erklärer aus dem achtzehnten Jahrhundert, besagt, dass die Zahl 600.000 auch die Aramäische Übersetzung durch Onkelos beinhaltet. Darüber erzählt man im Talmud (B.T. Megilla 3a), dass diese zusammen mit der Thora auf dem Berg Sinai gegeben wurde. G“tt hat die Thora in siebzig Sprachen gegeben, um sie für jeden zugänglich zu machen, eine wichtige Aussage und Lehre beim Lernen übrigens. Wir sollen die Thora nicht nur studieren und lernen, sondern auch verbreiten und Andere motivieren, sich ebenfalls ein zu leben. Ein äußerst wichtiger Gedanke!

Masoretische Punktierung 

Eine andere Erklärung lautet, dass wir bei der Buchstabenzählung nicht nur auf die Konsonanten achten sollten, sondern auch auf die Masoretische (traditionelle) Punktierung, welche die Vokale repräsentieren.

siebzig Erklärungen

Zwischen den Gelehrten des Talmuds gibt es über die Frage viel Diskussion, was Vorrang bei der Bestimmung der Bedeutung  hat: die Konsonanten, so wie diese mit der traditionellen Punktierung gelesen werden, oder mögliche Arten des Lesens ohne der traditionellen Punktierung. Der Thora-Text wird nämlich nur mit Konsonanten und ohne Vokale geschrieben. Dass dieses oft zu unterschiedlichen Interpretationen führen kann, war auch die Absicht des Thora-Gesetzgebers. Jedes Teil aus der Thora kennt mindestens siebzig Erklärungen. Auch dieses ist eine wichtige Gegebenheit beim Lernen: lernen bedeutet, die Thora aus verschiedenen Gesichtspunkten zu beleuchten und zu betrachten.

Das Alphabet beinhaltet eine ganze Lebensphilosophie

Es bestehen also viel tiefere Hintergründe in der Thora. Der Talmud (B.T. Schabbat 104a) erzählt uns, wie eine Anzahl Kinder die Symbolik des Alef-Bejt erklärten. Im Hebräischen Alphabet eingebettet befindet sich eine ganze Lebensphilosophie, die für die Lehr- und Lernsituation relevant ist.

Konsonanten, Vokale und Alphabet 

Die Buchstaben des Alphabets haben jeder einen Zahlenwert. Der erste Buchstabe, Alef, hat den Zahlenwert EINS, aber sobald wir einen Vokal im Wort Alef ändern, zu Elef, steht da auf ein Mal die Zahl Tausend (Elef bedeutet im Hebräischen 1000).

Von Alef – EINS –zu Elef, 1000.

Wir fangen mit der elementaren Basiskenntnis an, aber mit viel Durchhaltevermögen ergibt das eine große religiöse Datenbank.

Alef-Bejt ist eine Aufgabe

Alef-Bejt ist Der Talmud sagt, dass die Buchstaben Alef-Bejt für den Gedanken von Aluf Bina – den Lernbegriff – stehen, studiere die Thora!

Diejenigen, die mit dem Thora-Lernen anfangen, brauchen nicht wegen der enormen Jüdischen Bibliotheken, die über alle Aspekte der Lehre vollgeschrieben wurden, in Panik zu geraten.

Schritt für Schritt

Stein für Stein wird ein Haus gebaut und Schritt für Schritt lernt man gehen (B.T. Sota 8b). Nur wenn man ernsthaft anfängt, sieht man nach und nach den Fortschritt. Letztendlich könnte man ein großer Gelehrter werden.

Unsere Weisen sagten, dass wenn jemand behauptet, dass er sich wohl viele Mühe gegeben, aber nichts von der Thora verstanden hätte, wir ihm nicht glauben sollten (B.T. Megilla 4b).

Aber das Alphabet hat uns noch mehr zu geben.

Einfache und Schlussbuchstaben

Der Buchstabe Pe hat zwei Gestaltungen, das gebogene Pe, dass am Anfang oder in der Mitte eines Wortes erscheint und das lange Schluss-Pe, dass am Ende eines Wortes verwendet wird. Der Talmud vermeldet diesbezüglich, dass es einen geschlossenen und einen offenen Mund gibt.

Da Pe Mund bedeutet, lehrt uns der Talmud, dass unsere Munde manchmal offen und manchmal geschlossen sein sollen. Dieses bedeutet, dass wir manchmal zuhören sollten, aber manchmal etwas überbringen oder weitergeben müssen.

Lehren und lernen ist ein Geben und ein Nehmen

Jeder hat die Fähigkeit, selber zu lernen und um andere zu unterrichten. Lernen tun wir nie nur für uns selber. Sicherlich dort, wo es nur wenige Menschen gibt, die die Thora verbreiten können, sollte jeder, der hierzu nur einigermaßen im Stande ist, sich dafür stark machen, um diese schwere Aufgabe zu erfüllen.

Zwei Arten von Thora: die Mündliche und die Schriftliche

Die Thora fängt mit dem Buchstaben Beth an. Der Zahlenwert dieses Buchstabens ist zwei. Dieses deutet auf die zwei Arten der Thora hin, die wir kennen, auf die Geschriebene Lehre und auf die Mündliche Lehre. Beide wurden von G“tt dem Moses auf dem Berg Sinai offenbart als zwei gleiche Hälften eines geweihten Ganzes. Rabbi Bachja ibn Pakuda (elftes Jahrhundert) besagt, dass die Mündliche Lehre bei der Schriftlichen Lehre als eine Erinnerung zur Aufklärung gelesen werden sollte.

Der Talmud sagt uns was die Hintergründe sind

Die Mündliche Lehre erzählt uns, was die versteckte Bedeutung hinter dem niedergeschriebenen Text sei. Rabbiner Hirsch (1808-1888, Deutschland) vergleicht die Mündliche Lehre mit einem Referat des Professors und die Schriftliche Lehre mit den Aufzeichnungen eines Studenten. Derjenige, der nicht persönlich bei der Vorlesung gewesen war, kann den Aufzeichnungen nur wenig entnehmen, was tatsächlich gesagt wurde. Ohne die Erinnerung zur Aufklärung bleibt der Thora-Text sehr schwer zu verstehen oder zu begreifen.

Horizontale und vertikale Beziehungen

Der Buchstabe Bejth ist auch ein Hinweis auf die Steinernen Tafeln, auf denen sich die Zehn Gebote geschrieben befanden. Auf der einen Tafel standen die fünf Gebote, die die Beziehungen zwischen G“tt und Mensch regeln, während die andere Tafel die Vorschriften zwischen Mensch und Mensch beinhalten. Beide Tafeln waren in jeder Hinsicht identisch. Dieses ist eine wichtige Lehre oder Lektion. Sie vermittelt uns, dass wir sowohl in Hinsicht zum Allmächtigen wie in Hinsicht zu unseren Mitmenschen, sehr sorgfältig zu handeln haben. Das eine ohne das andere ist eine Verfälschung und Perversion des wahren Judentums.

Ab dem kleinen Kind bis zum großen Talmid Chacham

Der letzte Buchstabe der Thora, das Lammed (was eigentlich „lernen“ bedeutet) und der erste Buchstabe der Thora, das Bejth, ergeben zusammen das Wort „lejw“, von dem das Wort „lef“ her stammt. Die Thora erhöht diejenigen, die sie aus ganzem Herzen studieren.

Der Name Jisraejl beginnt mit dem kleinsten Buchstaben, das Jud, und endet mit dem größten Buchstaben, das Lammed. Ein jeder hat es in seiner Hand, von einem „kleinen Kind“ zu einem großen Gelehrten zu werden. Was ist der Schlüssel zum Erfolg und Wachstum?

Bescheidenheit auf jeder Ebene

Was ist der Schlüssel zum Erfolg? Es ist die Bescheidenheit, gegenüber G“tt und dem Mitmenschen. Wir können mit Hilfe der Thora die spirituellen Höhen erreichen, die uns versprochen wurden, aber diese sind nur mit der nötigen Bescheidenheit und Demut, sprich gegenüber dem Allmächtigen, zu schaffen. Wenn wir Gegebenheiten aus der Thora nicht verstehen können, haben wir nicht das Recht, diese außer Kraft zu setzen oder sie so zu gestalten, wie es in unserem Kram passt.

Wir wissen, wohin wir gehen

Anders als die griechischen Klassiker haben wir eine deutliche Sichtweise auf den Begriff Zeit. Es gibt einen Anfangspunkt, die Schöpfung. Es gibt ein Mittelteil, die Thora-Gesetzgebung und es gibt einen Endpunkt, die Zeit des Maschi’ach.

Laut dem Talmud wird dieser letzte Zeitabschnitt rund um das Jahr 6000 anbrechen (laut unserer Jüdischen Zeitrechnung haben wir das Jahr 5780, sind also etwa 220 Jahre noch von der Messianischen Zeit entfernt). Es ist verblüffend, dass die Zahlenmystik uns auch hier die Richtung zeigt. Über den Talmud habe ich noch nicht gesprochen. Es gibt zwei Talmuden, den Jerusalemer Talmud und den Babylonischen Talmud.

Die Zahl vierzig

In der Lehre der Zahlenwerte sind der Jerusalemer Talmud tausendsechsundsiebzig und der Babylonische Talmud fünfhundertvierundzwanzig. 524 und 1076 zusammen addiert ergeben tausendsechshundert; die Wurzel von 1600 ist vierzig. Die Zahl vierzig erinnert uns an die vierzig Tage, die Mosche auf dem Berg Sinai verblieb, als er die Schriftliche und die Mündliche Lehre erhielt. Die Mischna, die Mündliche Lehre, fängt mit dem Buchstaben Memm an, der den Zahlenwert 40 hat und endet mit dem Wort Schalom, Frieden, dessen letzter Buchstabe ebenfalls ein Memm ist.

Die erlösende Kraft

Das Thora-Lernen hat auch eine erlösende Kraft. Der Prophet Jesaja (1:27) besagt, dass: „Zion durch Recht erlöst würde und diejenigen, die zurück kehren, durch wohltätige Rechtschaffenheit“. Der erste Teil dieses Satzes ist in Zahlenwert 1076 und der zweite Teil 524.

Der Ga’on von Wilna, Rabbi Elijahu (achtzehntes Jahrhundert) behauptet, dass wir durch das Lernen und durch die Befolgung der Mündlichen Lehre, der letztendlichen Erlösung teilhaftig werden würden.

von Zion ausgehend wird die Thora sich verbreiten 

Wir sind das Volk des Buches, nicht das Volk des Schwertes. Wir haben immer unsere Hand unserer Arabischen Umwelt in Frieden entgegen gestreckt, die über eine Übermacht an Menschen und Waffen verfügt.

Unsere Gedanken richten sich auf das Heilige Land, in dem, und ich hebe das hervor, in den letzten Jahrzehnten die Jeschiwot und Lehrhäuser wie Pilze aus der Erde hervor sprießen: „Denn von Zion ausgehend wird die Thora sich verbreiten…!“

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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