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Wie schmieden wir die Jüdische Einheit? – Parascha Pinchas

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Wie schmieden wir die Jüdische Einheit? – Parascha Pinchas

Als Pinchas Simri und Kosbi, die Unzucht begangen hatten, tötete, entstand ein gewaltiger Meinungsunterschied über die Frage, ob er zu recht gehandelt hatte. Die Plage – mit vierundzwanzigtausend Toten – hörte auf. G”tt bot Pinchas einen Bund des Friedens an. Mit starker Hand war die Einheit wieder hergestellt.

Volk des Buches ist unsere nationale Identität

Diese Abhandlung ist außerordentlich aktuell. Wie schaffen und erreichen wir die Jüdische Einheit? Der Zionismus hat einen Jüdischen Staat geschaffen. Aber EIN Jüdisches Zusammenleben ist hiermit noch nicht erreicht worden. Das Judentum möchte ein Volk des Buches auf die Weltkarte einsetzen. Das ist unsere nationale Identität. Unser Ziel ist ein gerechtes Zusammenleben, auf die Würde und Wertschätzung des Menschen basierend, mit Aufrichtigkeit und Mitgefühl. Israel war und ist im Prinzip ein egalitäres Zusammenleben, von hierarchischen Ländern umgeben. Das Biblische Israel basierte auf einer religiösen Idee, auf einer religiösen Ansicht.

Jedes Individuum widerspiegelt das G”ttliche

Die Gleichheit Israels besteht aus Gleichheit vor G”tt. Jedes Individuum widerspiegelt das G”ttliche. Die Achtung vor dem G”ttlichen im Menschen war die Grundlage der Gesellschaft. Israel kann den Krieg letztendlich nicht auf Grund des militärischen Übergewichtes oder der Technik gewinnen. Israel kann nur durch eine außerordentliche Moral triumphieren. Die soziale Kraft des Zusammenlebens ist hierfür die Garantie. Die soziale Solidarität ist die solideste Grundlage der Jüdischen Gesellschaft.

In den Zeiten von  Mosche waren wir eine Nation. In den Tagen von Samuel und Saul waren wir ein Königreich. Die soziale Verbindung, der soziale Vertrag, hält einen Staat lebensfähig. Aber letztendlich bleibt das alles Eigennutz.

Geteilte Identität basiert auf Verantwortungsbewusstsein

Das soziale Zusammenpassen überragt jedoch die moralische und gemeinsame Verantwortung. Geteilte Identität basiert auf Verantwortungsbewusstsein unter einander.

Nur in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika (tausendsiebenhundertsechsundsiebzig) ist das Zusammenleben als Grundgesetz formuliert worden. Dieses war kein Zufall. Die Founding Fathers, also die Väter der Gründung, kannten die Thora wie ihre Westentasche. Das soziale Zusammenleben schien stärker zu sein, als die soziale Vereinbarung. Vor zwei Tausend Jahre wurde die Jüdische soziale Vereinbarung außer Kraft gesetzt. Die Zusammengehörigkeit, die gegenseitige Verantwortung und das gemeinschaftliche moralische, erhabene Ziel blieben jedoch bestehen.

Judentum wurde als eine ethische Lebensphilosophie

Die Säkularisierung hat im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts unterschiedliche Formen gezeitigt. In West-Europa machten die Juden an der Erleuchtung mit. Das Judentum wurde lediglich eine Religion, ohne Bindung an einem Land oder an einem Staat. Die Juden wollten gerne vollständige Bürger ihres Heimatlandes werden. Ihre einzige eigene Eigenschaft bildete die Religion, die kein Hindernis für gesellschaftlichen Erfolg darstellen dürfte. Das Judentum wurde als eine ethische Lebensphilosophie dar gestellt, die nicht an einer ethnischen Identität gebunden sei. Die Verbindung zum Heiligen Land wurde aufgekündigt. Die neue Emanzipation war der alte Messianismus. Selbst in Marokko und Im Irak liebäugelte man mit diesen Gedanken.

Teil der Jüdischen nationalen Identität

Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts entstand jedoch in Russland eine total andere Definition des Judentums. Russische Denker gingen davon aus, dass das Jüdische Volk eine vollständige gesonderte Identität beziehungsweise Ethnie bildete. Die Religion wurde nur als EINE der kulturellen Merkmale davon betrachtet. Nun lag der Schwerpunkt auf Nationalität. Ein Jude ist von sich aus Teil dieser Jüdischen nationalen Identität, selbst wenn er mit der Religion nichts am Hut hat.

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Die Juden teilen eine (gemeinsame) Geschichte, haben einen eigenen, jüdischen Kalender, sprechen verschiedene gemeinsame Sprachen und teilen Zukunftsideale. Das wichtigste wurde die Einsicht, dass wir einer gesonderten nationalen Familie angehören. Beide Erneuerungen lösten sich von der Tradition und weichen vom Kern des Judentums ab. Das Judentum, nur als Glauben in Verbindung mit einem fremden Bürgertum oder Judentum als Nationalität, ohne jegliche Bindung an Religion, war ein komplettes Novum.

Verwirrung durch Einschränkung

Die Verwirrung bezüglich der Jüdischen Identität entstand durch Einschränkung: Judentum als Religion ohne nationales Empfinden oder als Nationalität ohne Bezug zu Religion. Nationalität und Religion können nicht voneinander getrennt werden. Ein modernes Judentum ist jedoch noch viel unbestimmter als alle vorhergegangenen Einheit bildenden Strömungen.

Jiddische Geselligkeit unbestimmte intuitive Verbundenheit
Heutzutage scheint die Jiddische Geselligkeit, also eine unbestimmte, einem berührende intuitive Verbundenheit, der verbindende Faktor geworden zu sein.

* Judentum mit strenger Hand – das Pinchas-Modell – ist in unserer toleranten Gesellschaft selbst verboten.

* Die Verbindung mit der Religion – das Erleuchtungsmodell – ist äußerst diffus geworden. Nur noch Wenige können Jüdische Texte lesen oder/und sie verstehen.

* Die Verbindung zu oder Zugehörigkeit zum Staat – das Russische Modell – befindet sich auf einer abschüssigen Ebene, mit verursacht durch die negative Einstellung der Medien.

Was übrig bleibt, ist ein

·      Geselligkeits-Judentum, in dem alles “ok” ist, wenn es nur des Gefühl des “warmen Bades” vermittelt. Während das Volk des Buches doch sowohl viel Wärme, wie auch viel Inhalt zu bieten hat.

Die Moral von der Geschichte: alles zusammen wäre ideal. 

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