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CHINUCH – RELIGIONSUNTERRICHT IST ANDERS – Parascha Emor

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CHINUCH – RELIGIONSUNTERRICHT IST ANDERS – Parascha Emor

“Rede mit den Priestern, Söhnen Aharons, und rede mit ihnen….” (Wajikra/Lev. 21:2).

Aus diesem doppelten Ausdruck des Sprechens schließen unsere Weisen, dass hier nicht nur Befehle für den Kohanim (Priester) folgen, sondern auch die Priester selbst mit ihren Kindern über die besonderen Gebote für den Kohanim sprechen müssen. Hier ist die Mitzva (das Gebot), die Kinder im Judentum zu weihen, um die Traditionen weiterzugeben.

Inwiefern unterscheidet sich der Religionsunterricht von dem weltlichen?

Da unsere Kinder unsere Zukunft sind, hat eine gute religiöse Ausbildung (auf Hebräisch: Chinuch) im traditionellen Kreis absolute oberste Priorität. Damit wird die Frage der Form weitgehend beantwortet: Jede Form der Erziehung, die die religiöse Erfahrung des Kindes fördert, ist akzeptabel.

 

Eltern und Lehrer sind Vorbilder für die Nachwelt. Wir können unsere Allianz mit G’tt nur durch unsere Kinder fortsetzen.

 

Das Wort Chinuch als Religionsunterricht zu übersetzen, bringt absolute Ungerechtigkeit in die Tiefe des biblischen Ideals des Chinuch, denn es bedeutet eigentlich “Initiation”: Einweihung in die biblischen Traditionen, philosophische Aspekte, Praxis und religiöse Erfahrung.

Der Unterschied zwischen Chinuch und Sozialpädagogik ist so groß, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie beide Formen der Traditionsvermittlung so nahtlos ineinander überzugehen scheinen.

 

Chinuch und profane Erziehung sind zwei grundsätzlich verschiedene Aktivitäten. Wenn ich diese Unterscheidung mache, mache ich mich der übermäßigen Vereinfachung schuldig.

sozial orientiert

Die Bildung in der säkularen Welt ist sozial orientiert. Die wichtigste Aufgabe dabei ist: “Wie stellen wir sicher, dass unser Kind einen angesehenen Platz in der Gesellschaft einnimmt”. Kinder müssen gute Manieren lernen, mit Messer und Gabel essen, nicht fluchen, mit zwei Worten sprechen, sich nicht schmutzig machen, sich mit Gleichaltrigen sozialisieren können und in der Schule gute Noten bekommen. Später sollten Kinder vorzugsweise einen lukrativen Job bekommen können und über genügend soziale Fähigkeiten verfügen, um von ihren Mitmenschen respektiert zu werden.

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individuelle religiöse Entwicklung

Chinuch hingegen konzentriert sich in erster Linie auf G’tt, wobei der zwischenmenschliche Aspekt sicherlich nicht vernachlässigt wird. Chinuch lehrt nachhaltige und ewige Werte und Standards. Die meisten Riten, Symbole und Ideen, die wir unseren Kindern beibringen wollen, sind für unsere Umwelt eher fremd. Das Chinuch konzentriert sich in erster Linie auf unser Sein, unsere individuelle religiöse Entwicklung und nicht auf den sozialen Erfolg.

 

Zusammenfassend möchte ich die Unterschiede auflisten:

 

* Die weltliche Bildung ist sozial orientiert, wird durch die Umstände des Hier und Jetzt, der modernen irdischen Realität bestimmt und bereitet sich auf die große Gesellschaft des sozialen Prestiges und des wirtschaftlichen Erfolgs vor. Die Bedeutung der individuellen Existenz und der Umgang mit den wesentlichen Werten des Lebens werden nicht oder nur am Rande diskutiert.

 

* Chinuch’ ist die Weihe und Heiligung des Lebens. Chinuch bedeutet, Kinder in das biblische Erbe einzuführen. Chinuch konzentriert sich kaum auf den Nutzen und die Notwendigkeit der weltlichen Praxis. Chinuch will unseren Kindern zeitlose und übernatürliche Ideale vermitteln. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch in der Welt ein Gefühl für das Göttliche hat. Chinuch will sich diesem menschlichen Aspekt anschließen, ihn entwickeln und sinnvoll gestalten.

 

* Chinuch muss zu klaren Antworten – subjektiv und objektiv – auf Fragen nach dem Sinn der biblischen Existenz führen und die Kinder in die nachhaltigen Werte des religiösen und sozialen Lebens einführen, die oft im Widerspruch zu den Werten der Welt um uns herum stehen. In Chinuch zeigen wir unseren Kindern, dass die Bibel eine Frage des Lebens und der Aufgabe für uns ist. Es geht um die Vermittlung von Bindung an die Religion.

 

* Die Einheit von Denken, Fühlen und Üben ist in diesem Prozess der Erziehung unerlässlich.

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