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Die Macht deiner Worte

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Die Macht deiner Worte

In seinem Buch “Shmirat HaLashon” (Teil 1, Kapitel 3) zitiert der Chafetz Chaim Rabeinu Bachya Ibn Paquda, der in Chovot HaLevavot (Shaar Hakniyah, Kapitel 7) fünf Zeichen beschreibt, durch die man wahre Hingabe zu Gott in einer demütigen Person erkennen kann.

Uns interessiert an dieser Stelle, was er in seiner Definition des drittes Zeichen bringt, das für den Chafetz Chaim so interessant war, dass dieser es in sein Buch inkludierte.

In Orchot Tzadikim (Kapitel 2) wird beschrieben, dass Bescheidenheit auf sechs Arten in einem Menschen erkannt werden kann. Und was für die beiden eben erwähnten Quellen gilt, gilt ebenso für das, was das Orchot Tzadikim unter Punkt 3 erwähnt.

Was also ist so dringlich, dass drei verschiedenen Quellen es für wichtig genug erachten, es aufzugreifen und zu besprechen? 

Es geht um die große Zerstörungskraft, die Sprache haben kann, und welche üblen Konsequenzen diese mit sich bringen kann, wie geschrieben steht (Mishlei 13,3):

Wer seinen Mund hütet, bewahrt seine Seele; wer seine Lippen weit aufreißt, über den kommt Verderben.”

So heißt es:

“Viele Menschen werden für den Tag des Gerichtes kommen. Und wenn sie ihre Taten gezeigt bekommen, werden im Buch der Verdienste Mizwot gefunden, die sie nicht getan haben. Und sie werden sagen: ‘Wir haben diese nicht getan!’ Und ihnen wird geantwortet werden: “Sie wurden von jemandem getan, der von dir erniedrigend sprach .

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Gleichermaßen gilt, wenn die Verdienste, im Buch der Verdienste, derjenigen fehlen, die erniedrigend sprachen. Dann werden sie fragen, warum sie vermisst werden, und ihnen wird geantwortet werden: „Du hast sie verloren, als du erniedrigend über diese und jene Person gesprochen hast.

Und ebenso werden im Buch der Belastungen von Einigen Taten sein, die sie nicht begangen haben, und wenn sie sagen “Wir haben sie nicht begangen”, dann wird ihnen geantwortet werden: “Sie wurden deinem Konto hinzugefügt, wegen Diesem und Jenem, über das du sprachst, usw.

Bedenke: Wir leben in Zeiten des Internets, in denen sowohl das gesprochene Wort, als auch das geschriebene Wort, in Lichtgeschwindigkeit um die ganze Welt reist. Man kann in nur einer Sekunde, durch eine unbedachte Aussage, zum millionenfachen Mörder werden. Denn der Chafetz Chaim (Chafetz Chaim, Reshilut – Prinzip 5) erklärt:

“Und Chazal (die jüdischen Weisen) sagte (Arachin 15b): “Lashon Hara (selbst wenn das Gesagte wahr ist) tötet drei:

  • den Sprecher (der es spricht),
  • den Annehmenden (der das Gesprochene glaubt)
  • und den, über den es gesagt wurde.

Und der Annehmende ist schlimmer als der Sprechende.”

Wichtige Anmerkung: Um die verschiedenen Begriffe (Lashon Hara, Rechilut) richtig zu verstehen – und ich empfehle dringend sie richtig zu verstehen – ist ein tiefergehendes Studium der beiden Bücher zu diesem Thema (Chafetz Chaim & Shmirat HaLashon) unerlässlich. Dieser Text dient lediglich dazu, dieses Thema ins Gewahrsein zu bringen.  

Behalten wir das eben Gelesene im Hinterkopf, wenn wir das nächste Mal sprechen, oder einen Kommentar verfassen, oder kurz davor sind unbedacht den Like-Button zu betätigen.

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