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Das Böse definieren – Parascha Zachor

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Das Böse definieren – Parascha Zachor

Am Ende von Parascha Ki Teze befiehlt uns die Tora, uns an den Angriff von Amalek auf das jüdische Volk zu erinnern, als wir Mitzrayim verließen. Diese Mizwa wird erfüllt, indem der Teil gelesen wird, der uns in Bezug auf diese Erinnerung befiehlt. Gegen Ende des Abschnitts wird uns auch befohlen, die Erinnerung an Amalek auszulöschen – dies bedeutet, dass wir jeden Erwachsenen, jedes Kind und jedes Tier von Amalek zerstören müssen (siehe 1. unten). Man kann den Befehl, eine ganze Nation zu zerstören, schwer verstehen.

In der Tat beunruhigte diese Mizwa den gerechten König Schaul HaMelech, als ihm befohlen wurde, die gesamte Nation von Amalek zu zerstören. Das Verständnis des zugrunde liegenden Fehlers in dieser Episode hilft uns, die obige Frage zu beantworten. Der Prophet sagt uns, dass Schmuel HaNavi auf Haschems Befehl Schaul angewiesen hat, die ganze Nation auszulöschen, einschließlich der Frauen, Kinder und Tiere. Schaul besiegte die Amalekim in der folgenden Schlacht und tötete alle mit Ausnahme des Amalekitenkönigs, Agag, und einiger Tiere (siehe 2. unten).

Die Gemara bietet eine Erklärung für Schauls Widerwillen, alle Amalekim zu töten.

Sie sagt uns, dass Schaul ein kal v’chomer (siehe 3. unten) gemacht hat; er bemerkte die Mizwa von egla arufa (siehe 4. unten) – dies ist eine offizielle Zeremonie, die nach dem Mord an einer Person zwischen zwei Städten stattfindet. Sie zeigt die Besorgnis der Tora in Bezug auf einen einzelnen Tod und ihre Betonung des Wertes des menschlichen Lebens (siehe 5. unten). Schaul argumentierte, dass, wenn ein einzelnes menschliches Leben so viel Wert hätte, dies umso mehr in Bezug auf eine ganze Nation der Fall sei (siehe 6. unten).

Die Gemara sagt uns weiter, dass als Reaktion auf Schauls ‘barmherzige’ Argumentation eine Bat kol (himmlische Stimme) herauskam und sagte: “Sei nicht übermäßig gerecht” (siehe 7. unten).

Kurze Zeit später verfolgte Schaul den David HaMelech als er fühlte, dass David seins Königtum bedrohte. David suchte Zuflucht bei einer Gruppe von Kohanim, die in der Stadt Nov lebten. Da sie sich Schauls Feindschaft gegenüber David nicht bewusst waren, sie gaben David was zum essen und versorgten ihn mit einem Schwert (siehe 8. unten). Als Schaul davon hörte, befahl er die ganze Stadt zu ermordern. Zu dieser Zeit kam eine andere Bat Kol heraus und sagte: “Sei nicht übermäßig böse.”

Der Midrash macht eine rätselhafte Beobachtung, die diese beiden Vorfälle miteinander verbindet:

“Jeder, der in einer Situation, in der er grausam sein sollte, barmherzig ist, wird schließlich in einer Situation, in der er barmherzig sein sollte, grausam sein” (siehe 9. unten).

Der Midrash stellt klar, dass dies unvermeidlich ist, dass derjenige, der unangemessen barmherzig ist, wird auf ungeeignete Weise grausam.

Warum ist dieser Ablauf so sicher?

Mein Rebbe, Rav Yitzchak Berkovits Schlita, erklärt, dass Schauls zugrunde liegender Fehler darin bestand, dass er seine eigenen natürlichen Gefühle vor die Gebote der Tora stellte (siehe 10. unten). Dementsprechend wählte er in einer Situation, in der sein natürlicher Gerechtigkeitssinn dem Befehl widersprach, Kinder zu töten, seine Gefühle und löste sich nicht von diesen, um Haschems Wort zu erfüllen. In einer anderen Situation teilten ihm seine Gefühle jedoch eine sehr andere Botschaft, er hat es so empfunden, dass David eine Bedrohung für seine ganze Familie war, daher fühlte er, dass jeder, der dem David half, auch eine Bedrohung für seine Familie war und getötet werden musste. Wieder stellte er seine Gefühle vor die Anweisungen der Tora und befahl den rücksichtslosen Mord an unschuldigen Menschen.

Jetzt können wir die unaufhaltsame Verbindung zwischen Schauls fehlgeleiteter Barmherzigkeit und seiner unangemessenen Grausamkeit verstehen.

Ein Mensch, der seinen Gefühlen zur Seite der „Barmherzigkeit“ folgt, ist dennoch nach Lust und Laune seiner Gefühle und nicht der Moral, wie sie in der Tora definiert ist. Daher ist es unvermeidlich, dass ihn seine Gefühle bei einer anderen Gelegenheit in eine andere Richtung ziehen und ihn übermäßig grausam machen.

Die Wiedergabe von Schauls Versäumnis, Amalek auszulöschen, endete, als Schmuel HaNavi den König Agag persönlich niederschlug.

Der Ralbag bringt einen bemerkenswerten Punkt in diesem Vorfall hervor. Schmuel lies Agag in Ketten vor sich bringen. Als Agag den gerechten Sсhmuel sah, rief er aus: „sar mar hamavet“ – “Die Bitterkeit des Todes kam (zu mir)” (siehe 11. unten). Der Ralbag versteht, dass Agag meinte, dass die Bitterkeit des Todes sei jetzt verschwunden. Dies liegt daran, dass er, als er Schmuel sah, seine Eigenschaften von Güte und Barmherzigkeit erkannte und daher vermutete, dass Schmuel ihm Barmherzigkeit erweisen würde. Schmuel korrigierte jedoch schnell den Agag und sagte ihm, dass er den Tod verdient hätte, und er tötete ihn anschließend.

Schmuel war ein barmherziger Mensch, weil die Tora im Allgemeinen die Eigenschaft der Barmherzigkeit fördert.

Bei dieser Gelegenheit wusste Schmuel jedoch, dass Barmherzigkeit unangemessen war, und in diesem Fall war der scheinbar „grausame“ Akt des Tötens die moralische Vorgehensweise, da dies HaSchems Wille war.

Diese Vorfälle helfen uns zu erkennen, dass man die Moral nicht nach seinen eigenen subjektiven Gefühlen und Überzeugungen definieren kann. Wenn eine Person so handelt, kann man beginnen, alle Arten von bösen Handlungen zu rechtfertigen. In der Tat ist dies ein allgemeiner Trend in der säkularen Gesellschaft. Menschen, die nicht an eine objektive Moral glauben, können anfangen beispielsweise sich frei fühlen zu definieren, was „ein Mord“ ist. Sie beurteilen daher, dass das Töten von ungeborenen Fötus oder todkranken Menschen gültige Vorgehensweisen sind.

Der Tora-Jude erkennt an, dass alle menschlichen Versuche, Moral zu definieren, einem schrecklichen Missbrauch unterliegen. Die einzig gültige Art, Moral zu definieren, besteht darin, den Richtlinien der Tora zu folgen. In der Tat wurde die Moral, wie alles andere im Universum, von HaSchem geschaffen und definiert.

Wenn eine Person Schwierigkeiten hat, die moralische Natur einer Mizwa in der Tora zu verstehen, bedeutet dies nicht, dass diese Mizwa unmoralisch, Gott bewahre, ist. Es bedeutet vielmehr, dass diese Person ihren eigenen natürlichen Emotionen und Neigungen folgt.

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Die Tora fördert den emotionalen Ausdruck, aber erst, nachdem eine Person ihre Gefühle durch das Prisma der Tora kanalisiert hat. Dann kann man seine Gefühle verschieben, um mit der Moral der Tora übereinzustimmen.

Mit einem solchen Verständnis erkennen wir, dass wenn HaSchem uns befiehlt, eine ganze Nation zu zerstören, dies die moralische Vorgehensweise ist. In der Tat ist es lobenswert zu versuchen zu verstehen, warum die Tora einen solchen Befehl erteilt, und mit einigen Überlegungen darüber, was Amalek darstellt, ist es nicht schwer zu verstehen (siehe 12. unten). Dennoch besteht die Grundlage darin, zu erkennen, dass die Moralauffassung der Tora die einzige gültige ist.

Quellen aus dem Text:

1) Es sollte darauf hingewiesen werden, dass der Minchas Chinuch (Mizwa 604) darauf hinweist, dass wir diese Mizwa technisch nicht erfüllen können, weil wir nicht identifizieren können, wer wirklich ein Amaleki ist. Dies liegt daran, dass der assyrische König Senchariv sich in dem Maße um alle Nationen bewegte, in dem ihre wahre Identität verloren ging.

2) Schmuel 1, Ka.15.

3) Dies ist eine Art logisches Argumentes, das am besten als “umso mehr” übersetzt wird.

4) Wörtlich bedeutet das “Kalb mit dem gebrochenen Hals”.

5) Einzelheiten zu diesem Mizwa finden Sie in Parascha Schoftim, 21:1-9.

6) Yoma, 22b. Es gibt eine Reihe von Schwierigkeiten mit dieser Gemara, vor allem, wie Schaul Hashems klare Anweisungen, die ganze Nation auszulöschen, missachten könnte. Siehe “Ben Yehoyada”, “Anaf Yosef” und “Rif in Iyun Yaakov” für Ansätze. In diesem Aufsatz werden wir der einfachen Bedeutung der Gemara folgen, die besagt, dass Schaul für unmoralisch hielt, die ganze Nation Amalek auszulöschen.

7) Das ist das Teil des Verses aus Kohelet, Ka.7

8) Schmuel 1, Ka.21.

9) Kohelet Rabba, 7:33, 16. Midrash Tanchuma, Mezora, 1.

10) Es sollte angemerkt werden, dass Schaul HaMelech ein sehr großer Tzaddik war und die Sünden großer Menschen, die in Tanach aufgezeichnet wurden, immer vergrößert werden, damit wir uns auf sie beziehen können.

11) Schmuel 1, Ka.15:32.

12) Ein Weg, um zu verstehen, was Amalek darstellt, ist es sie mit dem “Naize Yemach Schemam” (Nazis, ihr Name soll vertilgt werden) gleichzusetzen. Auf diese Weise würde man einen Befehl, sie zu zerstören, als weitaus verständlicher empfinden.

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