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Der närrische Versuch, sich die Bürde zu erleichtern

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Der närrische Versuch, sich die Bürde zu erleichtern

Der Ramchal hat in Kapitel 4 von Mesillat Yesharim etwas über Jene zu sagen, die in ihrem G-ttesdienst falsche Demut und Bescheidenheit zeigen, während sie sich in Wahrheit lediglich die Bürde erleichtern wollen und ihr Motiv weniger Demut, sondern Faulheit ist. Zu ihrem eigenen Schaden. So schreibt er:

“Es gibt einige Dummköpfe, die lediglich versuchen, ihre Bürde zu erleichtern. Sie sagen:

Warum ermüden wir uns mit so viel Frömmigkeit und Absonderung? Ist es uns nicht genug, dass wir nicht zu den Frevlern gezählt werden, die in Gehinnom gerichtet werden? Wir werden uns nicht zwingen, den ganzen Weg ins Paradies einzutreten. Wenn wir keinen großen Anteil haben, werden wir einen kleinen haben. Es wird genug für uns sein. Wir werden unsere Bürde nicht erhöhen, des größeren Erwerbs wegen.” 

Es gibt eine Frage, die wir diesen Leuten stellen werden:

Könnten sie es in dieser vergänglichen Welt so leicht dulden, wenn einer ihrer Freunde geehrt und über sie erhoben wird und über sie herrscht – oder zumindest einer von ihren Dienern oder einer von einem der Bettler, die in ihren Augen beschämend und niedrig sind? – Könnten sie dies ertragen ohne zu leiden und dass ihr Blut in ihnen hochkocht? 

Mit Sicherheit könnten sie dies nicht! Wir bezeugen mit unseren eigenen Augen alle Anstrengungen eines Menschen, sich über jeden zu erheben, über den er sich erheben kann, und seinen Platz unter den Erhabenen zu etablieren. Dies ist die Eifersucht eines Menschen gegenüber seinem Nachbarn. 

Sieht er seinen Nachbarn erhöht, während er niedrig bleibt: Was er toleriert, wird das sein, was er gezwungen ist zu tolerieren, wegen seiner Unfähigkeit, die Situation zu ändern: aber sein Herz wird in seinem Inneren brechen. 

Daher:

Wenn es für sie so schwierig ist, in imaginären und falschen Ebenen niedriger zu sein als ihre Mitmenschen, wo eine niedrigere Ebene nur eine oberflächliche Erscheinung ist und jede Erhebung nur Eitelkeit und Falschheit ist:

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Wie können sie es dann (d.h. nach diesem irdischen Leben) dulden, sich selbst niedriger zu sehen als dieselben Menschen, die jetzt ihre Unterlegenen sind? 

Und es geht hier um den Ort wahrer Ebenen und ewigem Wert, um die sie sich, da sie diese und ihren Wert jetzt nicht erkennen, (noch) nicht viele Sorgen machen. Zur gegebenen Zeit jedoch werden sie ihn (d.h. den Ort wahrer Ebenen) sicherlich verstehen, und was er wirklich bedeutet, zu ihrem Schmerz und ihrer Schande. Es besteht kein Zweifel, dass ihr Leiden dabei enorm und ewig sein wird.

Daher ist diese “Toleranz”, die sie annehmen, um sich die Strenge des Dienstes zu erleichtern, nur eine Täuschung – die ihr böser Trieb anwendet, um sie (zu ihren närrischen Gedanken) anzustacheln – ohne jegliche Grundlage in der Wahrheit. Würden sie die Wahrheit sehen, dann gäbe es keinen Raum für solch eine (Selbst-)Täuschung.

Aber da sie diese nicht suchen, sondern entsprechend ihrer Verlangen wandeln und irren, werden diese Überzeugungen sie nicht verlassen, bis es ihnen nicht mehr nützt; wenn es nicht mehr in ihren Händen liegt, das wieder aufzubauen, was sie zerstört haben. Wie von König Salomon, Friede sei auf ihm, gesagt wurde (Kohelet 9,10):

“Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft! Denn es gibt weder Tun noch Berechnung, noch Kenntnis, noch Weisheit im Grab, in welches du gehst.” 

Das heißt, was ein Mensch nicht tut, solange er noch die Macht hat, die ihm sein Schöpfer gegeben hat (die Macht der Wahl, welche ihm gegeben wurde, damit er sie zu Lebzeiten verwendet, wenn er freien Willen ausüben kann und dazu aufgefordert wird) dazu wird er, im Grab und in der Grube, nicht wieder die Gelegenheit haben, denn zu diesem Zeitpunkt wird er diese Macht nicht mehr besitzen.

Denn wer in seinem Leben keine guten Taten vervielfacht hat, wird keine Gelegenheit haben, diese nachträglich auszuführen. Und wer keine Buchhaltung seiner Taten durchgeführt hat, wird später keine Zeit dazu haben. Und wer nicht weise wurde in dieser Welt, wird auch nicht im Grab weise werden. Dies ist die Intention von: “Denn es gibt weder Tun noch Berechnung, noch Kenntnis, noch Weisheit im Grab, in welches du gehst.”

Eigene Überlegung:

Im letzten Absatz spricht er verschiedene Ebenen des Dienstes an:

  • gute Taten: dies bezieht sich auf die Mitzvot
  • Buchhaltung: dies bezieht auf die Selbstbeobachtung und die Bewertung der eigenen Taten und Charakterzüge (Cheshbon)
  • Weisheit: dies bezieht sich auf das Lernen, das notwenig ist, um die ersten beiden Punkte zu erfüllen

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