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Morgengebet (1) – GEBET TEFILLA – Teil 1

GEBET TEFILLA - Teil 1
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DAS GEBET: eine der Säulen des Judentums

In dieser Parscha und dem nächsten Parschiot spricht und betet Mosche viel zu HaSchem. So geht es durch die ganze Tora.

Die beiden Säulen des Judentums sind das Gebet (Tefilla) und das Lernen der Tora.

Deshalb werden wir ab dieser Woche mit einigen Erläuterungen zu den täglichen Gebeten beginnen.

Wir beginnen eine neue Reihe von Erklärungen zu täglichen Gebeten. Hier ist Folge 1.

 MORGEN BERACHOT

Die Gebete zu Beginn des Morgengebetes

MODE ANI LEFANECHA

Hinweis: Unmittelbar nach dem Aufwachen wird Mode ani lefanecha gesprochen, noch bevor die Hände gewaschen werden.

Erklärung: Dies kann vor dem Händewaschen ausgesprochen werden, da G’ttes Name darin nicht erwähnt wird.

Bedeutung:

Ich danke dir, oh lebendiger und ewiger König

Dass du mir meine Seele mit Gnade zurückgegeben hast;

Groß ist dein Vertrauen.

MODE ANI LEFANECHA

VERGANGENHEIT:

1. Dankbarkeit ist eine große Bereicherung im Judentum. Mit dieser Aussage geben wir an, dass wir uns nach einem guten Schlaf erfrischt und wie neu geboren fühlen. In der Nacht legt unsere Seele auch Rechenschaft über den vergangenen Tag vor G’tt. Wir sind G’tt gegenüber verschuldet. Doch erhalten wir sein Pfand, unsere Seele, zurück.

2. Überraschung. Die religiöse Person ist ständig von allen Wundern der Natur überrascht. Wir sind erstaunt über das Wunder, dass wir uns völlig ausgeruht fühlen, obwohl unser Körper in der Nacht sicherlich nicht stehen geblieben ist.

3. Tägliche Wunder. Unsere Seele ist wie ein Pfand aus G’ttes Hand. Im zwischenmenschlichen Bereich kehren die Sicherheiten älter und unvollkommener zu ihrem Besitzer zurück. Es ist ein Wunder G’ttes, dass unsere Seele völlig erfrischt in unseren Körper zurückkehrt.

ZUKUNFT:

1. Absicht. Wofür leben wir? Mode ani ist eine Absichtserklärung, dass unser ganzer Tag auf das Gute, das Höhere und das G´ttliche ausgerichtet sein wird.

2. Glaube. Die Rückkehr einer erfrischten Seele zu einem etwas leblosen Körper erinnert uns an die messianische Zukunft, in der alle Verstorbenen wiederbelebt werden.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

Das Bewusstsein, dass G’tt uns zuhoert, ist die Grundlage unserer Spiritualitaet - Parascha Waera

Das Bewusstsein, dass G’tt uns zuhört, ist die Grundlage unserer Spiritualität – Parascha Waera

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