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Wie schützt man sich vor COVID-19?

Das Geheimnis des Engel des Todes
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Die ganze Welt zittert von der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19 (Corona virus disease 2019) und seit dem 30. Januar wurde von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) die internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Schätzungsweise 80.980 Menschen (Stand 11.März) sind zu diesem Zeitpunkt infiziert und jeden Tag kommen hunderte dazu. 4292 Todesfälle wurde von der WHO bisher bestätigt und auch diese Zahl steigt rapide an.

Zahlreiche Länder haben Einreiseverbote für Passagiere aus betroffenen Regionen veranlasst und der Flug- und Reiseverkehr ist sehr eingeschränkt. Allein der wirtschaftliche Verlust des internationalen Luftverkehrs wird auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt, ohne Tourismus und Industrie zu berücksichtigen.

Um die Verbreitung irgendwie in den Griff zu bekommen und einzudämmen besteht in vielen Ländern Quarantäne-Pflicht für Personen, bei welchen die Erkrankung verdächtigt bzw. beobachtet wird und so befinden sich in Italien ca. 14 Millionen Menschen (1/4 der gesamten Bevölkerung von Italien!) in Quarantäne.

Menschen haben große Angst sich mit diesem Virus zu infizieren und manche verlassen deswegen ihr Haus nicht mehr. Schutzmasken sind ausverkauft und Desinfektionsmittel ist Mangelware. Das Gesundheitsministerium empfiehlt sich die Hände öfter zu waschen und auf den traditionellen Händedruck zu verzichten (Quelle: Bundesgesundheitsministerium).

Welche Maßnahmen werden im Judentum empfohlen, um sich vor COVID-19 zu schützen?

Natürlich wird Corona in den traditionellen Quellen nicht erwähnt, aber die Tora ist zeitlos und aus ihr können wir lernen, wie man mit Epidemien umzugehen hat:

„Und Mosche sprach zu Aharon: Nimm die Spachtel, lege auf sie das Feuer vom Alter und lege Weihgeruch darauf weil die Wut G´ttes entbrannt ist und die Epidemie begonnen hat. Und er stand zwischen den Toten und den Lebenden und die Epidemie hörte auf.“ (Bamidbar Kap.17 11-13)

Wir lernen aus diesem Abschnitt, dass „K´toret“ (Weihrauch) Epidemien stoppt. Woher wusste Mosche Rabbenu, dass K´toret die Epidemie stoppen würde?

Unsere Weisen lehren im Talmud (Schabbat 89a), dass der Malach HaMavet (Engel des Todes) persönlich Mosche Rabbenu dieses Geheimnis verriet, als dieser 40 Tage und Nächte auf dem Berg Sinai weilte.  

Solange es den Mischkan (temporärer Tempel in der Wüste) und später den Bet HaMikdasch in Jerusalem gab, war K‘toret die richtige Maßnahme gegen Epidemien. Heutzutage haben wir leider keinen Bet HaMikdasch und somit keine Möglichkeit K‘toret darzubringen, um das Geheimnis vom Malach HaMavet gegen ihn zu verwenden. 

Wie können wir uns heutzutage schützen?

Im Zohar steht, dass wenn kein richtiges K‘toret gegenwärtig ist, man anstatt dessen das „Pitum HaK‘toret” lesen kann und es hat denselben Effekt, wie das K’toret selbst. 

Außerdem sollte man mehr Geld an Arme geben, weil „Wohltätigkeit rettet vom Tod“ (Mischlei 10:2)

Natürlich sollen auch die Anweisungen des Gesundheitsministeriums befolgt werden, aber spirituelle Maßnahmen sind definitiv nicht weniger effektiv.

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Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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