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VON DEN FRÖSCHEN LERNEN – Parascha Waera

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VON DEN FRÖSCHEN LERNEN – Parascha Waera

Nach der ersten Blutplage warnte Mosche Rabbeinu den Pharao, dass es eine neue Plage geben würde, wenn er sich weiterhin der Bitte Mosches verweigern würde, das jüdische Volk aus Ägypten ziehen zu lassen: “Es wird der Fluss von Fröschen wimmeln, sie steigen hinauf und kommen in dein Haus, in dein Schlafgemach, auf dein Bett! Und in das Haus deiner Diener und unter dein Volk, in deine Öfen und in deine Brottröge.” (siehe 1. unten) Nach der Weigerung des Pharaos schwärmten die Frösche tatsächlich in ganz Ägypten, auch in die Öfen der Ägypter.

Die Gemara erzählt uns, dass einige hundert Jahre später die Handlungen der Frösche, die in die Öfen kamen, drei großartigen Männern als Lehre dienten: Chananja, Mischael und Asarja. Sie lebten in Babylon unter der Herrschaft von Newukhadnezar. Er erließ ein Dekret, dass sich jeder vor einer Statue seines Ebenbildes verneigen musste, und die Strafe für die Nichtbefolgung war, ins Feuer geworfen zu werden. Das Gesetz besagt, dass man eher sein Leben aufgeben muss, als Götzen anzubeten, jedoch erklären die Kommentare, dass das Verbeugen vor diesem Bild keine tatsächliche Götzenanbetung darstellte (siehe 2. unten). Daher war es technisch gesehen erlaubt, sich vor dem Bild zu verbeugen, und die meisten der jüdischen Menschen taten dies. Chananja, Mischael und Asarja lernten jedoch aus dem Beispiel der Frösche, die in Ägypten in die Öfen gingen, dass auch sie darauf vorbereitet sein sollten, in ein Feuer geworfen zu werden. Sie schlussfolgerten, dass die Frösche, die nicht in der Mizwa von Kiddusch HaSchem (Heiligung von G-ttes Namen) befohlen wurden, dennoch bereit waren, in einen brennenden Ofen zu gehen, um G-ttes Namen zu heiligen. Umso mehr (kal v’chomer) sollten sie, die als Menschen in der Mizwa von Kiddusch HaSchem (Heiligung des Namens G-ttes) befohlen wurden, bereit sein, in das Feuer geworfen zu werden (siehe 3. unten).

Der Darchei Mussar weist auf eine große Schwierigkeit mit dieser Gemara hin. Die Argumentation der drei Männer basierte auf der Tatsache, dass den Fröschen nicht befohlen wurde, um des Kiddusch HaSchem willen zu sterben, während es ihnen befohlen wurde, dies zu tun. Jedoch stellte Mosche’s Information an den Pharao, dass die Frösche in die Öfen gehen würden, einen Befehl für die Frösche dar; dementsprechend wurde den Fröschen befohlen, in die Öfen zu gehen. Wie konnten Chananja, Mischael und Asarja also von den Fröschen lernen, dass sie sich in ein Feuer werfen lassen sollten?!

Er erklärt, dass HaSchem den Fröschen zwar befohlen hat, in die Öfen zu gehen, aber Er hat den Befehl nicht auf die Öfen beschränkt – die Schlafzimmer, Betten und Brottröge waren in der Liste der Orte enthalten, an die die Frösche gehen konnten. Jeder Frosch hatte also die Wahl, wohin er gehen würde – er konnte sich durchaus entscheiden, dass er die bequemere Option wählte, ins Bett oder in die Brottröge zu gehen. Nichtsdestotrotz entschieden sich viele Frösche tatsächlich dafür, ihr Leben zu riskieren, um sicherzustellen, dass HaSchems Befehl erfüllt wurde. Da nicht jedem einzelnen Frosch befohlen wurde, ins Feuer zu gehen, und es dennoch viele von ihnen taten, lernten Chananja, Mischael und Asarja, dass sie umso mehr bereit sein sollten, in ein Feuer geworfen zu werden (siehe 4. unten).

Der Darchei Mussar fährt fort, dass wir eine grundlegende Lektion aus den Handlungen der mutigen Frösche lernen, die in die Öfen gingen. Es war für sie möglich, die Verantwortung auf andere Frösche abzuwälzen, aber sie lehnten die bequeme Option ab und trugen so zur verstärkten Heiligung von G-ttes Namen bei. So schreibt er auch, dass, wenn einer Person die Gelegenheit gegeben wird, eine bestimmte Mizwa auszuführen, sie nicht versuchen sollte, sich der Verantwortung zu entziehen, die ihr auferlegt wird, indem sie hofft, dass jemand anderes die Mizwa übernimmt. Vielmehr sollte er dies als eine goldene Chance betrachten, den Namen G-ttes zu heiligen. Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass man dazu neigt, solche Gelegenheiten als Bürde zu betrachten. Diese Einstellung scheint grundlegend gegen die Tora zu sein. Die Tora befürwortet es sehr, Verantwortung zu übernehmen, wenn Dinge getan werden müssen. In der Mischna in Avot heißt es: “An einem Ort, an dem es keine Menschen gibt, bemühe dich, ein Mensch zu sein.” Dies gilt sowohl für kleine alltägliche Vorkommnisse als auch für weniger häufige, aber bedeutendere Anlässe. Zum Beispiel kann es eine allgemeine Bitte an Menschen geben, bei einem bestimmten Unterfangen zu helfen; es ist lobenswert, die Verantwortung zu übernehmen, ohne darauf zu warten, dass andere es tun. In einem größeren Rahmen gibt es zahlreiche große Probleme, mit denen die jüdische Welt heute konfrontiert ist (siehe 5. unten) – anstatt darauf zu warten, dass andere die Verantwortung übernehmen, um diese Probleme zu beheben, sollte man sehen, ob es etwas gibt, was man selbst tun kann. Bei einer Gelegenheit entdeckten einige amerikanische Torastudenten, die in Israel lebten, dass eine beträchtliche Anzahl von Amerikanern, die in Israel lebten, in extremer Armut lebten, sich aber zu sehr schämten, es jemandem zu sagen. Anstatt nur Mitleid mit diesen Menschen zu haben, gründeten ein paar Männer eine neue Wohltätigkeitsorganisation (bekannt als “Got Chicken”), deren Ziel es war, Menschen in Not mit dem Nötigsten zu versorgen.

Wir haben gesehen, wie lobenswert es ist, Verantwortung zu übernehmen und nicht darauf zu warten, dass andere es tun. Wenn es noch eines weiteren Anreizes bedarf, zeigt die Fortsetzung der Geschichte von den Fröschen, was mit den Fröschen geschah, die in die Öfen gingen. Nachdem die Plage aufgehört hatte, heißt es in der Tora: “… die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und auf den Feldern” (siehe 6. unten). Die Baal HaTurim und Daas Zekeinim weisen darauf hin, dass der Tod der Frösche, die in den Öfen waren, nicht erwähnt wird. Sie erklären, dass sie als Belohnung für ihre Selbstaufopferung verschont wurden. Wir sehen hier, dass die Übernahme von Verantwortung, um G-ttes Willen zu tun, nur Gutes bringt. Mögen wir alle den Verdienst haben, Verantwortung zu übernehmen und die Belohnungen zu ernten.


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Quellen aus dem Text:

1) Schmot, 7:28.

2) Siehe Tosefos, Pesachim, 53b, dh: Mah rau.

3) Pesachm, 53b.

4) Darchei Mussar, Waera, S.105-6.

5) Nur ein paar Beispiele davon sind die Rate der Mischehen, die Kinder, die die Tora verlassen, die Schwierigkeiten der Menschen, Schidduchim (ihre “zweite Hälfte”/Ehepartner/-in) zu finden, und schwere finanzielle Nöte.

6) Schmot, 8:9.

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