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Was symbolisierte der brennende Dornbusch? – Parascha Schmot

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בסייד 

Nach unseren Chachamim bestand der brennende Dornbusch sowohl aus Nesseln als auch aus Rosen. Er symbolisiert das Jüdische Volk, das große Zaddikim und sehr schlechte Männer hervorgebracht hat. Der Maharal erklärt dies. Der brennende Dornbusch ist eine Anspielung auf die Jiddische Hartnäckigkeit. Hartnäckigkeit schafft große Zaddikim, aber auch große Rescha’im (Bösewichte). Hartnäckigkeit ist die Grundlage für unsere Kontinuität. So wie der Dornbusch nicht verwelkt, wird das Jüdische Volk nie aufhören, sein Licht zu verbreiten.

Das Jüdische Volk wird für immer fortbestehen

Der Dornbusch brannte, aber er wurde nicht verbrannt. Der brennende Dornbusch war das Symbol des Jüdischen Volkes. Das Am Jisrael steht ständig unter Flammen. Wir sind ständig von tsarot (tsores) umgeben. Eigentlich hätte das Jüdische Volk untergehen müssen. Dennoch existiert es weiter. Dies ist ein Wunder.

Die irdisch-Himmlische Verbindung

Der Busch symbolisiert die Materie des Körpers, das Feuer die Seele. Trotz der Verbindung mit der Seele, die ihr höherer, geistiger Ursprung ist, und dem brennenden Feuer, das die Seele im Körper ist, vergeht der Körper nicht. Der brennende Dornbusch stand am Fuße des Berges Sinai, wo einige Zeit später die Tora gegeben werden sollte. Die größte Neuerung der Tora ist die Verbindung zwischen der höheren und der niederen Welt. Aus diesem Grund waren die unteren Welten von Keduscha, Heiligkeit und Himmlischem durchdrungen. Deshalb stand der Busch am Fuße des Berges Sinai.

Prognostizierte Goles, Exil

Der brennende Dornbusch lehrt außerdem, dass es keinen Ort gibt, der “frei vom G’ttlichen ist”. Der Busch brannte außerhalb von Eretz Jisrael, dem Jüdischen Land. Der Sfat Emet erklärt, dass galut (Exil) auch mit dem Wort Hitgalut – “Offenbarung” – verwandt ist. Durch das Exil des Jüdischen Volkes in der ganzen Welt offenbart sich die Realität G’ttes in jedem Winkel der Erde.

Gegen die Umgebung

Aber wir müssen etwas dafür tun. Ein Dornbusch ist stachelig. Der brennende Dornbusch weist dann auf den Enthusiasmus für Keduscha – heilige Themen – hin. Auch wenn das Umfeld so stachelig wie ein Dornbusch sein und schlecht erscheinen kann, müssen wir die Kraft finden, unser Judentum trotz der uns umgebenden G’ttes-Finsternis weiterzuführen. Es ist der Gedanke: “So wie die Ägypter das Jüdische Volk unterdrückten, so wurden sie mehr und verbreiteten sich”. Expandieren gegen die Unterdrückung.

Zeichen der Schelichut, Befehl

Der brennende Dornbusch war ein Zeichen für Mosche Rabbenu, dass G’tt ihm gesandt hatte, so steht es in der Tora geschrieben. Was bedeutet das? Der Dornbusch stand am Fuße des Berges Sinai. Der Auszug aus Ägypten war dazu gedacht, G’tt auf dem Berg Sinai zu dienen und die Tora zu empfangen.

Mosche fragte sich, welchen Verdienst die Befreiung des Jüdischen Volkes haben würde: “Und dies sei dir ein Zeichen, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, wirst du G’tt auf diesem Berg dienen” (Ex. 3:12).

Unsichtbare Wand

Mosche fragte sich, ob die Bnei Jisrael die Unreinheit Ägyptens überwinden wollten. Ohne sie war die Befreiung unmöglich. Wie konnten sie sich von Ägypten trennen? G’tt verspricht ihnen, dass auf dem Berg Sinai – nachdem sie die Tora angenommen haben – eine unsichtbare Mauer zwischen dem Jüdischen Volk und Ägypten errichtet werden würde. Ihre geistige Verunreinigung würde sie bei ihrer Abreise verlassen. Dies allein würde sie auf eine andere Ebene stellen.

Gerade wegen des Wunsches, HaSchem näher zu kommen, wird die vollständige Trennung von Ägypten stattfinden. Der Zweck der Befreiung war, dass sie für immer G’ttes Diener werden würden.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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