in

DAS JÜDISCHE VOLK UND DIE AMMONIETER – PARASCHA DEWARIM

image_pdfAls PDF Speichernimage_printDrucken

DAS JÜDISCHE VOLK UND DIE AMMONIETER

Devarim/Deut.2:18 und weiteres: „Nun zieht Ihr bei Ar entlang des Gebietes von Moav. Ihr gelangt dann in die Nähe der Ammonieter. Seid ihnen gegenüber nicht feindselig eingestellt und fordert sie nicht hinaus, denn vom Gebiet der Ammonieter gebe Ich Euch nichts; Ich habe es den Kindern von Lot als Erbgut vermacht.“

Eine kleinen Anlass für Pogrome suchen

Dreihundert Jahre später sandte der Richter Jiftach (siehe Richter 11:12 und weiter) eine Abordnung zum König der Ammonieter mit der Frage, wieso er dazu käme, das Jüdische Volk auf ihrem eigenen Territorium an zu greifen. Der König von Ammon antwortete Jiftach, dass dieses dadurch erfolgte, da die Bnej Jisraejl (die Israeliten), als sie aus Ägypten hinaus zogen, Gebiete der Ammonieter erobert hätten und zwar das gesamte Gebiet ab dem Arnon bis zum Jabbok und dem Jordan. Der König von Ammon wollte diese Gebiete sofort und ohne wenn und aber zurück haben.

Die Antwort von Jiftach war deutlich. Der König von Ammon würde Geschichtsfälschung betreiben: „Wir haben nie Gebiete der Moabiter oder der Ammonieter an uns genommen! Es hat sich jedoch wie folgt zugetragen: als die Bnej Jisraejl (die Juden) Ägypten verließen, sandten sie eine Abordnung zum König von Edom mit der Bitte, ob sie durch sein Land ziehen dürften und dem König von Moav wurde derselbe Wunsch vorgelegt, aber auch er willigte hier nicht ein.

Anschließend schickten die Bnej Jisraejl Gesandte nach Cheschbon, zum König Sichon der Emorieter. Sie baten ihn, er möchte sie über den Bereich seines Landes in ihr eigenes Land ziehen lassen.

Sichon traute den Bnej Jisraejl jedoch nicht, zog ein großes Heer zusammen und fiel Israel an. Sichon wurde mit seiner gesamten Armee durch Israel, mit der Hilfe G“ttes, geschlagen und das Jüdische Volk nahm das gesamte Gebiet der Emoriter in seinen Besitz: das gesamte Gebiet ab dem Arnon bis zum Jabbok und ab der Wüste bis an den Jordan“. Ende des Zitates (Jiftach besiegte die Ammonieter letztendlich mit deren zerschmetternden Niederlage).

Was war geschehen? Ganz lange zurück – viel früher, bevor die Bnej Jisraejl vorbei kamen und um Durchlass baten – hatte Sichon dieses gesamte Gebiet von den Ammonietern erobert. Dreihundert Jahre später, nachdem er die Juden nicht durch sein Land hatte ziehen lassen, hegte der König der Ammonieter noch Ansprüche gegen die Bnej Jisraejl.

typischen antisemitischen Denkart

Die Ammonieter werden durch unterschiedliche Erklärer als ein Beispiel einer typischen antisemitischen Denkart benannt. Man sucht ein kleines Problem in Bezug auf die Bnej Jisraejl und damit werden die schlimmsten Anschuldigungen, Pogrome und Dekrete, also gesetzliche Erlasse, verknüpft.

Leider ist diese antisemitische Denkweise in der Geschichte weit verbreitet. Heute projiziert sie sich in der Überzeugung, dass die Welt ohne den Staat Israel keine Probleme hätte.

Glücklicherweise gibt es immer noch vernünftige Menschen in dieser Welt, die einen klareren Blick auf die Realität haben, Gott sei Dank.

Report

What do you think?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

Dadurch, dass Ihr den Heiden dienen werdet, die Götzen dienen, wird es sein, als ob Ihr sel ber auch den Götzen dient – Parascha Waetchanan

FRAGEN zu und WENN WIR BENTSCHEN – Parascha Ekew