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Cheshbon HaNefesh #5 – Teil 3: Das mystische Buch des Königs

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Cheshbon HaNefesh #5 – Teil 3: Das mystische Buch des Königs

In Cheshbon #5 behandelt Rabeinu Bachya Ibn Paquda die Pflicht, sich selbst zur Rechenschaft dafür zu ziehen, dass man:

1.) es hinauszögert, das Buch der Torah G-ttes zu verstehen, und
2.) dass man sich damit abfindet, ihre Angelegenheiten nicht zu erfassen.

In den beiden vorangegangenen Artikeln zu diesem Cheshbon, widmeten wir uns an dieser Stelle 2 Themen:

1.) Faulheit (siehe hier: https://judentum.online/cheshbon-hanefesh-5-teil-1-faulheit/)
2.) G-ttesvertrauen (siehe hier: https://judentum.online/cheshbon-hanefesh-5-teil-2-1-g-ttesvertrauen/)

Im eigentlichen Text gibt uns Rabeinu Bachya nun folgende Visualisation:

“Keiner würde so handeln bei einem Buch, das ihm von einem König geschickt wurde, wenn er aufgrund seiner unklaren Handschrift oder seiner Worte oder aufgrund der Tiefe seiner Materie oder seiner Subtilität oder seiner verwirrenden Mischung von Themen oder seiner enigmatischen Worte einen Zweifel an seiner Bedeutung hätte. 

Vielmehr würde er sein ganzes Herz und seinen ganzen Verstand einsetzen, um die Bedeutung zu verstehen, und er würde sich sehr quälen, bis er die Bedeutung verstanden hätte.”

Das Buch Orchot Tzadikim (Shaar Zechira) endet mit: 

“Ohne Zweifel, wenn es in seiner Stadt auch nur die niedrigste der niedrigsten Personen gäbe, die den Teil des Buches, den er nicht verstand, zu erklären wüsste, würde er sich beeilen, zu ihm zu gehen, und er würde sich nicht dafür schämen.”

Rabbi Yosef Mizrachi brachte mal in einem Vortrag ein Beispiel, das auf denselben Punkt hindeutet:

Stell dir vor, jemand könnte dir zeigen, wie man mehrere Millionen pro Jahr macht! Wie viel Mühe und Arbeit  würdest du auf dich nehmen, um die Worte dieses Menschen zu studieren und in die Tat umzusetzen! Würde er dir im Vorhinein sagen, dass es sehr hart und mühsam werden wird, und du nicht sofort alles verstehen wirst und viel lernen müssen wirst, so würdest du ihm gegenüber dennoch beteuern, dass du absolut bereit bist all das auf dich zu nehmen! 

Überlege an dieser Stelle ruhig auch einmal, wie viel Zeit du mit dem Lernen von Dingen verbringst, die rein dem Vergnügen dienen, und mit deinem Lebensunterhalt nichts zu tun haben, und wie viel Anstrengung und Konzentration du in sie investierst!  

Rabeinu fährt fort zu schreiben:

“Wenn man dies tut, um die Worte eines schwachen, sterblichen Menschen wie man selbst einer ist zu verstehen, um wie viel größer ist dann die Pflicht, ein Vielfaches davon zu tun, bis man das Buch G-ttes versteht, das Leben und Rettung ist, wie geschrieben steht (Devarim 30:20):

“Denn es ist dein Leben und die Länge deiner Tage”. 

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Wie konntest du es dir erlauben, mein Bruder, dich davor zu drücken und dich mit dem begnügen, was von seiner Materie leicht erkannt werden kann und von seiner oberflächlichen Bedeutung offenbar ist, und nachsichtig mit dem des Restes sein!

Kannst du darin deine eigene Fehlerhaftigkeit und Niedertracht sehen?”

Zu dem  doppelten Ausdruck (Fehlerhaftigkeit und Niedertracht) kommentiert Rabbi Chaim Avraham Hacohen (Pas Lechem): 

  1.  dafür, dass man faul ist im Studium der Torah
  2. dafür, dass man nicht genauso faul ist, wenn es um den Brief eines Königs aus Fleisch und Blut geht

Dies ist wie das, was der Prophet sagte (Yirmiya 2,13): 

“Denn mein Volk hat zwei Übel begangen; sie haben Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, verlassen, um sich Zisternen zu graben, zerbrochene Zisternen, die kein Wasser halten…”

Zum Schluss gibt uns Rabbeinu folgenden Vergleich, und schreibt:

“Dies ähnelt der Geschichte, von der es hieß (Daniel 5,23):

“Aber über den Herrn des Himmels hast du dich erhoben, und die Gefäße seines Hauses brachten sie vor dich, und du, deine Würdenträger, deine Königin und deine Nebenfrauen tranken Wein in ihnen, und du priessest Götter aus Silber und Gold, Kupfer, Eisen, Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch wissen, aber den G-tt, in dessen Hand deine Seele und alle deine Wege sind – ihn hast du nicht verherrlicht.”

Rabbi Yosef Sebag bringt in seiner englischen Übersetzung an dieser Stelle folgende Erklärung von Rabbi Mattisyahu Solomon (Matanas Chelko):

“D.h. es gibt darin einen Aspekt des Götzendienstes, als ob man sich vor Götzen aus Silber und Gold verneigte, G-tt bewahre, und nicht vor dem Heiligen, gepriesen sei Er. Denn man hatte weder ein solches Gefühl noch eine solche Gesinnung in Bezug auf den Brief von einer Art aus Fleisch und Blut.

In Wahrheit wird diese Sache in der Torah gebracht, wie geschrieben steht (Devarim 6,6):

“Diese Dinge, die ich dir HEUTE gebiete, sollen auf deinem Herzen sein”.

Rashi bringt dort den Sifri: “Sie sollen in deinen Augen nicht wie ein altes Diyutgama sein, das einen Menschen nicht interessiert, sondern wie ein neues, zu dessen Lektüre jeder hinrennt.” – Ein „Diyutgama” ist ein schriftlich erteilter Erlass des Königs.” (Zitat Ende).

Das ist die Erklärung für das Wort “heute” – dass die Torah uns heute gegeben wurde. Diese Überlegung kann in einem Menschen Sehnsucht und Anhänglichkeit an die Torah wecken, wenn er bedenkt, dass die Torah ein Brief des Königs ist, der ihm ewiges Leben gewährt (Devarim 30:20):

“…denn sie ist dein Leben und die Länge deiner Tage.” 

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