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Halachot zu Purim

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Kommenden Dienstag (10.März) ist Purim!

Hier sind die wichtigsten Gesetze, welche Sie wissen sollten (Die 4 M-Mitzwot):

  1. Megilat Esther (Lesung der Esther-Rolle): Unsere Weisen haben festgelegt, dass man die Megilat Esther bei Nacht liest und am Morgen wiederholt. Frauen sind ebenfalls verpflichtet diese Lesung zu hören (obwohl dieses Gebot zeitabhängig ist und in der Regel Frauen von solchen Mitzwot befreit sind ist dies eine Ausnahme, weil dieses Wunder ebenfalls zu ihrer Rettung beitrug)Vor und nach der Lesung werden besondere Segensprüche gesprochen (diese sind in den Siddurim gedruckt). Es ist der Brauch beim Namen Hamans Lärm zu machen, um seinen Namen zu vertilgen, jedoch muss der Vorbeter aufpassen erst dann fortzufahren, sobald es wieder still geworden ist, sodass alle die Lesung hören können
  2. Mischloach Manot (Versenden von Geschenken): Um die Freude an diesem Tag zu vergrößern, haben unsere Weisen festgelegt, dass man sich gegenseitig Geschenke schickt. Diese sollten Esswaren enthalten und man erfüllt seine Pflicht, wenn man min. zwei Esswaren an eine Person schickt. Frauen sollten ebenfalls Geschenke verschicken. 
  3. Matanot Le´Evyonim (Geschenke an Bedürftige): Um auch Menschen zu erfreuen, welche finanzielle Hilfe benötigen, ist es eine Mitzwa an diesem Tag Geld an Bedürftige zu spenden. Man erfüllt seine Pflicht indem man an zwei Bedürftige spendet. Die jeweilige Summe sollte reichen, um ein kleines Mahl zu kaufen und Masser-Geld darf für die ersten zwei Bedürftigen nicht verwendet werden. Diese Mitzwa gilt auch für Frauen. Hier gehts direkt zum Spenden
  4. Mischte (festliches Mahl): Es ist eine Mitzwa an diesem Tag ein festliches Mahl durchzuführen: Man sollte Brot und Fleisch essen (wenn man Fleisch mag). Außerdem gibt es die Mitzwa Wein bzw. alkoholische Getränke in größeren Mengen zu trinken und in einer fröhlichen Stimmung zu sein. Es gibt verschiedene Meinungen, wie viel man trinken sollte und der Brauch ist, mehr zu trinken als man es gewohnt ist. Jedoch muss man beachten, dass es keine Mitzwa gibt, sich vollkommen zu besaufen und dies führt nur zu Leichtsinnigkeit und Chilul Haschem (Entweihung des G´ttlichen Namens)

Weitere Bräuche: 

  • Machazit HaSchekel (Halber Schekel): Es ist der Brauch kurz vor Purim den Machzit HaSchekel zu spenden, weil diese Sammlung in der Zeit des Tempels im Monat Adar erfolgte. Dafür sollten drei halbe Münzen der jeweiligen Währung (in unserem Fall 3x 50 Cent) gespendet werden. Dieser Brauch ist erst ab dem 20. Lebensjahr.
  • Oznei Haman (Ohren Hamans = Hamantaschen): Es ist der Brauch dreieckige, gefüllte Teigtaschen zu essen. Dieser Brauch ist an einen Medrasch angelehnt: “Sobald Haman die drei Vorväter (Abraham, Yizchak und Yakov) sah, wurde er schwach”   

Imrey Deutschland e.V. und Judentum.Online wünscht allen Leser/innen ein fröhlichen Purim!

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Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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